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Erektionshilfe

Norwegens geliebter "Trollschwanz" steht wieder

Der berühmte Felsen wurde vor Kurzem von Vandalen kaputt gemacht. Dank einer Crowdfunding-Kampagne ist nun aber alles wieder im Lot.

von Allie Conti
10 Juli 2017, 11:04am

Foto: TORSTEIN BOE/AFP/Getty Images

Am 24. Juni machten Jogger in der norwegischen Kommune Eigersund eine schreckliche Entdeckung: Eine geliebte Steinformation, die aufgrund ihrer recht eindeutigen Form den Spitznamen "Trollpikken" trägt, lag schlaff und abgebrochen auf dem Boden. Er hatten sich wohl Vandalen am Trollgemächt zu schaffen gemacht.

Nach dem Fund meldete sich ein Bauunternehmer namens Sverre Garpestad bei einem örtlichen TV-Sender und behauptete, dass seine Firma das "nötige Viagra" hätte, um den Felsen mit einem Helikopter wieder an der richtigen Stelle anzubringen. Er ging sogar so weit und sagte, sein Team könne das ganze Unterfangen in gut einer Stunde erledigen. Anschließend rief man eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben, falls jemand die Aktion finanziell unterstützen wolle.

"Wir werden Vandalismus nicht einfach so hinnehmen. Unser Felsen wird wieder stehen", heißt es auf der dazugehörigen Website.

Bis dato sind dank mehr als 1.200 Spendern 227.643 norwegische Kronen zusammengekommen, das sind knapp 24.000 Euro. Das Ziel von 200.000 Kronen wurde also locker erreicht. Mit den nötigen finanziellen Mitteln begann das Bauteam vergangene Woche, den Penisfelsen wieder anzubringen. Dafür nötig waren zehn Meter hohe Baugerüste, Eisenstangen, Kleber und Zement. Zwar dauerte die Auferstehung 35 mal länger, als Garpestad behauptet hatte, aber letztendlich befand sich der Steinphallus vergangen Freitag wieder am ursprünglichen Ort. Das ganze Unterfangen wurde übrigens auf Video festgehalten, falls du die langsamste Erektion der Welt sehen willst und eineinhalb Tage Zeit hast:

Einziger Wermutstropfen: Der Beton braucht noch mindestens eine Woche, bis er vollständigen ausgehärtet ist. Erst dann können Touristen den Trollschwanz wieder in seiner vollen Pracht bestaunen. Zum Glück wartet Norwegen in der Zwischenzeit noch mit anderen besonderen Felsformationen auf wie der "Trollzunge" oder dem "Predigtstuhl".

Die Behörden fanden derweilen weiterhin nach den Leuten, die den Trollpenis abgebrochen haben. Laut Associated Press droht den Übeltätern bis zu ein Jahr Haft wegen Umweltkriminalität. Tja, mit einem Trollpenis sollte man sich besser nicht anlegen.

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