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Kriminalität

Dieser Dieb musste 48 Bananen auf einmal essen

Ein Juwelendieb in Mumbai hielt es für eine gute Idee, seine wertvolle Beute kurzzeitig in seinen Eingeweiden verschwinden zu lassen. Aber die Polizei hatte eine effektive Geheimwaffe: Bananen!
21.1.16
Foto von Clyde Robinson via Flickr

Bananen sind die ultimative Geheimwaffe.

Das wissen nicht nur Sportler, die sich mittlerweile lieber eine der gelben Früchte statt ein Stück Fleisch gönnen, sondern auch Polizisten.

Ein Smoothie aus zehn Bananen, den sich einige Hochleistungssportler jeden Morgen gönnen, klingt zwar beeindruckend. Das ist aber nichts im Vergleich zu der Menge, die ein Dieb aus Mumbai verdrücken musste, weil erbelastende Beweise verschluckt hatte. Ein Fehler, den er später stark bereute.

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Anfang Januar hat der 25-jährige Opi R. Ghaware auf dem Fischmarkt im Stadtteil Ghatkopar am östlichen Rand von Mumbai einer Frau eine Kette mit 25 Gramm Goldanteil gestohlen. Passanten verfolgten ihn, nachdem das Opfer laut um Hilfe geschrien hatte, kriegten ihn zu fassen und schlugen auf ihn ein, berichtete die Hindustan Times.

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Aber das war noch nicht Strafe genug. Während er durch die Straßen Mumbai gejagt wurde verschluckte Gopi Ghaware die Kette einfach, um so (zumindest kurzzeitig) Beweise verschwinden zu lassen.

Als er von der örtlichen Polizei in Gewahrsam genommen wurde, entschieden die Beamten, ihren Hauptverdächtigen ins Krankenhaus zu fahren, um ihn röntgen zu lassen. Und siehe da: Im Bauch des Diebes befand sich ein metallenes Objekt, höchstwahrscheinlich die kürzlich verschluckte Beute.

Nach dem Röntgen-Beweisbild gestand Gopi Ghaware sein Tat schnell. In der Polizeistation in Pant Nagar sah man dann aber nur einen Weg, um auch wirklich zu beweisen, dass das Objekt im Bauch des Verdächtigen vorher auch den Hals des Opfers schmückte.

Und den Beweis dafür holten sie sich auf sehr ungewöhnliche Art und Weise. Nämlich mit Bananen. Sehr vielen Bananen.

Um der ganzen Sache auch richtig auf den Grund zu gehen, bestellten die Polizisten einen „riesigen Korb" mit Bananen—insgesamt vier Dutzend—und zwangen den Juwelendieb, alle zu essen.

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„Am Freitagmorgen wurde er von den Beamten auf die Toilette begleitet, die das morgendliche Ritual filmten. Dabei kam die Kette endlich aus Gopi Ghawares Verdauungssystem heraus", schrieb die Hindustan Times. Als wäre das noch nicht peinlich genug, musste er dann auf Anweisung der Polizisten die Kette mit Desinfektionsmittel reinigen, bevor er wieder zurück in die Zelle kam.

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Bananen haben eben eine durchschlagende Wirkung. Da überrascht es auch nicht, dass die Polizei in Mumbai nicht das erste Mal die gelben Superfrüchte zur Verbrechensbekämpfung gezückt haben.

Im April letzten Jahres wurde ein Tatverdächtiger gezwungen, 60 Bananen mit Milch und Säureblockern zu essen, damit er eine Goldkette im Wert von 63.000 Rupien [circa 850 Euro], die er einer Frau gestohlen hatte, wieder aus den Fängen seines Verdauungstraktes entlässt, berichtete der britische Nachrichtensender BBC. Das Bananen-Opfer, Anil Yadav, musste außerdem vier Einläufe und eine Röntgenuntersuchung über sich ergehen lassen, wobei sich herausstellte, dass das Diebesgut zweifellos in seinen Eingeweiden versteckt lag.

Wie die BBC berichtete, stehen Ärzte und Experten den Bananen als Abführmittel eher kritisch gegenüber, da Medikamente das Problem viel einfacher hätten lösen können.

Aus Sicht der örtlichen Polizei ist die Bananen-Strafe aber vielleicht eine gute Methode, um zukünftige Juwelendiebe abzuschrecken.