Das Fass ist full! Manuellsens Nachbarschaftsstreit ist das beste Interview 2018

"Als ob sein Vater diese Straße gebaut hat!" – Manuellsen hat mal wieder Beef. Mit seinen Nachbarn. Und die Geschichte dazu macht selbst seinem Cafe-full-Interview harte Konkurrenz.

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22 November 2018, 10:54am

Foto: Screenshot von YouTube aus dem Video "Manuellsen im XXL-Interview: Helene Fischer, Samra, Fazit zum EGJ-Beef, Rap x Pop & Spießer-Nachbarn" von Hiphop.de


Wer Manuellsen auf Instagram folgt, dem dürfte bereits aufgefallen sein, dass das Verhältnis zwischen ihm und seinen Nachbarn etwas unentspannt ist. Meistens geht es in seinen Rants um sein Auto, das – so Manuellsens Verdacht – von seinen Nachbarn regelmäßig beschmutzt wird, um den Rapper zu ärgern.

In seinem neuen Interview mit hiphop.de erfahren wir endlich die ganze Geschichte, warum und wie sich die Nachbarschaft Manuellsens Zorn eingehandelt hat. Das liegt laut ihm daran, dass die ihn partout nicht in ihrer Straße haben wollen und alles daran setzen, ihm den letzten Nerv zu rauben.

Was dabei herauskommt, ist vermutlich die beste Interview-Episode des Jahres. Das liegt einerseits an Manuellsens erzählerischem Talent und andererseits an seinem cholerischen Gemüt. Zwei Grundzutaten, die unterhaltsame Deutschrap-Interviews ausmachen. Fragt Fler.

Wie so häufig wird auch beim neuesten Beef schnell klar: Manuellsens Wut ist an sich total berechtigt. Ohne seinen Nachbarn direkt Rassismus und Sozial-Chauvinismus unterstellen zu wollen, wirkt seine Einschätzung, "ein Dorn im Auge" der schicken, neuen und vor allem sehr einheitlich deutschen Nachbarschaft zu sein, legit.

Aber selbst wenn dem nicht so wäre: Wer schon mal penetrante Nachbarn hatte, die sich über "schwere Schritte" beklagen und irrationale Linientreue zu ihrem höchsten Gut erklärt haben, der weiß, dass es sehr viel Selbstbeherrschung bedarf, um nicht auszuflippen. Wenn man dann auch noch mit einem Temperament wie dem von Manuellsen gesegnet ist, muss man schon fast sagen: Hut ab, wie ruhig er bisher geblieben ist. Für seine Verhältnisse.

Denn natürlich wirft Manu mit Schimpfwörtern wie "Hurentochter" und Drohungen wie "Ich werde jeden Tag mit 50 Motorrädern die Straße rauf und runter fahren, ich werde euer Ende bringen" um sich. Und natürlich fühlen sich die Leute dann in ihrer Meinung über ihn bestätigt. Und natürlich hat am Ende keiner was von Krieg, auch wenn man "Bock auf sowas" und der andere so tut "als ob sein Vater die Straße gebaut" hat. Wer das Haus des Nachbarn anzündet, kann dabei auch sehr leicht das eigene abbrennen.

Aber wie Manuellsen selbst sagt, will er und wollen wir alle doch nur eines: "Ich hab 'ne schöne Wohnung gefunden, ich will hier doch nur leben." Wir alle kämpfen schließlich um einen Platz an der Sonne und arbeiten hart dafür.

Hier also ein Appell an die schicke Nachbarschaft in Mülheim mit den denkmalgeschützten Häusern und an Manuellsen: Leben und leben lassen.

Und an alle anderen: Guckt euch dieses Interview an!

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