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Ein Mitarbeiter von Christian Höbart schimpft über "Kanackenkinder" und "Eselfickerkulturen"

"Ja, ich bekenne mich dazu, ungezogene Kanackenkinder ausgrenzen zu wollen."
26 August 2016, 10:35am

Update: Wie DerStandard berichtet, hat die FPÖ angekündigt, den Dienstvertrag mit dem parlamentarischen Mitarbeiter von Christian Höbart mit Ende März aufzulösen.

Christian Höbart, Nationalratsabgeordneter der FPÖ, fiel in der Vergangenheit bereits auf, weil er demonstrierende Asylwerber in Traiskirchen auf Facebook als "Erd- und Höhlenmenschen" bezeichnete. Auf Facebook postete er außerdem ein Video von Flüchtlingen in einem Boot mit dem Begleittext "Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön". Die Bundes-FPÖ stellte sich nach dem "Höhlenmenschen"-Sager übrigens hinter Höbart.

Das genaue Posting damals lautete: "Kann keinen Grund geben für diese Gesellen! Denen geht es im Vergleich zum Herkunftsland bei uns BESTENS! Skandalöserweise wissen es diese ganzen 'Erd- und Höhlenmenschen' nicht zu schätzen, dass sie hier bestes Essen, neue Kleidung und sonstigen Firlefanz bekommen! Eine Frechheit sondergleichen!!!"

Nicht zu abwegig also, dass sein parlamentarischer Mitarbeiter—und zumindest ehemaliges Mitglied der Identitären—nicht sehr viel von anderen Kulturen hält. Wie Recherche Wien herausgefunden hat, schimpft dieser auf Facebook gelegentlich über diesen "Scheiß von Gleichheit" der Kulturen sowie "antirassistische Bildungsarbeit" und bekennt sich dazu, "ungezogene Kanackenkinder" ausgrenzen zu wollen, um ihre "primitiven Eselfickerkulturen dahin zu verbannen, wo sie geläufig sind". In einem anderen Kommentar schreibt er, österreichische Corps würden keine "Neger" aufnehmen.

Was Höbart von den Aussagen seines Mitarbeiters hält, ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels noch unklar. Trotz mehrmaliger Anfrage war Höbart heute nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Sollte diese noch nachgereicht werden, ergänzen wir sie an dieser Stelle.

Update: Christian Höbart sagt, diese Postings wären untragbar und Konsequenzen seien dann unerlässlich, wenn er ein genaues Datum und Links der Postings vor sich liegen habe. Weil er in der Vergangenheit schon öfters Screenshots irgendwo gesehen habe, die sich als Fakes herausgestellt hätten.

Hanna auf Twitter: @HHumorlos