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GEstank

Die Dartwelt wird gerade durch den Vorwurf eines abscheulichen Furz-Angriffs erschüttert

"Es braucht bestimmt zwei Tage, bis ich den Gestank nicht mehr in meiner Nase habe", sagte der Dartprofi, dessen Gegner ihn während eines Matches mit ekelhaften Darmwinden aus dem Konzept gebracht haben soll.

von Drew Schwartz
21 November 2018, 11:00am

Screenshot aus dem YouTube-Video "Gary Anderson Fart Gate Interview"

Vergangene Woche kam im englischen Wolverhampton die Elite des immer noch unglaublich beliebten Dartsports zusammen. Auf dem Programm stand der Grand Slam of Darts, ein wichtiges internationales Turnier. Der Gewinner würde mit 110.000 Pfund [rund 124.000 Euro] Preisgeld nach Hause gehen. Aus diesem Grund erregte es auch so viel Aufsehen, als einer der Spieler seinen Gegner eines womöglich spielentscheidenden Vergehens bezichtigte: ekelhaft stinkende Fürze.

Gary Anderson besiegte Wesley Harms 10:2 und zog damit ins Viertelfinale des Grand Slams ein. Wie der Guardian berichtet, macht Harms nun einen ekelhaften Gestank auf der Bühne zumindest teilweise für seine Niederlage verantwortlich. Und dieser Geruch soll von seinem Gegner gekommen sein, der während des Matches wohl nicht nur Dartpfeile, sondern auch faulige Stinkbomben losließ.

"Es braucht bestimmt zwei Tage, bis ich den Gestank nicht mehr in meiner Nase habe", sagte Harms gegenüber dem niederländischen TV-Sender RTL7.


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Als Harms Gegner Anderson in einem Interview auf die Vorwürfe angesprochen wurde, drehte er den Spieß um und schob Harms die Schuld in die Schuhe. So soll auch Anderson den unerträglichen Gestank bemerkt haben: "Immer wenn [Harms] an mir vorbeiging, roch es nach faulen Eiern", erzählte er gegenüber RTL7. Der Dartprofi sei sich sicher, dass sein Gegner für diesen Geruch verantwortlich war.

"Du kannst deinen Finger in meinen Arsch stecken, da stinkt nichts", sagte Anderson im Interview. "Ich dachte, er hätte sich eingeschissen. Es stank richtig übel. Als er dann besser spielte, sagte ich mir: 'OK, er musste wohl nur seinen Darm etwas entlüften.'"

Der Stinkskandal hat sich inzwischen zu einem wahren Fäkalfiasko entwickelt, das die britische Medienwelt direkt auf den Namen "Fartgate" taufte. Beide Spieler beharren darauf, beim Spiel nicht geknattert zu haben. Anderson hat für seine Unschuld sogar einen "Beweis": In einem älteren Interview erzählte er, dass bei ihm mal Land mitgekommen sei, als er während eines Matches furzte. Und auch beim RTL7-Interview schlug er in die gleiche Kerbe: "Wenn ich auf der Bühne pupse, scheiße ich mir normalerweise direkt in die Hose. Und wenn ich wirklich so einen Gestank verursacht hätte, wäre ich ehrlich gewesen und hätte mich entschuldigt."

OK, Andersons Version der Geschichte klingt irgendwie überzeugend. Man sagt ja nicht umsonst: Wer's als Erster hat gerochen, dem ist es aus dem Arsch gekrochen. Dennoch scheint da etwas faul zu sein. Wenn er wirklich unschuldig ist, warum beschrieb Anderson die Flatulenzen dann so detailreich? Und warum sollte Harms den Gestank überhaupt ansprechen, wenn es wirklich er war, der während des Matches mehrere Koffer stehen ließ?

Wir können wirklich nicht sagen, welcher der beiden Dartspieler hier die Wahrheit sagt. Wir wissen nur, dass Anderson es zwar bis ins Finale des Grand Slam of Darts schaffte, dort dann aber eine Niederlage einstecken musste. Vielleicht wohlriechendes Karma? Es bleibt nur zu hoffen, dass es nicht zu noch mehr Furzskandalen im Dartsport kommt. Sonst können die Verantwortlichen direkt den Grand Slam of Farts einführen.

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