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Gesundheit

Der Bulletproof Coffee-Typ will jetzt, dass wir öliges Wasser trinken

Dave Asprey, der Gesundheitsguru, der uns dazu gebracht hat, dass wir Butter in unserem Kaffee auflösten in der Hoffnung, unsere Konzentration und unsere Energie zu verbessern, dreht uns jetzt ein weiteres ungewöhnliches Getränk an: eine Mischung aus...
Phoebe Hurst
London, GB
24 Juli 2015, 4:20pm

Es ist nicht soo schwierig, das Konzept von Hydration zu verstehen. Trink deine acht Gläser Wasser pro Tag und ein bisschen mehr, wenn es draußen heiß ist oder du Sport machst. Wenn Warzenschweine diesem grundlegenden Überlebensinstinkt nachkommen, dann gibt es eigentlich keinen Grund, warum wir uns allzu sehr den Kopf darüber zerbrechen sollten.

Aber trotzdem neigen wir Menschen dazu, zu viel über unsere Flüssigkeitszufuhr nachzudenken. Vitamindrinks, Elektrolyt-Limo, Kräutertees, koffeinhaltiges Ahornwasser, Mandelmilch, Kokoswasser

ARTIKEL: Bulletproof Coffee ist nichts für Zartbesaitete

Das neueste unter den besonders hydrierenden Getränken kommt wieder einmal von Dave Asprey, dem amerikanischen Gesundheitsguru und selbsternannten „Biohacker", der uns schon dazu brachte, Butter im Kaffee schmelzen zu lassen in der Hoffnung, bald ein elitärer Sodukomeister/Ultraläufer zu werden.

Der Name seiner flüssigen Erfindung? FATwater.

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FATwater-Flaschen. Foto von Bulletproof.

Das Getränk basiert ebenfalls auf der Kombination von Öl und Wasser und enthält patentierte Kokosöl-Nanopartikel, die Asprey schon für seinen Bulletproof Coffee verwendete und die dem Körper helfen sollen, das Wasser zu absorbieren und so besser zu hydrieren. Es verspricht ein „cleane Energie" durch das Fett anstatt Zucker, der bei vielen anderen Energy-Drinks auf der Zutatenliste steht.

„Dein Körper mag Bulletproof XCT-Öl lieber als Wasser, weil es Energie spendet. Wenn sie kombiniert werden, nimmt der Körper das Wasser schneller auf als sonst", sagte Asprey der Website BeverageDaily.com. Erhöhte Hydration durch die Kombination von Öl und Wasser war auch schon das Prinzip hinter Bulletproof Coffee, das Asprey auf einer Tibetreise kennenlernte, wo ihm Yak-Tee mit Butter serviert wurde.

Die Gesundheitsvorteile von Butter in koffeinhaltigen Getränken werden schon seit dem Hype um Bulletproof Coffee infrage gestellt. Gizmodo merkte beispielsweise an, dass man mit zwei Esslöffeln Butter und einem Esslöffel des speziellen Öls von Asprey im morgendlichen Kaffee bereits 140 Prozent der empfohlenen Menge an gesättigtem Fett zu sich genommen hat, ohne Essen nur angeschaut zu haben. Trotzdem beharrt er darauf, dass das Fett im FATwater schnell zu Energie umgewandelt wird.

ARTIKEL: Überall machen Biohacker aus Essen eine Wissenschaft

Gesundheitsvorteile mal beiseite, wie schmeckt denn das Zeug eigentlich? Laut der Huffington Post sagt Asprey, dass FATwater „nicht cremig sein soll" wie Bulletproof Coffee, sondern „perlmuttartig" (?) und „es fühlt sich auf der Zunge nasser an".

Nass auf der Zunge. Also wie Wasser?

Ja. FATwater ist außerdem vegan, Paelo, glutenfrei, nicht genmanipuliert und enthält weniger als 30 Kalorien.

Komisch, erinnert mich irgendwie an ein anderes Getränk. Nur, dass dieses nicht 27 Euro kostet.