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Wie Frauen mit Hass im Netz umgehen

Wer sich online zu Themen wie Feminismus und Antirassismus äußert, muss auf die "Ich hoffe, du wirst von Flüchtlingen vergewaltigt!"-Kommentare nicht lange warten.

von Verena Bogner
20 März 2017, 1:24pm

Todesdrohungen, weil man seinem Job nachgeht? Während das für viele unvorstellbar ist, gehören Hasskommentare für Autorinnen zum Alltag. Insbesondere dann, wenn sie sich zu feministischen, flüchtlingsbezogenen oder anderen potenziell polarisierenden Themen äußern. Eine Erfahrung, die auch wir Broadly-Redakteurinnen regelmäßig machen müssen. Frauen werden beschimpft, bedroht, beleidigt und in bewusst größer aufgezogenen Aktionen online diffamiert. Wer sich dagegen wehrt, sieht sich gerne dem Vorwurf ausgesetzt, keine "Kritik" annehmen zu können. Egal, wie wenig konstruktiv öffentlich kundgetane Vergewaltigungsfantasien auch sein mögen.

Zuletzt erntete die Autorin Stefanie Sargnagel einen massiven Shitstorm und wurde mit Mord und Vergewaltigung bedroht, nachdem die Kronen Zeitung einen Bericht über die staatliche Förderung einer Literaturreise und ein dabei entstandenes Reisetagebuch verfasst hatte. Das Phänomen, Frauen aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen und sie damit mundtot zu machen, ist so gängig, dass es mittlerweile einen eigenen Begriff kennt: Silencing.

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