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Catey Shaw ist die Rebecca Black der Gentrifizierung

Das war's mit Brooklyn.
21 Juli 2014, 10:30am

Okay, das war's. Brooklyn ist offiziell tot. Es tut mir wirklich weh das zu sagen, weil die Gegend einen besonderen Platz in meinem Herz hat. Meine Großeltern lernten sich in Brooklyn kennen, verliebten sich und ließen sich dort nach dem Zweiten Weltkrieg nieder. Meine Eltern rieben sich aneinander und zeugten mich in Brooklyn. Aber in den letzten Jahren rückt Brooklyn immer näher an den Abgrund eines eiternden Lochs voller Überheblichkeit und Treuhandfonds—Lena Dunham und ihre unerträgliche egozentrische HBO Show, Bushwick Loftpartys, multimillionen schwere Wohnhochhäuser in Williamsburg, Touristentouren und die scheinbar unendliche Vermehrung von Vintage Hutgeschäften. Ernsthaft, wieviele scheiß Hüte brauchen wir noch? Aber hier kommt, um auch den letzten Nagel in den Sarg zu schlagen, die Virginia-Beach-angehauchte-Ukulele-spielende Catey Shaw mit ihrem neuen Song „Brooklyn Girls".

„Brooklyn Girls" ist im Grunde genommen das Rebecca Black-„Friday"-Video der Gentrifizierung von Brooklyn. Jedes verdammte Ding in diesem Video ist der hässliche Stereotyp der schrecklichsten Dinge in Brooklyn, wie eine dreieinhalb minütige SNL Parodie. Alle klischeehaften Trends und Wahrzeichen werden gezeigt:

Die Bedford L Station! Wo sich die Leute treffen, um E-Zigaretten zu rauchen und die U-Bahn bis zum letzten Halt in Manhattan vollzustopfen.

Ein harter Pit-Mischlings-Stadthund! Er trinkt aus den Näpfen vor den coolen Bars.

Schuhe, die von Leitungen runterhängen! So #urban!

Ein Mädchen, das ausschaut wie Lorde!

The Nets! Die sind jetzt in Brooklyn und spielen Baseball oder so. Concrete jungle where dreams are made of!

Spontane Hinterhofpartys! Die gibt es in Brooklyn immer! Und dort gibt es immer Lichterketten! Mach ein Instagram-Foto!

Graffiti!

Diversity!

Dieses Video lässt in mir fast den Wunsch nach einem weiteren Son of Sam Massenmörder aufsteigen, um diese Arschlöcher im Viertel zu versengen. Ich sage nicht, dass ich Gemetzel per se unterstütze, aber wenn nur drei Arschgesichter mit penibel gepflegten Instagram-Accounts plötzlich verschwinden und das 10.000 Collegeabsolventen dazu bringt, nach LA zu ziehen statt nach Williamsburg, wäre das denn schlimm? Ich glaube nicht. Ich bin mir sicher, dass der Valencia Filter Mörder schon um's Eck lauert.

Dan Ozzi lebt in Brooklyn, wo alle Arschlöcher leben - @danozzi

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