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cremig

Zwölf Gefängnisinsassen sind mithilfe von Erdnussbutter aus ihrer Haftanstalt ausgebrochen

Die Aktion lief (zumindest anfangs) wie geschmiert!

von Allie Conti
02 August 2017, 2:56pm

Linkes Foto: bereitgestellt vom Walker County Sheriff, rechtes Foto: robinmcnicoll | Flickr | CC BY 2.0 

Für viele Menschen ist Erdnussbutter ein leckerer Brotbelag, der an keinem Morgen fehlen darf. Zwölf Insassen eines Gefängnisses im US-Bundesstaat Alabama blickten da schon etwas mehr über den Frühstückstellerrand hinaus: Vergangenen Sonntag nutzten sie den Aufstrich als Hilfsmittel, um aus dem Walker County Jail auszubrechen.

Wie die Associated Press berichtet, deckten die Insassen die Nummer einer nach draußen führenden Tür mit der Erdnussbutter so ab, dass besagte Nummer der einer normalen Zelle glich. Anschließend baten sie einen unerfahrenen Aufseher darum, sie in diese "Zelle" zurückzulassen, und gelangten so raus zu den Gefängnismauern.

"Die Geschichte klingt vielleicht verrückt, aber so sind diese Männer wirklich drauf", sagte James Underwood, der Sheriff von Walker County, am Montag bei einer Pressekonferenz. Die Häftlinge kratzten anscheinend so lange die Erdnussbutter von ihren beim normalen Gefängnisessen gereichten Sandwiches, bis die Menge für ihren Plan ausreichte.


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Mithilfe von Decken kletterten die Insassen über die mit Stacheldraht versehenen Gefängnismauern. Anschließend gingen sie in alle Himmelsrichtungen auseinander – manche flohen zu Fuß, manche per Auto. Acht Stunden später waren fast alle Ausbrecher jedoch wieder gefasst. Die einzige Ausnahme: der 24-jährige Bradley Andrew Kilpatrick, der wegen des Besitzes von Marihuana und Drogenutensilien hinter Gittern saß. Am Dienstag konnten die Behörden jedoch auch hier Entwarnung geben: Man hatte Kilpatrick fast 1.300 Kilometer weiter südlich in Florida dingfest machen können. Als Chauffeurin war seine Schwester eingesprungen.

Während der Pressekonferenz sagte Underwood außerdem, dass man mit Ausbrüchen rechnen müsse, wenn man eine Haftanstalt betreibt. Die Insassen hätten mit der neuen Wache eben das schwächste Glied ausgemacht und das Ganze eiskalt ausgenutzt. "Da drin sitzen böse Menschen, die uns und die Gefängnismitarbeiter ständig reinlegen wollen. Da muss man immer auf der Hut sein. Aber in diesem Fall helfen keine Ausreden: Wir haben einen Fehler gemacht."

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