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Das iTunes fürs Lecken ist da und wir haben es für euch ausprobiert

Mit dieser neuen App kann jeder Cunnilingus üben und die eigenen Höchstleistungen hochladen – damit alle sie genießen können.

von Samantha Cole
13 März 2017, 12:59pm

Die Webcam-Plattform CamSoda liefert der Sexindustrie zuverlässig technische Innovationen, von denen die Menschheit noch gar nicht wusste, dass sie sie braucht: Das Portal, das seine Kunden bereits mit simulierten Blowjobs und Geruchskino für Pornos beglückte, hat nun seine jüngste Erfindung, O-Cast, vorgestellt. Eine App mit der jeder auf dem Bildschirm seines SmartphonesCunnilingus simulieren kann. Bei Interesse können die Daten der eigenen Leck-Leistung auch an das Sexspielzeug einer anderen Nutzerin übermittelt werden, das dann entsprechend reagiert.

So funktioniert das virtuelle Lippenbekenntnis: Bedient wird die App, in dem der User am Display seines Smartphones herumfummelt oder idealerweise herumleckt. Anschließend können die Ergebnisse auf die CamSoda-Webseite hochgeladen werden, wo sie in einer Datenbank landen. Andere Nutzer können dort die Aufzeichnungen durchstöbern und ihren Favoriten auswählen und an einen mit dem Internet verbundenen Vibrator übermitteln. Die Entwickler haben verschiedene Anwendungsszenarien im Kopf: Sie beschreiben O-Cast als weitere Möglichkeit mit Cam-Models zu interagieren, als Spielzeug für Paare oder für Frauen, die einfach mal was Neues ausprobieren wollen.

Auch wenn die App Cunnilingus simuliert, ist Lecken nicht zwingend notwendig. Die App kann ebenso gut mit dem Finger oder per Browser am Desktop-Computer gesteuert werden kann, wie CamSoda-Vizepräsident Darren Press mir am Telefon erklärte. Eine gute Nachricht für alle, die keine Lust darauf haben, auf ihrem Smartphone herumzuschlecken.

Image: CamSoda

Ich wollte für meinen Test jedoch die volle und authentische User-Experience. Also schlich ich mich auf die Firmentoilette und verpasste meinem Smartphone erst einmal eine ordentliche Abreibung mit Desinfektionsmittel. Für den Test verdrückte ich mich schließlich in die Privatsphäre einer Toilettenkabine.

Mit der Aufforderung „Gib ihr den besten Orgasmus ihres Lebens" – die Messlatte lag hoch. Obwohl mein Phone stark nach Desinfektionsmittel schmeckte, stellte ich mich der Herausforderung. Doch ich merke schnell, dass es ganz schön schwierig ist, die Zunge überhaupt auf dem Bildschirm zu halten und einen berührungsempfindlichen Punkt hin und her zu bewegen. Nach einiger Zeit muss ich geschlagen geben und nehme die restlichen Bewegungen mit dem Finger auf.

Nachdem ich mein Meisterwerk abgeschlossen habe, brauche ich ihm nur noch einen Namen geben, ein Bild hinzufügen und die Aufzeichnung hochladen. Momentan stehen in der Datenbank so einladenden Namen wie Mushroom Cloud oder Volcano NoNo zur Auswahl. Bis zum 31. März werden die Aufnahmen bei CamSoda noch kostenfrei verfügbar sein, ab dem 1. April wird jeder Download 0,99 US-Dollar kosten.

Fazit: Mir persönlich wären Verbesserungen in der weltweiten Gesundheitsversorgung von Frauen und eine gleichberechtigte Darstellung meines Geschlechts in den Medien lieber als ein angesabbertes Smartphone auf der Damentoilette. Dennoch: Nachdem es CamSoda schon ein iTunes für Blowjobs auf den Markt gebracht hat, gibt es mit dieser App jetzt auch eine Oralsex-Simulation für Frauen. Und das ist dann wohl irgendwie, so etwas wie ein Schritt in Richtung Gleichberechtigung.

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