Held des 28. Spieltags: Aaron Hunt

Das Spiel gegen Hoffenheim war ein echtes Hunt-Spiel: Der Pressing-Oldie traf unter anderem per FIFA-Gedenk-Tor und zeigte, warum er sinnbildlich fürs Aufbäumen des HSV steht.

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10 April 2017, 10:50am

Foto: Imago

Der Dino will einfach nicht aussterben. Am Wochenende siegten die Hamburger mit 2:1 gegen die TSG Hoffenheim. Und der Kampf gegen den Abstieg funktioniert am besten in der eigenen Höhle: Der HSV ist zu Hause seit neun Bundesliga-Spielen ungeschlagen – wohlgemerkt mit sieben Siegen und zwei Unentschieden. Seit über acht Jahren ist das die längste Serie im Volksparkstadion. Einer der hanseatischen Erfolgsgaranten ist Aaron Hunt. Der mittlerweile 30-Jährige hätte in der Winterpause schon fast den HSV verlassen, doch ein Wechsel zerschlug sich. Nun spielt er in der Rückrunde groß auf und sicherte sich peu à peu seine Startelf-Einsätze. Sein Comeback gab er beim Sieg gegen Leverkusen am 19. Spieltag. Damals stand der HSV noch auf dem vorletzten Platz und trumpfte fortan mit Hunt so richtig auf. Der so variable Offensivspieler gehört zum klassischen Typus der HSV-Spieler in den letzten Jahren: Sie kamen mit vielversprechender Vita und aufstrebenden Ambitionen in Hamburg an und mutierten dann zu mittelmäßigen (und überbezahlten) Bundesliga-Kickern. Doch Trainer Markus Gisdol versteht es das Potenzial der Hamburger Mannschaft herauszukitzeln, das zeigt das Beispiel Hunt. „Er ist ein richtig guter Pressing-Spieler. Es heißt immer, es geht nur mit jungen Spielern. Schön zu sehen, dass Hunt da ist", sagte Gisdol nach dem Sieg gegen Hoffenheim. Weil der deutsch-englische Kicker mit vier Toren der beste HSV-Torschütze nach der Winterpause ist und für das Aufbäumen des HSV steht, ist er unser Held des Spieltags.

Held des 27. Spieltags ist Aaron Hunt, weil ...

... er den Freistoß zu seinem ersten Tor selbst herausholte.

... er für den HSV das erste direkte Freistoßtor der Saison schoss. Hunt verwandelte einen direkten Freistoß zuletzt vor über drei Jahren – noch im Bremer Trikot gegen Stuttgart.

... er bei seinem zweiten Treffer ein so schönes FIFA-Gedenk-Tor in den leeren Kasten schob.

... er so effektiv war und seine einzigen beiden Torschüsse im Tor versenkte.

... er seinen siebten Doppelpack in der Bundesliga schnürte.

... es ein echtes Hunt-Spiel gegen Hoffe war: Das Stehaufmännchen wirbelte so agil in der Offensive herum wie zu alten Bremer Zeiten und war an vier der zwölf Hamburger Torschüsse beteiligt.

... der Pressing-Oldie gegen Hoffenheim wieder richtig Bock hatte: Mit 35 Sprints lief die meisten aller Akteure auf dem Platz.

... er endlich verletzungsfrei und gesetzt ist, wenn es zum Derby gegen seinen Ex-Verein Werder Bremen (2001-2014) geht: „Darauf musste ich zweieinhalb Jahre warten." Und er jetzt schon motiviert ist, wie er dem Hamburger Abendblatt verriet: „Ich hoffe, mir passiert nichts, denn auf uns wartet dort ein richtig geiles Spiel."