alan pulido

Mexikanischer Fußballer stahl Waffe seines Kidnappers um sich zu befreien

Die verrückte Flucht von Alan Pulido wird sicherlich verfilmt. Und die abenteuerlichen Telefonate des mexikanischen Nationalspielers mit der Polizei werden dann für einige Lacher sorgen.
31.5.16

Der entführte mexikanische Fußballprofi Alan Pulido ist nach 24 Stunden wieder in Freiheit. Der Stürmer vom griechischen Meister Olympiakos Piräus war im Urlaub in seiner Heimatstadt Ciudad Victoria worden und konnte anschließend fliehen. Die Details seiner Flucht sind dabei noch spektakulärer als seine ohnehin schon verrückte Entführung.

Als der 25-Jährige am Samstagabend mit seiner Freundin eine Party verließ, war sein Auto von einigen Fahrzeugen eingeparkt. Anschließend wurde er von mehreren maskierten Männern mit vorgehaltener Waffe entführt. Seine Freundin wurde alleine zurück gelassen und Pulidos Familie erreichte eine Lösegeldforderung. Bevor diese aber ankam, konnte Pulido sich schon selbst befreien.

Laut BBC erklärte Ismael Quintanilla, Staatsanwalt des Bundesstaates Tamaulipas, dass Pulido mit einem seiner Entführer kämpfte und diesen überwältigen konnte. Dabei klaute er ihm die Pistole und das Mobiltelefon, mit dem er den Notruf wählte. Laut dem offiziellen Bericht über die Notrufe, der der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) vorliegt, soll der Fußballprofi während seiner Anrufe immer noch seinem Entführer gedroht und sich mit ihm geschlagen haben. In einem weiteren Anruf erklärte er der Polizei dann, dass zahlreiche Beamte mit gezückten Waffen schon vor dem Haus stehen würden und beschrieb seine Klamotten, damit sie ihn nicht für einen der Kidnapper halten würden.

Laut einem Bericht der AP wies die Polizei Pulido sogar an, mit der Waffe zu schießen, damit die Beamten vor dem Haus wissen, wo er sich befinden würde. Pulido erklärte den Polizisten am Telefon, dass dies jedoch nicht gehe, da sich keine Kugeln in dem Revolver befinden würden. Bei seiner Flucht aus dem Haus schnitt sich Pulido dann seine Hand an einem Fenster auf und wurde zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht.

Mexikanische Behörden und sein Verein Olympiakos erklärten nun, dass der 25-Jährige gesund und sicher wieder bei seiner Familie sei. Im Staat Tamaulipas im Nordosten Mexikos kommt es immer wieder zu Entführungen und die Region zählt wegen Kämpfen zwischen Drogenkartellen zu den gefährlichsten des Landes. Die filmreife Flucht von Pulido ist trotzdem eine ganz eigene Geschichte…