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Im Schloss Neuschwanstein sind zwei Chinesen verloren gegangen

Handy-Ortung, Spürhunde, Hubschraubereinsatz, das volle Programm. Nichts zu machen.
5.7.16

Foto: imago | Blickwinkel

Bei 1,3 Millionen Besuchern im Jahr und einer aufsummierten Grundfläche der verschiedenen Stockwerke von fast 6.000 Quadratmetern erstaunt es nicht, dass sich der eine oder andere Besucher im bayerischen Vorzeigeschloss verirrt. Die teilweise bewaldete Umgebung kann auch ihre Tücken haben. Verlaufen oder Verlorengehen ist möglich. Erstaunlich dagegen ist, dass trotz Handy-Ortung, Spürhunden und Hubschraubereinsatz das Wiederfinden misslingt. Drei Tage in Folge. So geschehen bei einem chinesischen Paar.

Der 37-jährige Sihong Chen und seine Frau Xiaoxia, 39, waren Teil einer Reisegruppe von 28 Personen, die am 27. Juni vom Amsterdamer Flughafen ihren Europa-Trip starteten. Neben Stationen in Frankreich und der Schweiz machten sie auch Halt in Deutschland. Am Samstag traf ihre Reisegruppe gegen 16 Uhr am Busparkplatz in Schwangau ein, von wo das Paar sich alleine auf den etwa 1,5 Kilometer langen Weg zum Schloss machte. Wie es scheint, sind sie dort nie angekommen.

Um 18 Uhr wollte die Reisegruppe weiter in Richtung Italien fahren, doch von dem Paar fehlte jede Spur. Der Europa-Trip ging wenige Stunden später schließlich ohne sie weiter. Jetzt, am Dienstagnachmittag, fliegt die Reisegruppe wieder zurück nach China und es sieht nicht danach aus, dass das Paar mit an Bord sein wird—die Pässe haben sie jedenfalls im Bus zurückgelassen.

Die Polizei in Südschwaben steht mit der chinesischen Botschaft in Kontakt, hier die Personenbeschreibung der beiden:

Der Mann ist ca. 170 cm groß, hat schwarze, kurze, glatte Haare. Er trägt eine blaue Jeans, eine blaue Jacke und Sandalen.

Die Frau ist ca. 155 cm groß und hat schwarze, lange Haare. Sie ist bekleidet mit einer hellen Hose und einem weißen Pullover. Hinweise zum Verbleib der beiden Personen bitte an die Polizeiinspektion Füssen unter der Telefonnummer: 08362/9123-0