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Wien grüßt seine Bauern

Wir bringen euch Bauern für all die dummen Klischees über Wien und die Wiener die verdiente Retourkutsche, die auch im Burgenland ankommt.
3.9.14
Collage von VICE Media

Wien ist schon immer ein Schmelztiegel voller lustiger, kurioser und seltsamer zwirbelschnurrbärtiger Gestalten gewesen. Aber während man sich früher noch Dank interessanten Einwanderern aus den Kronländern wie ein Kosmopolit fühlen konnte, gibt es heute nur noch zwei große Strömungen, die uns den Zucker aus dem Kaffee nehmen, und dafür sorgen, dass Wien so beschissen ist: Die Deutschen und die Bauern.

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Bevor ihr jetzt schon fackelschwingend mit Mistgabeln und brennenden Kuhfladen auf mich losgehen wollt, hier noch ein freundlicher Hinweis: Ihr seid in der Regel genau so vorurteilsbehaftet wie ich. Dementsprechend viele dumme Klischees musste ich mir auch schon an den Kopf werfen lassen. Zum Beispiel, dass alle Wiener eingebildet seien und so reden, als wären sie was besseres—lächerlicher Firlefanz! Und wie oft lamentieren meine Freunde aus der Provinz darüber „wie schön Wien ohne Wiener" wäre und vergessen dabei, dass der Text dieses schönen Lieds natürlich von einem waschechten Wiener stammt.

Nun ist es aber an der Zeit, den freundlichen Gruß an unsere Bauern zu richten und eine Retourkutsche zu satteln, die auch im Burgenland ankommt. Das ist natürlich nicht ganz einfach zu verdauen. Sollte euch deshalb jetzt schon die Wut im Bauch zu explodieren drohen, könnt ihr mich ja auch auf Twitter hassen oder einfach direkt zu den Kommentaren am Ende springen und mir gehörig die Meinung geigen—also wartet vielleicht noch ein bisschen, bevor ihr aus Omas Badewannenschnaps Molotov-Cocktails braut.

NIEDERÖSTERREICH

Wenn Wien ein eisgekühlter Cosmopolitan ist, dann muss Niederösterreich ein lauwarmer Torf-Whisky mit Bärli-Cola sein. Im Bundesland mit der unverdientesten (und jüngsten) Landeshauptstadt Österreichs und vielleicht Europas gibt es neben zahlreichen seniorenerprobten Kurzentren, die wie Wiener Handy-Shops aus dem Boden sprießen, nur die Entertainment-Eckpfeiler McDonald's und Kino, wo die Niederösterreicher zahlreiche Lebensstunden mit gemeinschaftlichem Nichtstun vergeuden.

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Wenn der Niederösterreicher aber einmal alle Spezial-Burger durchprobiert hat, macht er sich auf die Reise nach Wien, um zu sehen, was das Leben neben Feuerwehrfestln, McDouble und der Ballermann-Party in Großglobnitz noch so zu bieten hat. Einmal hier angekommen, weiß der zugehörigkeitslose Baumbrunzer aber nicht so richtig, was er tun soll. Aus seinem natürlichen Saturday Night Fever-Umfeld herausgelöst, bleibt dem Niederösterreicher nur übrig, sich seinem großen Vorbild (also einer richtigen Stadt) Wien anzupassen, was meistens gehörig in die Hose geht.

Niemand mag angepasste Menschen, und viele der Import-Chamäleons wären besser dran, wenn sie sich auf ihre nationalen Besonderheiten berufen anstatt sich auf Biegen und Brechen wie ein Wiener aufführen zu müssen. Blöd nur, dass Niederösterreich das brasilianische Slum-Äquivalent neben dem glitzernden Fußballstadion Wien ist, und einen die landeseigenen Qualitäten nur noch armseliger dastehen lassen—da brauch ich nicht mal den alten Fritzl aus dem Keller holen. St. Pölten ist die Karikatur einer Stadt, passend dazu gibt es aber immerhin das Karikaturenmuseum, das neben Donaufestival und anderen Kultur-Schlafwagons aber im Vergleich zu Wien leider nicht mehr als ein Feigenblatt und ein Lercherl ist. Selbst der große Sonnenkönig Erwin Pröll verblasst neben dem einzig wahren Weltbürgermeister Michael Häupl, den wir alle in unser alkoholverstopftes Herz geschlossen haben.

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Niederösterreich ist der kleine Wien-Bruder, den man nie haben wollte, und der einfach ständig Scheiße baut. Zumindest macht er guten Wein, aber den muss man ja nicht gemeinsam trinken.

OBERÖSTERREICH

Okay, Preisfrage: Woher kommt dein Nachbar? Gut, wenn du das hier liest, stehen die Chancen nicht schlecht, dass du Student bist und dein Nachbar, wie fast alle Studenten, aus Deutschland kommt. Also, woher kommt der neue Vizekanzler? Oder der Quantenphysiker Anton „Sagt nicht Beamen dazu" Zeilinger? Oder unser aller Viennale-Diktator Hans Hurch? Oder auch der Herausgeber von VICE Alps? Oder unser Chefredakteur? Oder unser stellvertretender Chefredakteur? Oder unser Film- und Games-Redakteur? Oder unsere Modeblog-Haterin und redaktionelle Schlussmachexpertin?

Richtig—aus der Hölle. Die man aber in der lokalen Lingo auch „Oberösterreich" nennt. Das würden Oberösterreicher natürlich nie zugeben, weil sie in der Fremde immer ein seltsamer Lokalpatriotismus befällt, der sie dazu treibt, sich in der sozialen Kälte des windigen Wiener Beckens in Grüppchen zusammenzurotten, die man gemeinhin „Oberösterreicher-Heime" oder VICE Redaktion nennt und wo sie sich gegenseitig mit Anekdoten vom „Hoamatlånd" und ein bis zwei Deziliter Zirbenschnaps die Idylle des Most-durchdrungenen Mühlviertels herbeizaubern.

Zuhause reden sie freilich ganz anders und verfluchen kollektiv den peinlichen Provinzialismus der Zurück- und/oder Daheimgebliebenen, was sie mit einem elaborierten „Es sat's vui die Bauernschädln, he!" zum Ausdruck bringen. Zurück in Wien mausern sich die Mühl-, Traun- und Innviertler immer mehr zu den neuen Alpen-Russen, die langsam aber sicher alles übernehmen und mit ihrem GZSZ-inspirierten Proll-Chic die Kosmopolis übertünchen. Überhaupt haben die Upper-Austrianer ein Faible für Fassaden—was vielleicht daran liegt, dass auch Linz nur eine Wild-West-Kulisse von einer Stadt ist, in der sich zwar viele schöne Kultureinrichtungen und Shopping-Tempel entlang der Landstraße tummeln, aber links und rechts davon eigentlich nur triste Wohnstraßen voller Oma-verprügelnden Stahlkinder auftürmen.

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Am deutlichsten wird die Mostmentalität an ihrem Landeshauptmann Josef „Lulu-Drang" Pühringer, der seit Jahrzehnten auf den Zehenballen wippt, um jeden Gesprächsgegner über seine kleine Statur hinwegzutäuschen. Man könnte sagen: Die Oberösterreicher zerquetschen uns unter sanftem Fußballenabrollen. Oh Shit, ich hoffe, das war nicht mein letzter Text für VICE.

STEIERMARK

Dass durch das Herz eines jeden Steirers eine Mischung aus Kürbiskernöl und Schilcher-Wein fließt, ist ja nichts Neues. Aber hauptsächlich erinnern mich die Steirer an Gremlins: irgendwie süß und kuschelig, aber wenn man sie nach Mitternacht noch mit Bier füttert, verwandeln sie sich in seltsame Geschöpfe, die ihr relativ kohärentes Deutsch durch eine seltsame Hundesprache ersetzen und dann in einem Diskutierfeuerwerk über die gegenseitig verfeindeten Stämme des grünen Herzens Österreichs explodieren—Deutschlandsberger, Oststeier, Grazer und wasweißich nicht noch alles. Diese in der DNA gespeicherten Feindschaften verfliegen aber schnell, wenn man den Steirern einen größeren Gegner vorsetzt—also irgendwen, der nicht aus der Steiermark kommt.

Hinter der heiligen Hopfen-Dreifaltigkeit Puntigamer, Murauer und Gösser—die in Wien übrigens sehr schnell für Vergleiche zu ähnlichen gelben Flüssigkeiten sorgen—beten die traditionsbewussten Steirer eine noch größere Gottheit an: Erzherzog Johann. Wenn ich den im Gremlinrausch erzählten Geschichten meiner Kollegen Glauben schenken soll, dann war Erzherzog Johann alleine dafür verantwortlich, dass das bellende Barbarenvolk aus der Steinzeit in ein kultiviertes Zeitalter katapultiert wurde und nebenbei mit der Kartoffel ein ganzes Land vor dem Verhungern gerettet wurde, was die Steirer irgendwie zu den Iren Österreichs macht.

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Warum sie jedoch auf ihr heißgeliebtes Graz, die Karikatur einer Studentenstadt, die bald von der FPÖ überrannt sein wird, so stolz sind, wird mir genauso ein Rätsel bleiben, wie die Frage, was dieses Ding auf dem Wappen eigentlich sein soll und wie viele Jünglinge ich opfern muss, um es korrekt zu beschwören.

SALZBURG

Zwischen dem Salzburger Neutor und Kapuzinerberg wimmelt es nur so von Touristen, die besessen sind, sich Mozarts Kugeln in den Mund zu stecken, über Wiesen zu rollen und dem Stadtgebiet diesen wunderbar fürchterlichen Souvenirladen-Charme zu verleihen. Außerdem übernehmen auch im Salzburger Land die weltherrschaftsgeilen Oberösterreicher langsam aber stetig wichtige Kontrollpunkte (also, wenn man überhaupt irgendwas am Land als wichtig bezeichnen kann).

Deshalb und weil es mittlerweile selbst den Einheimischen im Festspielparadies zu teuer und versnobt ist, flüchten sie nach Wien (oder München, aber wen interessiert das schon) und gehen mir auf die Nerven. Wie ein Haufen eingebildeter Abkömmlinge des Lodenadels brechen sie über die Hauptstadt herein, um hier Jus, BWL oder Medizin zu studieren. Alle Exil-Salzburger beziehen prachtvolle Altbauwohnungen im achten Wiener Gemeindebezirk, verprassen das Geld ihrer Eltern und die Mädels packen wirklich zu jeder Gelegenheit ihre Dirndlkleider aus, obwohl sie mit ihren dürren Rich-Kids-Figürchen nicht einmal ansatzweise das Dekolleté dafür haben.

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Fairerweise muss man hier noch erwähnen, dass es in Form der auch die andere Seite von Salzburg gibt. Aber die traut sich erstens nicht nach Wien und zweitens wirst du bei näherer Betrachtung feststellen, dass selbst die Prolos dort das Bier nur aus dem Glas trinken und dabei den kleinen Finger sooo abspreizen, während sie zu weinen beginnen, wenn ein Fleck auf dem Ralph Lauren Polohemd ist.

BURGENLAND

Wer mit dem steirischen Bellen ein Problem hat, war wohl noch nie im Burgenland. Hier verständigt man sich hauptsächlich über Au- und Ü-Laute und einem Dialekt, der an eine Geheimsprache aus der Schule erinnert. Auch der Wortschatz vieler Einheimischer wird von einer mittelgroßen Schüssel Buchstabensuppe in den Schatten gestellt. Aber dafür hat man am Rande der Zivilisation andere Qualitäten: Die Burgenländer führen österreichweit im durchschnittlichen Alkoholkonsum und auch sonst legt man viel Wert auf edle und nicht ganz so edle Tropfen. Hier hat jeder einen Dorf- und Stammwirten, der gleichzeitig als Seelsorge, Streitschlichter und On-demand-Elternersatz fungiert. Wenn ich Burgenländer, die nach Wien gezogen (oder einfach in den falschen Nacht-Zug gestiegen) sind frage, ob sie in ihrer Badewanne Schnaps brauen, dann lachen sie meist so, als wüssten sie nicht, wovon ich spreche.

Ähnlich wie bei den Steirern hassen sich hier Gemeinden untereinander, als wäre man in Schottland. Das führt schnell dazu, dass dir jemand mit seinem Klappmesser ordentlich in der Magengegend umrührt. Aber damit das nicht zu barbarisch wirkt (wir sind ja hier nicht in der Steiermark), haben die Burgenländer immerhin lustige Namen für einander. Sandhasen, Franzosen, Rohrwölfe und zu Erdbeeren sagt man Ananas—was irgendwie an ein Buch von Janosch erinnert.

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Wie du vielleicht erkannt hast, muss man die Burgenländer einfach lieben. So wie man einen besoffenen, dreibeinigen Hund auch irgendwie cute findet.

TIROL

„Bischt a Tiroler, bischt a Mensch, bischt kana, bischt a Oasch"—wie wunderbar fasst diese Bauernweisheit doch die Tiroler Mentalität zusammen. Man will die Hand, die einen füttert, nicht beißen, aber schütteln muss auch nicht unbedingt sein. Hier, wo ab ein paar Hundert Metern Seehöhe jeder per Du ist, hasst man seine Touristen wie nirgendwo sonst—obwohl die Tourismusbranche ordentlich Kohle in die Kassen des Skischanzen-Volks spült. Apropos Ski: Wer nicht gerade—wie die gefühlte Hälfte aller Tiroler—auswandern will, um in Australien das große Geld mit dem Verkauf von Kaminwurzn zu machen, hat irgendwas mit fahrbaren Brettern zu tun, ist also, kurz gesagt, Skilehrer.

Was das mit Wien zu tun hat? Auf dem Weg zum internationalen Superstar ist für viele Tiroler die Bundeshauptstadt nur ein Zwischenstopp, sodass wir uns stetig an einer frischen Rotation an Hiasls und Sepps erfreuen können. Natürlich sehen diese Neuankömmlinge Wien nicht als Chance ihren kulturellen Horizont zu erweitern, sondern halten krampfhaft an ihren Traditionen fest. Meistens sind Tiroler gemeint, wenn der ehemalige Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz von einer Parallelgesellschaft gesprochen hat. Das betrifft natürlich auch die Sprache, wobei es etwas unfair ist, das Bergvölkchen dafür verantwortlich zu machen, dass ihr Dialekt so klingt, als hätte man ihre Stimmbänder bei der Geburt durch ein kaputtes Radio ausgetauscht. Man verständigt sich krächzend-krachend und irgendwie habe ich das Gefühl, „Tirolerisch" ist aus einer Wette entstanden, wer mehr SCH's und CH's in ein Wort stecken kann.

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KÄRNTEN

_Kärntner lassen einen für gewöhnlich immer gleich wissen, dass sie Kärntner sind, was irgendwie praktisch ist. Drehen sich Gespräche mit Kärntnern anfänglich noch um grüne Wiesen, Trachten und schöne Seen, kommen nach ein paar Bier—wie bei so vielen—die wahren Problem-Themen ans Licht. Irgendwo in Klagenfurt steht einsam und unbesucht das Europastadion, das anscheinend irgendwann mal ein Gesprächsthema war, aber den Kärntnern noch immer einiges an Überwindung abverlangt. Mit der Überwindung ist das überhaupt so eine Sache hier. Vieles in Kärnten ist zwar irgendwie von der Idee her nett gemeint, gleicht in der Umsetzung aber eher einem Unglück auf der Autobahn (an der freilich nur deutschsprachige Ortstafeln stehen). Da hilft eben nur Scheuklappen aufsetzen und weitermachen wie vorher. Musikalisch klammert man sich noch an Export-Schlagerstar Udo Jürgens (ja, den gibt's noch), und auch vom großen Führer (wenn auch bescheidenen Fahrer) Jörg Haider, der eines Nachts zu viel Gas gab, wollen sich manche scheinbar noch nicht trennen. Verschwörungstheorien über sein abruptes Ableben, die an Inhalte aus _Gallileo Mystery_ erinnern, gibt es in Kärnten mehr als Ex-BZÖler._

Interessant ist, dass selbst die Außenseiter Kärntens, die bei jeder Gelegenheit betonen, nicht, niemals, aber wirklich nie Jörg Haider gewählt zu haben, die schlimmsten Jocks sind. Im Land des Beachvolleyballs ist es unvorstellbar, keinen Sport zu machen. Jeder trainiert ständig und alles ist ein Wettkampf. Willst du mit ihnen gemütlich Bier trinken, kommen sie sofort mit einem Saufspiel, bei dem sie natürlich gewinnen, aber trotzdem immer trinken, um später auch behaupten zu können, dass sie es waren, die am meisten gesoffen haben. Meine Schlussfolgerung: Entweder alle Kärntner haben einen wirklich kleinen Penis und müssen deshalb permanent kompensieren. Oder … warte, ich glaub, das war schon die beste Erklärung.

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VORARLBERG

Die Skandinavier Österreichs sind reicher und auch irgendwie inselhafter als der Rest der Bundesländersippschaft—Wenn du zu den Glücklichen gehörst, die schon mal einen echten Vorarlberger gesehen haben, würdest du vielleicht sagen, Vorarlberger sind die vierblättrigen Kleeblätter Österreichs—was irgendwie auch dumm wäre, weil es in Österreich ja auch richtige vierblättrige Kleeblätter gibt, also überleg dir gefälligst einen besseren Vergleich, du Landei.

Die Vorarlberger sind ein scheues Volk, das sich nicht gerne unter fremde Leute mischt, wenn es nicht absolut notwendig ist. Am liebsten bleibt alles in der Familie, weswegen auch Inzuchtsvorwürfe gerne mal mit einem zwinkernden Auge abgetan werden. Außerdem sind in der Nacht ja sowieso alle Katzen grau, und wenn die Katze dann eben Tante Gisela heißt, dann kann man auch nichts mehr dran ändern—drin ist drin! Trotz dieser strengen Familien- und Heimatliebe klingen die Vorarlberger wie Außerirdische mit einer seltsamen Fremdsprache, die wie ein glubschäugiges Habsburger-Mutantenbaby zur einen Hälfte deutsch und zur anderen Hälfte schweizerisch ist.

Aber was treibt die Vorarlberger den weiten Weg in das bauern- und inzuchtfeindliche Wien? Da im Zipfel Österreichs Bordelle und Prostitiution allgemein illegal sind, und man irgendwann auch genug von Tante Gisela hat, fährt man gerne in die Schweiz um sich dort das Horn abzustoßen, oder eben nach Wien, wo man das Ganze dann „studieren" nennt. Die anspruchsvollen Gsi-Berger wollen hier aber nur in die feinsten Schnösel-Clubs und auch in Sachen Drogen scheinen die Bergbewohner aus einer anderen Dimension zu kommen: Bietet mir der Nachbar aus Niederösterreich noch voller Stolz „ein Graserl" an, kommt der Vorarlberger gleich mit seinem selbstgemachten „Christl Meth" an—nein Danke, Bitch!

Einen Vorteil hat die ganze Sache aber: Die Vorarlberger gehen in der Regel nach abgeschlossener Ausbildung bzw. Bordellbesichtigung wieder in ihre kleinen Dörfer und Täler zurück, um dort einer neuen Generation den Respekt vor der Familie, den Hass der Hauptstadt gegenüber und natürlich die DNA des Großvaters mitzugeben.

FAZIT

So, das habt ihr jetzt davon, ihr Bauernschädel. Mit diesem alpinen Roundhouse-Kick habe ich hoffentlich gezeigt, wie albern pauschalisierte Klischees sind und ihr werdet euch in Zukunft hüten, euch über Wien euer Most-, Schilcher- oder Schnaps-Maul zu zerreißen. Besonders, wenn aus eurem Maul währenddessen Hundegeräusche kommen und eure Tante Gisela heißt.

Hasst Adrian auf Twitter: @doktorSanchez