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Militärnahrung

Die neue Pizza für amerikanische Soldaten ist drei Jahre haltbar

Natürlich sind aufgewärmte Pizzas nicht unbedingt eine Gourmetmahlzeit, aber für die Frauen und Männer in der Armee ist das eine ziemlich große Sache.

von Nick Rose
12 Februar 2016, 11:00am

Photo via Flickr user Dana

Wer sein Leben für die größte Militärnation der Welt riskiert, sollte auch die gleichen Rechte wie zu Hause genießen, egal wo man stationiert ist.

Eines dieser unveräußerlichen Rechte ist Pizza. Und nach langem Warten ist es endlich so weit. Soldaten weltweit können einfach einen kleinen Beutel mit dem offiziellen Namen „MRE #37" aufreißen und ein Stück Freiheit genießen, wo immer sie sind. MRE steht im ameirkanischen Militärjargon für „Meal, Ready-to-Eat", also abgepackte und verzehrfertige rationierte Mahlzeiten, die US-Truppen in den verschiedensten Kriegsschauplätzen versorgen.

Wir haben uns mit Anastacia Marx de Salcedo, Autorin und Expertin für industrielle Nahrung und Militärtechnologie, über die langersehnte MRE-Pizza unterhalten. „Das ist die allererste Pizza als MRE", erzählt sie. „Soldaten haben immer wieder nach Pizza gefragt."

VIDEO: Amerikanische Militärernährung in Kolumbien

MRE #37 wurde von einem Forschungszentrum der US Army, dem Natick Soldier Research, Development and Engineering Center (NSRDEC) entwickelt und bleibt bis zu drei Jahre lang haltbar. „Die Pizza kann ohne Aufwärmen gegessen werden und das auch nachdem sie drei Jahre lang rumlag. Ein kleines Stück Heimat, auch im Einsatz", so Marx de Salcedo.

Natürlich sind aufgewärmte Pizzas nicht unbedingt eine Gourmetmahlzeit, aber für die Frauen und Männer in der Armee ist das eine große Sache. „Pizza ist bei den Soldaten sehr beliebt, jeder liebt Pizza", so Marx de Salcedo. „Sie gehört quasi zu den Grundnahrungsmitteln in Amerika, und zwar so sehr, dass Soldaten, die tausende Meilen von zu Hause entfernt in der Wüste stationiert sind, regelrechte Pizzafantasien entwickeln."

Wie Tech Insider berichtet, schmecken die Pizzas fürs Schlachtfeld ziemlich gut. Einer der Wissenschaftler des NSRDEC ein bisschen wie „die Pizza vom Vortrag" schmeckt.

Aber mal abgesehen vom Geschmack war es für die Wissenschaftler am NSRDEC, eine ziemliche Herausforderung, einen immer knusprigen Teigfladen mit einem Haufen Tomatensauce und Käse zu belegen: „Die Entwicklung war ziemlich knifflig, immerhin besteht Pizza aus mehreren Komponenten: Teig, Tomatensauce, Käse und vielleicht noch Belag", so Marx de Salcedo.

„Die größte Herausforderung für das Natick-Forschungszentrum war es, herauszufinden, wie der Teig knusprig, die Sauce schön saftig und der Käse schön weich bleiben. Sie haben das geschafft, indem sie bei jeder einzelnen Komponente die sogenannte Wasseraktivität reguliert haben und, wenn ich mich richtig erinnere, eine hauchdünne Basilikumschicht zwischen jede einzelne Pizzakomponente gepackt haben."

Das NSRDEC hat die Pizzapackungen für die Frauen und Männer an der Front für 2017 angekündigt. Das schreit nach einer Pizza-Party in der ganzen Kompanie.