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der harte weg zum ersten kampf

​Wie ein MMA-Kämpfer mit Down-Syndrom um das Recht zu kämpfen rang

Garrett „G-Money" Holeve ist MMA-Kämpfer und hat das Down-Syndrom. Wegen seines Handicaps darf er nicht kämpfen. 125.000 Menschen unterzeichneten eine Petition, damit er Gerechtigkeit und seinen ersten Kampf bekommt.
14.10.15
Screenshot Youtube

Garret Holeve hat das Down-Syndrom. Wenn er kämpft, nennt er sich G-Money und sein Handicap rückt in den Hintergrund. Der Mixed Martial Arts-Kämpfer (MMA) wurde im brasilianischen Jiu-Jitsu ausgebildet, bis ihm aus Sorge über seinen gesundheitlichen Zustand Kämpfe unter Wettbewerbsbedingungen untersagt wurden. Aber Garrett will nichts anderes: „Ich bin ein Kämpfer, das ist was ich bin!"

MMA ist eine umstittene Sportart. Die Befürworter des Kampfsports heben die verschiedenen Techniken und die Vielseitigkeit der Athleten hervor. Gegner sprechen von sinnloser und ausufernder Gewalt. Doch Garrett liebt diesen Sport und kann auf die volle Unterstützung seiner Eltern zählen. Er will seine Gegner im Kampf schlagen, doch Fairness steht für ihn ganz oben. Genau wie auch Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Die Behörden seines Heimatstaats Florida aber erachteten Kämpfe von ihm als ein Gesundheitsrisiko.

G-Money will aber beweisen, wozu „behinderte" Sportler fähig sind. Er kämpft dafür kämpfen zu dürfen. „Garrett hat das gleiche Recht wie alle anderen Menschen auch. Es macht keinen Unterschied, ob er das Down-Syndrom hat—er ist ein Kämpfer", erklärt Mark Priceman von der „National Down Syndrom Society". Auch andere Menschen setzen sich für Garrett ein. Nach dem Verlust seiner Lizenz im Jahr 2013 unterzeichneten für ihn 125.000 Amerikaner eine Petition, um ihn wieder für Kämpfe zuzulassen.

Nachdem der Staat Florida abermals einen Kampf gegen David Steffan, der mit zerebraler Lähmung leben muss, nicht erlaubte, suchte Garret in anderen amerikanischen Bundesstaaten nach einem Veranstalter. Schließlich fand er einen Promoter in Missouri, der den weltweit ersten MMA-Kampf zwischen zwei gehandikapten Kämpfern veranstaltete.

Der englische Guardian veröffentlichte nun einen 15-minütigen Dokumentarfilm, der Garrett „G-Money" Holeve auf dem harten Weg bis zu seinem ersten Kampf begleitete.