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Wir waren in der Oper

Irgendwie hat Peaches manchmal etwas Mütterliches.
29.10.10

Irgendwie hat Peaches manchmal etwas mütterliches. Sie ist ein bisschen klein, manchmal ein bisschen hilflos und irgendwie fühlt man sich geborgen wenn man sie sieht. Und dann hat sie plötzlich einen goldenen Overall mit eingebautem Dildo an und macht mit einem  zwei Meter großem, nackten transexuellen Übermenschen auf der Bühne rum. Und alles was du denken kannst ist: Mama, jetzt reiß dich doch mal zusammen!

Gestern mittag hat Peaches bei uns im Büro angerufen und uns gebeten, jemanden  zur Premiere ihrer Oper zu schicken. Klar. Sind wir natürlich hin. Peaches does Herself ist so eine Art Retrospektive ihrer letzten vier Alben und markiert das zehnjährige Jubiläum von The Teaches of Peaches. Obwohl man vielleicht denken könnte, dass man nach zehn Jahren alles gesehen hat, was sie so zu bieten hat, ist es schon ganz nett, dass alles mit dem Mitteln eines echten Theaters verwirklicht zu sehen. Schwebende, tanzende, beleuchtete Vaginas, Tänzer, blutige Kotze und ältere Damen mit Dildos. Es sind mehr als 20 Songs, bei denen sie mit und ohne Band und Tänzern auf der Bühne steht und eine echt gute Figur abgibt. Also Mama, wir haben dich trotzdem lieb!

Heute, morgen und Sonntag gibt es Vorstellungen in der HAU, wenn ihr nicht schon Tickets habt, sieht es vermutlich aber eher schlecht aus. Fast alles ist bereits ausverkauft.

Fotos: Dorothea Tuch