Rindviecher im Ring

Um die Dinge einigermaßen in Faaaaaaahrt zu bringen, greifen Typen, die als rabatteurs bezeichnet werden, die Wettkämpfer beim Halsschmuck und stoßen ihre Köpfe aneinander. Dann passiert das hier. Diese Eringerkühe sind übrigens bekannt für ihre aggressiven Tendenzen.

Aproz liegt in einer abgeschiedenen Bergregion im Südwesten der Schweiz. Dort fiebern die Einwohner Schwergewichtskämpfen entgegen, deren Teilnehmer Namen wie Dynamit und Tyson tragen. Diese 630-Kilo-Gladiatoren sind normalerweise nicht sonderlich gefährlich. Aber jeden Frühling werden die wackersten Kühe der Stadt (die mit den dicksten Eutern, nicht Eiern) einmal wöchentlich mit weißen Nummern versehen und in einen staubigen Kreis inmitten von Tribünen geführt, wo sie in Zeitlupe ihre Kräfte miteinander messen. Es ist, als würden zwei greise Stadtstreicherinnen mit Titaniumgelenken unter Wasser um einen Einkaufswagen voller Konservenbüchsen kämpfen (also sehr lustig, aber irgendwie auch traurig). Außerhalb des Rings fließen in den Rängen der treuen Fans Unmengen trockener Weißwein—und das jeden Sonntag bis zum Landesfinale im Herbst. Erst dann, wenn endlich die neue Königin der Herde gekrönt worden ist, können die Bürger von Aproz wieder ruhig schlafen.

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Die Einheimischen nehmen die Kuhkämpfe übrigens fast genauso ernst, wie das Trinken.


Die Workout-Routine der Kühe besteht hauptsächlich aus Fressen und Kacken.

Es kommen bis zu 14.000 Schaulustige.
 


Anders als bei Stierkämpfen, sind Verletzungen bei den Kuhkämpfen eher selten. Manchmal stößt ein Horn durch die Haut der
gegnerischen Kuh, aber das beschränkt sich in der Regel auf oberflächliche Verletzungen.


Die Kuh-Gewinnerin Manhattan mit ihrem liebevollen Besitzer und seiner Familie. Als Preisgeld bekommt er eine Kuhglocke
mit Ledergürtel im Wert von 500 Schweizer Franken, mal abgesehen von der ganzen Heldenmilch, die er trinken kann.

 
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