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Pizza

Londoner Luxusapartments sind mit einem Pizzalift ausgestattet

Mehrere Wohnungen eines neuen Bauprojekts wurden bereits für bis zu 5,5 Millionen Pfund verkauft—dank eines kleinen Lifts, der dem neuen Besitzer seine Pizza direkt ins Schlafzimmer liefern wird.
9.10.15

Ein privates Fitnesscenter mit Basketball-Courts und eigenen Masseuren. Luxus-Entertainment-Systeme. Exotische Steinoberflächen. Das sind einige der Dinge, die sie sich die reichsten 1 Prozent erwarten, wenn sie mehrere Millionen für ein Luxusapartment ausgeben. Apartments in London—wo 2014 mehr als 1.600 Immobilien für mehr als fünf Millionen Dollar (ca. 4,4 Millionen Euro) verkauft wurden—bilden hier keine Ausnahme. Die britische Hauptstadt hat sogar New York als erste Wahl der Reichen überholt.

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Mehrere Wohnungen eines neuen Bauprojekts in London auf der berühmten Straße The Strand in unmittelbarer Nähe zur Themse bieten einen neuen Anreiz für zukünftige Besitzer: einen Pizzalift. Erinnert irgendwie auch an früher, als Wohnungen noch mit Speiseaufzügen ausgestattet waren. Wie dem auch sei, dank dieses kleinen Lifts, der Pizza direkt ins Schlafzimmer der neuen Besitzer liefert, wurden bereits mehrere Wohnungen des Bauprojekts zu Spitzenpreisen verkauft—wir sprechen hier von 5,5 Millionen Pfund (mehr als 7,4 Millionen Euro).

Die Apartments gehen weg wie warme Semmeln, obwohl der Londoner Immobilienmarkt einen Rückgang verzeichnete, nachdem im Dezember letzten Jahres eine Steuererhöhung eingeführt worden war.

Vier Apartments im luxuriösen Gatti House enthalten einen solchen Lift, der direkt vom Restaurant nebenan in das Hauptschlafzimmer führt. Stellt euch das mal vor. Ihr nehmt das Telefon in die Hand, gebt eure Bestellung auf und voilà: wenige Minuten später ist die Pizza-Pyjama-Party in vollem Gange. Die noblen Hauseigentümer müssen nicht mal mehr aus dem Bett aufstehen und die Tür aufmachen. Der Bauträger sagte zu The Guardian, dass die Käufer alle zwischen 30 und 50 Jahren alt sind und entweder in der Finanzbranche arbeiten oder Investoren aus dem Ausland sind.

Das Gebäude war ehemals ein Restaurant, das zum Adelphie Theatre gehörte. Die Minilifts wurden damals verwendet, um Persönlichkeiten wie Oscar Wilde, Sarah Bernhardt oder Noel Coward ihr privates Abendessen zu zukommen zu lassen. Das Gebäude wurde renoviert und mit allem möglichen Luxusschnickschnack ausgestattet.

Tracy Kellett, eine Immobilienmaklerin, die Kunden aus dem Luxussegment bedient, sagte, sie sei ein bisschen überrascht gewesen, dass der Pizzalift so gut ankam. Klar, sagt sie, solche „Lifestyle- Extras sind für viel beschäftigte Milliardäre auf jeden Fall ein Plus." Trotzdem hatte sie erwartet, dass ein „Fitnesscenter, Portiers, Parkplätze weiter oben auf der Liste der ‚Schön zu haben'-Dinge stehen würden als eine noble Version von Dominos auf Abruf."

Bodenheizung? So passé. Kühlschrank von Sub-Zero? Wie langweilig. Pizza im Bett? Nur her damit. Scheiß auf die 7 Millionen.