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Noisey Blog

Tipps, wie du beim Drogennehmen nicht abkackst

Wir haben das Buch 'Risikoarmer Drogengebrauch' studiert, damit du es nicht tun musst.

von Nina Vedova
22 September 2017, 9:35am

Foto: Flickr | tanjila ahmed | CC BY 2.0

Alles ist ein Gift, doch die Dosierung macht es aus, dies wurde schon vor langer Zeit erkannt. Schon unserer Vorvorvorfahren haben irgendwann mal herausgefunden, dass Alkohol oder Opium in kleinen Mengen entspannend und betäubend wirken, aber exzessiver Konsum tödlich enden kann. Mittlerweile sind wir zu einer Gesellschaft geworden, für die das Konsumieren ganz normal ist. Dies fängt bei ganz alltäglichen Dingen wie Einkaufen an, geht über Instagram-Posts und endet beim Konsum von Genussmitteln. Für die einen sind es ein Stück Schokolade am Cheatday, für andere der Kaffee am Morgen und für eine beachtenswerte Bevölkerungsgruppe ist es eben MDMA am Wochenende. Jeder soll konsumieren was er möchte – ausser Heroin, Crack oder Reality-TV-Sendungen, die machen dich kaputt im Kopf. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn du für eine gelungene Partynacht in einem Club mit einem offenen Publikum eine Pille schmeisst oder etwas ausprobieren möchtest, juckt das grundsätzlich keinen.

Doch die grosse Kunst des Konsumierens soll gelernt sein, denn das dosieren von MDMA ist mehr, als sich einfach eine Pille zu schmeissen. Wir haben es wohl alle schon mal miterlebt – am eigenen Leib oder live und in Farbe – dass jemand abkackt, weil die Person es übertrieben hat. So solltest du – auch wenn wir wissen, dass die Fuck-The-Rules-Mentalität in Mode ist – einige Sachen beim Konsumieren beachten. Alex Bücheli hat die Problematik des Abkackens erkannt und ein Buch dazu geschrieben. Der Titel Risikoarmer Drogengebrauch beschreibt den Inhalt – auch wenn sehr sachlich – ziemlich genau: Es geht darum, das Risiko deines Konsums möglichst gering zu halten. Das Ganze ist an und für sich eine coole Sache, da du in diesem Buch erfährst, was du machen musst, damit dein Trip nicht in einem Horrorszenario endet. Doch wir wissen, dass du jetzt nicht in den nächsten Buchstore-Rennst, dir dieses Buch kaufst und die 71 Seiten fein säuberlich studierst. Darum haben wir das Essentielle rausgefiltert und aufgelistet. Auch wenn dir dein Körper egal ist und du alles einschemisst, was du findest, solltest die folgenden 16 Tipps beachten, um nicht völlig abzukacken.

  1. Bereite eine Partynacht gut vor und konsumiere nur dann psychoaktive Substanzen, wenn es dir körperlich und psychisch gut geht.
  2. Kaufe dein Zeug nur bei vertrauensvollen Dealern.
  3. Überleg dir, ob die Droge, die du konsumieren möchtest, zu dem Ort passt, an dem du sie konsumieren willst. Check das Setting zuerst kurz nüchtern ab.
  4. Nutze wenn möglich Drug-Checking-Angebote.
  5. Konsumiere nicht allein und achte auf deine Freundinnen und Freunde. Lass Freunde, die abkacken, nicht alleine und trau dich, wenn die Sache ernst wird, auch medizinische Hilfe zu rufen.
  6. Beim ersten Konsum solltest du eine kleinere Menge als empfohlen nehmen. Die Substanzen wirken bei jeder Person unterschiedlich und setzen auch unterschiedlich spät ein.
  7. Passe die Dosis an dein Alter, Gewicht und Geschlecht an. Es gilt: Je niedriger das Körpergewicht, desto niedriger die Dosis.
  8. Mische wenn möglich keine Substanzen. Durch Mischkonsum kann die Wirkung einer Droge verstärkt – oder aber auch geschwächt werden. Falls dir trotzdem eine Substanz nicht reicht, wäre es empfehlenswert, wenn du folgendes beachtest: Du solltest mit beiden Substanzen, die du zusammen konsumierst, Erfahrungen haben und Mischen sollte nicht zur Normalität werden.
  9. Iss zwei bis drei Stunden vor dem Konsum etwas, damit du für deinen Rausch gestärkt bist und der Magen nicht mehr mit Verdauen beschäftigt ist.
  10. Drogenkonsum erhöht deine Körpertemperatur – darum solltest du ab und zu Pausen an der frischen Luft machen oder deinen Körper mit einer ordentlichen Katzenwäsche abkühlen. Kopfbedeckung staut Wärme, ist also eher suboptimal. Zieh dir im Winter was Warmes an, da durch den Konsum deine Kälteempfindlichkeit eingeschränkt ist.
  11. Lass den Alkohol sein. Trink zwischen drei bis fünf Deziliter Wasser pro Stunde, bei sehr hohen Temperaturen sollte es mehr sein. Es wäre auch sinnvoll, wenn du während der Wirkung ab und zu einen kleinen Happen isst. Geeignet sind Schokolade, Proteinriegel, Hanf-Rigele, Bananen, Trauben, Äpfel, Birnen und Melonen.
  12. Jetzt wird's kompliziert: Trink auch nicht zu viel Wasser. Dein Urin wirds sonst Natrium verlieren und dies kann zu Hyponatriämie (Verminderte Konzentration von Natrium im Blut) führen, was Kopfschmerzen, Unruhe, Übelkeit, Müdigkeit und im schlimmsten Fall zu Hirnödem (Schwellung des Gehirns) und epileptischen Anfällen auslöst.
  13. Nachdosieren: Erst nach zwei Stunden. Die zweite Dosis sollte niedriger als die erste Dosis ausfallen.
  14. Don't Drug and Drive – sollte selbstverständlich sein.
  15. Schlafe deinen Rausch ordentlich aus und iss was Gesundes mit genügend Fett und Protein am Tag darauf. Essen fördert die Regeneration, dabei solltest du auf deinen Körper hören, was er essen möchte. Kräutertees und Spaziergänge können Wunder bewirken.
  16. Hör auf deinen Körper!

Falls du dir das Buch trotzdem kaufen möchtest, kannst du es dir hier bestellen.



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