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5x16bars für den splash!-Song-Contest 2013

Es wurden Unmengen von 16 Bars gekickt, alle in der Hoffnung auf ein Feature mit Mac Miller, Casper und Ahzumjot. Diesen 5 Rappern/innen haben wir genauer in Maul geschaut...
5.7.13

Knapp 250 Rapper haben bis dato am splash!-Song-Contest teilgenommen, d.h. sie haben ihre 16 Zeilen, die bei Gewinn auf dem splash!-Song 2013 neben Mac Miller, Casper und Ahzumjot erscheinen sollen, auf den bereitgestellten Beat gerappt und eingeschickt. Einige Beiträge kommen von völligen Anfängern und wurden ganz unbedarft mit dem Headset aufgenommen, bei anderen merkt man, dass sowohl mehr Technik als auch Herzblut dahinter stecken.

Mit beinahe noch mehr Eifer wurden die Beiträge gehört und geliked, sodass sich inzwischen deutliche Favoriten herauskristallisiert haben. Aus dem ganzen Wust haben wir fünf interessante Teilnehmer gepickt, um sie euch vorzustellen. Den Sieger letztlich bestimmt eine Jury bestehend aus Casper, Ahzumjot und einem splash-Booking-Mitglied. Bis dahin: Bild dir deine Meinung.

Milky Himself (2.500) „I got two nuts to give, so how dat taste, bitch“

Milky Himself ist mit 2500 Likes der Favorit der Facebook-User. (Hier könnt ihr seinen Beitrag hören.) Mit seinen energischen 16 Zeilen in authentischem Englisch hält er eine Lobeshymne auf sich selbst. Er flowt sauber durch, was uns ihm glauben lässt, dass er das so ziemlich jeden Tag macht. Mit drei Videos hat der Rapper aus Münster über seine Reverbnation.de-Seite bereits versucht, auf sich aufmerksam zu machen. Die großen Auftritte blieben bisher aus. Das angepriesene 90s Feeling kommt mit dem BET-Cypher-Video (siehe unten) bei mir an, ist beim Clubhit „Blow it up“ aber schon wieder weg. In die Combo des geplanten Splash-Songs passt er gut rein, weil: ähnliche Flows, Stimme und Thematik—die eigenen Eier.

Afu-Ra (30) „media and propaganda causing insanity // the men hypnotized by vanity“

Etwas kurios ist der Beitrag des New Yorker-Rappers Afu-Ra, der einigen zumindest durch seine Platte Body of the Life-Force ein Begriff sein sollte. Was hat er uns hier zu sagen? Er schimpft über den Werteverfall im Musikgeschäft und der Welt generell und beklagt, dass all seine Worte keine Veränderung herbeiführen. Sein neues Album Body of the Life-Force 2 ging an den meisten vorbei, verfolgt aber auch nicht den weltverbessernden Ansatz wie dieser Part. Er rappt den ganzen Beat voll bis Rap und Beat plötzlich unerwartet enden. Wegen diesem unästhetischen Ende oder weil es sich zu Sozialkritik so schlecht feiern lässt, gab‘s nur 30 Likes bisher.

Jephza (677) „Statt mich beim VBT zu verlaufen, mach ich ein übergeiles Album, das darfst du dir kaufen“

Wie er es schon in dieser Zeile anklingen lässt, ist Jephza von der WWC (Westerwald Crew) niemand, der mithilfe des Splash-Song-Contests oder der VBT-Plattform und einem anstößigen Video kurzweiligen Ruhm einheimsen will. Sein Album Supertramp bestätigt den Eindruck, dass dieser junge Mann mehr zu sagen hat, als, dass er der Beste ist und alle wegfickt. Dem einen zu melodramatisch, ist Jephza dem andern sicher eine langersehnte Salbe für die Seele. Sein Beitrag zum Contest ist nicht zu weich, gut gerappt und könnte ebenfalls neben den drei Rapgrößen bestehen.

Naya Isso (1400) „ich fahre zum Splash mit nem rosanen Benz // Mama, gib ma' Kohle, ich will losfahren mit der Gang“

Erfreulicherweise haben auch einige Mädchen am Contest teilgenommen. Hier ist eine davon: Naya Isso aus Hamburg. Ihr kennt sie bereits aus ihrem Video, dass sich seit geraumer Zeit wildem Geklicke und Kommentieren erfreut. In diesem besingt sie ausnahmslos alle Rapper der goldenen 90er-Jahre, die sie dem Unterricht und den Büchern gegenüber vorgezogen hat. Dabei flowt sie jedenfalls nicht wie ein kompletter Anfänger. Mit ihrem Beitrag zum Contest hat sie bereits 1200 Likes abgesahnt, kommt aber sowohl inhaltlich als auch technisch nicht gegen ihre Mitstreiter an, geschweige denn gegen ihre Idole.

Mischura (18) „von der Sonne verbrannt und dann vom Regen gekühlt // alles für die Mucke und 'ne Menge Lebensgefühl“

Mischura hat es geschafft, mit seinen Raps das Festival-Feeling zu transportieren. Er macht das mit 'ner Menge Witz und guten Reimen. Auf seinem Free-Download-Album Strandgut (2011) schlägt der Kölner zwar eher ernste Töne an, doch er trifft sie auch. Das Snippet habe ich euch unten angeführt. Es ist zu bezweifeln, dass sein Featurepart gewinnt, obwohl er für einen splash!-Song alles richtig gemacht hat.

Wir dürfen gespannt sein, wen die Jury zum Gewinner kürt und freuen uns mit euch auf den 12.-14.Juli, wenn die Halbinsel Ferropolis und das splash! zum Abfeiern einladen.

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