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Cocktails

Hört auf, eure Cocktailgläser mit Blättern zu füllen

Ein Cocktail soll nicht wie ein Regenwald aussehen. Wollen die Leute wirklich, dass die Hälfte des Getränks in ihrem Gesicht kleben bleibt?
9.10.15

Dass Mark Hix—„der OG der britischen Gastronomierevolution"—sein Handwerk versteht, das ist keine Frage. Der Koch und sein Restaurantimperium bestehend aus HIX Soho, dem Steak- und Hähnchenlokal Tramshed und dem HIX Oyster and Chop House sind bekannt dafür, britisches saisonales Essen und klassische regionale Gerichte zu zelebrieren. Momentan bereitet sich Hix gerade auf die Eröffnung seiner ersten Bar im Londoner Theater The Old Vic vor und seine Herangehensweise an Alkohol ist genauso innovativ wie sein Essen.

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Die wichtigste Grundregel in meinen Küchen lautet: Nicht zu dick auftragen.

Unser Ziel im HIX ist immer ein Gericht mit frischen, originellen und simplen Geschmäckern, die sich ergänzen, zu schaffen, kein viel zu komplizierter Schlamassel auf einem Teller. Das braucht es einfach nicht. Grundsätzlich enthalten unsere Gerichte nicht mehr als drei Zutaten. Das ist eine Formel, die für uns funktioniert und wir haben auch nicht vor, sie in nächster Zeit zu ändern. Und diese Formel gilt auch für Cocktails.

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Der Schlüssel zu einem richtig guten Cocktail ist Einfachheit. Ein Cocktail soll nicht wie ein Regenwald aussehen. Wenn ich sehe, wie ein Getränk mit massenhaft Blättern und Zweigen drin serviert wird, frustriert mich das—besonders, wenn das Glas auch noch einen Zuckerrand hat. Wollen die Leute wirklich, dass die Hälfte des Getränks in ihrem Gesicht kleben bleibt? Ich kann es mir kaum vorstellen.

Was mich ebenfalls auf die Palme bringt: das Wort „Mixologe". Es steckt auf jeden Fall eine gewisse Kunst hinter der Gestaltung eines perfekten Cocktails. Wenn man jemanden aber einen „Mixologen" nennt, klingt das nach einem verrückten Wissenschaftler.

Genau wie unser Essen basieren auch unsere Drinks grundsätzlich auf drei Hauptzutaten. Der Vic's Punch, einer unserer neuen Signature Drinks, enthält Tangier-Gin, Zitronenlimonade, Zitronensaft, Mineralwasser und frische Minze. Die Zitrone und die Minze ergeben eine erfrischende, spritzige Mischung passend zum Gin, während das Mineralwasser dem Getränk einen prickelnden Kick verleiht. Keine endlose Liste von Spezialzutaten, kein Schnickschnack—einfach nur ein verdammt guter Cocktail.

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Es gibt einen Grund, warum Klassiker eben Klassiker sind. Fairerweise muss ich zugeben, dass man manche lieber aus den Küchen und Bars dieser Welt verbannen sollte. Aber wie ich bereits am Anfang gesagt habe, lautet die Regel: Nicht zu dick auftragen. Wenn du das nächste Mal einen Cocktail kreierst oder die Getränkekarte in einer Bar durchblätterst, vergiss die Garnitur und lass dich nicht vom Sales Pitch ablenken, sondern konzentrier dich aufs Wesentliche.

So stehen die Chancen am höchsten, dass du einen richtig guten Cocktail bekommst—und es gibt kaum etwas Besseres.

Aufgezeichnet von Dan Hughes.