Ein Wiener Busfahrer beschenkt einen Bettler, anstatt ihn rauszuwerfen

Der Busfahrer blieb bei der nächsten Haltestelle stehen und ging Semmeln kaufen.
16.2.16

Generell ist das Betteln in den Anlagen und Fahrzeugen der Wiener Linien verboten. Die Polizei geht in U-Bahn-Stationen immer wieder gegen bettelnde Menschen vor, etwa weil sie dort „den Fluchtweg blockieren" sollen. Obwohl es unter anderem in Teilen Salzburgs klare Bettelverbote gibt, hat die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger im vergangenen Jahr gegenüber dem Profil eine Verschärfung des Bettelverbots ausgeschlossen: „Menschen, die gezwungen sind, die Hand aufzuhalten, dürfen nicht kriminalisiert werden."

Doch die Wiener Linien schreiben in ihren „Verkehrsregeln für unsere Fahrgäste" ganz klar: „Es ist in den Fahrzeugen verboten zu betteln oder andere Fahrgäste zu belästigen." Doch ein Busfahrer hat nun etwas getan, das ihm im Internet sehr viel Liebe entgegenbringt. Ein Fahrgast hat auf die Facebook-Seite der Wiener Linien gepostet, was er vor Kurzem in der Nightline erlebt hat.

Der Pressesprecher der Wiener Linien, Answer Lang, bestätigt gegenüber VICE zwar das generelle Bettelverbot der Wiener Linien, sagt aber auch, dass den Angestellten bewusst ist, dass man in manchen Situationen mit Spitzengefühl weiterkommt als mit strikten Verboten. „Der Kollege hat dieses Gefühl an den Tag gelegt. Aber, und das ist mir auch wichtig zu betonen, er ist auch nicht der Einzige, der so etwas macht. Solche und ähnliche Dinge passieren jeden Tag."

Nur hat es jetzt eben jemand gepostet und wir sind froh darüber. Unser Glauben an die Menschheit ist für die Woche ein bisschen gerettet.