Eine objektive Review von Ivanka Trumps 21-minütiger Sex-Playlist

Können John Legend, James Blunt, Bruno Mars und Adele die Funken fliegen lassen?

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30 Oktober 2017, 9:26am

Wir von Noisey sind stolz darauf, beim Thema Sexmusik immer ganz vorne mit dabei zu sein. Deshalb haben wir auch die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als Ivanka Trump, die Tochter des derzeitigen US-Präsidenten, eine Spotify-Playlist voller "Liebeslieder" veröffentlicht hat. Jetzt können wir nämlich weiter Forschungen anstellen.

Vielleicht ist meine persönliche Expertise auf diesem Gebiet etwas fragwürdig (ich hatte schon mal zu The xx Sex), aber ich habe die Playlist dennoch genau analysiert. Falls ihr also wirklich vorhaben solltest, zu dem Ganzen zu bumsen, dann lest euch erstmal meine Review durch. Insgesamt dauern die Lieder übrigens nur 21 Minuten. Ivankas Ehemann Jared Kushner scheint nicht so viel von Vorspiel zu halten.

Lied 1: "All of Me" von John Legend

Ein schönes Lied. Und ich kann mir auch vorstellen, dass John Legend und Chrissy Teigen ein erfülltes Sexleben haben. Was mich hier jedoch stört, ist die Platzierung des Songs am Anfang der Playlist. Das suggeriert nämlich, dass er während des Vorspiels laufen soll. Zwar verursacht "All of Me" ein angenehmes Gefühl, aber genau solche Lieder lassen junge Frauen auch immer denken, dass sie allein durch den Blickkontakt mit einem netten Mann zum Orgasmus kommen sollten. Anders gesagt: Mit diesem Song im Hintergrund zu fingern, ist unmöglich – und er erfüllt damit an dieser Stelle der Playlist keinen Zweck.

Lied 2: "Ordinary People" von John Legend

OK, noch mal John Legend. Dieser Song funktioniert etwas besser, denn er ist schneller und rhythmischer – was für den Anfang des Geschlechtsverkehrs ziemlich gut passt. Bedeutet der Titel aber, dass Ivanka voll auf gewöhnliche Menschen abfährt? Vielleicht hegt sie ja marxistische Fantasien, in denen sie zum Proletariat gehört? Lass uns eine Gewerkschaft gründen, Daddy!


VICE-Video: "People Who Just Had Sex: Mike and Alice"


Lied 3: "When I Was Your Man" von Bruno Mars

Oha, so langsam kommen wir richtig in Fahrt.

Lied 4: "You're Beautiful" von James Blunt

Kaum gab die Playlist mal etwas Feuer, ist sie auch schon wieder komplett den Bach runter gegangen. Wenn ich den Begriff "Schlaffi-Song" definieren müsste, würde ich einfach "You're Beautiful" anmachen. James Blunt klingt wie Prince Charles auf Helium. Und das ist wohl die unerotischste Vorstellung, die mir jemals in den Kopf gekommen ist.

Lied 5: "When We Were Young" von Adele

"When We Were Young" als finalen Song zu nehmen, ist sinnvoll, weil er der einzige Teil der Playlist mit ordentlich Elan ist. Quasi ein vertonter Orgasmus. Nachdem sich Ivanka und Jared 15 Minuten lang durch die Missionarsstellung gelangweilt haben, kommt bei den Klängen von Adele der Höhepunkt. Und hey, immerhin gibt es so nach dem mehr als belanglosen Ende keine peinliche Stille.

Das finale Urteil:

Diese Playlist könnte unsexier nicht sein.

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