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Mit dieser Version des Hütchenspiels könnt ihr alle eure Freunde beeindrucken

Die Psychologie der verborgenen Uhr.
3.6.16
Bild: Shutterstock

Bei Terasabos handelt es sich um eine Version des berüchtigten Hütchenspiels, in der es darum geht, ein Objekt unter einem von fünf Bechern zu identifizieren. Mit einem magischen Trick könnt ihr hier eure Freunde noch mehr beeindrucken als mit einer unhaltbaren Gewinnersträhne bei Schnick Schnack Schnuck. Er gilt als Beispiel der perfekten psychologischen Manipulation. Ihr bittet den Spieler darum, seine Uhr unter einem der fünf Becher zu verstecken, während sich der „Magier" umdreht und mit dem Rücken zum Spielaufbau stellt.

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Nun geht es darum herauszufinden, unter welchem Becher sich das gute Stück befindet. Wie ein Video von Practical Psychology nun zeigt, ist der Weg zum Sieg jedoch kein geheimnisvoller Zaubertrick, sondern eigentlich nur eine gesunde Dosis Psychologie und Menschenkenntnis.

Mit einem kleinen Kniff lassen sich die äußeren beiden Becher, also Nummer 1 und 5, von vornherein bereits ausschließen und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Während du dem Uhrenbesitzer das Spiel erklärst, berührst du die beiden äußeren Becher. Das allein schon führt dazu, dass diese Orte nicht als geeignetes Versteck ausgewählt werden.

Ebenso ist das Versteck unter Nummer 3 eine der unwahrscheinlicheren Varianten, ganz einfach aus dem Grund, weil sich dieser Becher genau in der Mitte befindet. Interessanterweise ist eine Entscheidung für den mittleren Becher statistisch gesehen extrem unüblich.

Bleiben also noch die beiden Becher 2 und 4 und auch hier gibt es eine psychologische Richtlinie: Die Person wählt wahrscheinlich die verbleibende Option aus, deren Position am weitesten von dir selbst, also dem Spielleiter, entfernt ist. Stehst du eher am linken Ende der Becherreihe, dann liegt die Uhr mit einer 40-prozentigen Chance unter Becher Nummer 4.

Der erste Becher, den du also aufdecken solltest, ist Nummer 4. Nun besteht natürlich immer noch die Möglichkeit, dass du trotz aller psychologischen Kniffe daneben gegriffen hast und sich unter dem Becher nichts als Luft befindet. Was tun in solch einem Fall? Ganz einfach: Du ziehst den Gaul von hinten auf.

Du sagst: „Genau, hier ist sie nicht!". Nun geht es darum, als erstes die beiden äußeren Becher zu lüften, denn hier wird sich die Uhr sicher nicht befinden. Stehen nur noch zwei Becher auf dem Tisch, die Nummern 2 und 3, ist es ratsam zuerst die eher unwahrscheinlichere Variante, nämlich Nummer 3, mit einem beherzten „Der Moment der Wahrheit!" aufzudecken.

Nun bist du also fein raus. Ist die Uhr erstaunlicherweise unter 3, dann hat nach deiner Ankündigung eh jeder damit gerechnet. Befindet sie sich auf Position Nummer 2, ebenfalls. Denn dein Spruch lässt sich locker auf beide Situationen anwenden.

Probiert's aus, ihr Magier!