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"Haben sie es mit Meditation versucht?" – Wie Ärzte Frauen diskriminieren

"Als ich vor Schmerzen anfing zu weinen, fragte er mich nur: 'Ist zu Hause alles in Ordnung?'"

von Emalie Marthe
25 Februar 2017, 12:45pm

Nicht nur Ärztinnen und Krankenschwestern leiden unter dem sexistischen Umgang mit Frauen in medizinischen Berufen. Auch Patientinnen müssen immer wieder am eigenen Leib erfahren, dass ihre Beschwerden aufgrund ihres Geschlechts nicht ernst genommen oder vollkommen falsch eingeschätzt werden.

"Was Schmerzen betrifft, werden Frauen leider weniger ernst genommen als Männer", erklärt Dr. Jennifer Wider, eine bekannte US-amerikanische Expertin für Frauengesundheit und Pressesprecherin der Society for Women's Health Research, gegenüber Broadly. "Studien haben gezeigt, dass Ärzte – unabhängig von ihrem eigenen Geschlecht – dazu neigen, Patientinnen unterzubehandeln und ihnen erst deutlich später Medikamente zu verabreichen." Eine Studie, die 2001 im  Journal of Law, Medicine & Ethics erschien, hat darüber hinaus auch gezeigt, dass Ärzte fälschlicherweise davon ausgehen, dass Frauen "von Natur aus mehr Schmerzen ertragen" und über bessere Bewältigungsmechanismen verfügen, weil sie ja schließlich auch Kinder zur Welt bringen. 

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