Auch bei VICE: Die Cannabis-Queen von Beverly Hills

In der Wohnung merkt man zuerst nichts von dem süßlichen Duft. Erst als Günther die Tür zu einer 6-Quadratmeter-Kammer öffnet, ändert sich das. Ein kastenförmiges Grow-Zelt, etwas größer als eine Telefonzelle, füllt ein Drittel des Raumes. Man könnte darin Tomaten und Gurken ziehen – oder so wie hier Gras der Sorten "Jack Herer", "Bona Dea" und "Critical Mass". Über den Dielenboden laufen Bewässerungsschläuche zwischen Kartons mit Fläschchen, und in Kopfhöhe die Rohre der surrenden Belüftungsanlage. In einer Zimmerecke glitzert eine verirrte Discokugel. Daneben hängt eine Grußkarte mit einem Zitat des Comedians George Carlin: "That's all you need in life, a little place for your stuff."
Auch deutsche Hersteller bieten solche Grow-Zelte an, natürlich ohne dass auf ihren Websites ein einziges Mal das Wort "Cannabis" fällt
Die gelbliche Färbung der Blätter weist darauf hin, dass die Pflanzen reif für die Ernte sind
Hanf-Pflanzen sind wie nützliche Haustiere
Jedes Kraut neben den Hanfpflanzen dient einem bestimmten Zweck – genauso wie die Bewohner der Wurmfarm
Die Sensorgesteuerte Belüftungsanlage filtert verdächtigen Gerüche
Günther hängt die Ernte zum Trocknen auf
In mehreren Etagen machen Würmer hier aus organischen Abfällen Kompost für die Hanf-Pflanzen
Paranoia und unangenehme Besuche beim Zoll
Die Verkabelung der Anlage hat sich Günther mit Online-Tutorials beigebracht
Die Milchige Färbung der Trichome zeigt im Mikroskop den Reifegrad der Pflanzen. Mit einer aufgesteckten Infrarot-Kamera misst Günther die Temperatur der Blätter
