Papst vs. Pöbel

Was für ein langer, bizarrer und ein teilweise ein wenig bigotter Tag für Berlin. Religion polarisiert und glücklicherweise leben wir in einer pluralistischen Gesellschaft, die sowas auch zulässt. Knapp 80.000 Menschen feierten ein friedliches Fest ihres Glaubens im Olympiastadion, während vermutlich 15.000 Andere ihren Protest ebenso friedlich auf den Straßen Berlins auslebten. Glauben ist am Ende dieses langen Tages immer noch Privatsache und danken wir einfach mal wem auch immer für die Meinungsfreiheit & Religionsfreiheit in Deutschland.

Vielen Dank, dass ihr uns durch den Tag begleitet habt. Gute Nacht.

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Text & Fotos: Sonja Weissberg, Till Führer, Grey Hutton, Sanja Pijanovic  

Ihr wurdet vom alten Mann Gottes belästigt? Ihr habt eine Epiphanie? Ihr habt Fotos, die ihr loswerden wollt? Neuigkeiten und Informationen könnt ihr uns per Twitter an @vice_germany oder E-Mail an felix@viceland.de schicken.

19:40 Uhr im Olympiastadion: Zum Abschluss bekommt jeder noch ein Stück vom Leib. Nur ohne Blut …

19:40 Uhr im Olympiastadion: Ein langer Tag. Ganz verständlich, dass manchen Leuten die Knie weich werden.

19:30 Uhr im Olympiastadion: Stellt euch hierzu einfach seichte Jazz-Klänge und das Vaterunser auf Latein vor und ihr wisst wie es ist.

18:58 auf der Demonstration am Potsdamer Platz: Rosa scheint schon beim nächsten Treffpunkt zu sein. Der Cheforganisator ist noch da, auch wenn er etwas sauer ist, dass ihr Block zusammen mit dem Block der Gesichtslosen, die man trotz Masken nicht fotografieren darf, als linksradikal eingestuft und nach ganz hinten verlegt wurde. Dazu solidarisiert er sich mit einer Frau, die für poryes.de Flyer verteilt – einer Initiative für respektvolle Pornos.

18:46 auf der Demonstration am Potsdamer Platz: Die Verrückte mit dem Saft hat den Teddy getötet!

18:45 auf der Demonstration am Potsdamer Platz: Die Situation wird hier immer schlimmer. Ein paar aus der Cafe Cralle-Gruppe sind wieder aufgetaucht, nur Rosa, die Päpstin, fehlt. Der Papstbesuch hat hier dem Wahnsinn Tür und Tor geöffnet. Es ist grauenerregend. Furchtbare Szenen spielen sich vor meinen Augen ab. Die ganze Strasse mit rotem Saft verschmiert …

18:45 Uhr im Olympiastadion: Er fängt jetzt an zu sprechen. All unsere Reserven neigen sich dem Ende zu: haben kein Strom mehr! Laptop ist auch leer und der Kopf auch! Scheinbar will uns Gott daran hindern … Wir machen aber weiter, bis nichts, aber auch gar nichts mehr geht.

18:30 auf der Demonstration am Potsdamer Platz: Auch auf der Demo ist es ätzend, selbst die Touristen sind nur so halbwegs interessiert. Ein älteres Ehepaar aus Brasilien sympathisiert zwar, steht aber etwas abseits. Zwei Araber fragen mich, wo man hier in der nähe gut halal essen könne.

18:24 Uhr im Olympiastadion: 80.000 Menschen singen nun “Eingeladen zum Fest des Glaubens”. Es ist ätzend.

18:08 Uhr im Olympiastadion: Während er an ihnen vorbeifährt, küsst der Papst aus dem Papamobil heraus unbescholtene Kinder!

18:02 Uhr im Olympiastadion: Gläubige aus aller Welt feiern den Papst auf seiner Ehrenrunde durch das Stadion. Religiöse Ekstase, Epiphanien allenthalben! Das Bier wird in den gewohnten 0,5 Liter Bechern verkauft!

Update: Es gibt doch kein Bier. Nur Apfelsaft.

18:01 Uhr im Olympiastadion: Wir können bestätigen, dass definitiv Bier im Olympiastadion verkauft wird.

18:00 Uhr im Olympiastadion: Das Papamobil bewegt sich nun.

17:59 auf der Demonstration am Potsdamer Platz: Die Demonstration bewegt sich nun.

17:59 Uhr in der VICE-Redaktion: Das Fernsehen zeigt die Ostkurve des Olympiastadions. Endlich. HA HO HE Hertha BSC!

17:45 auf der Demonstration am Potsdamer Platz: Das Netz funktioniert wieder. Die Menschen haben die Zeit genutzt und sind nun zumeist volltrunken.

17:40 Uhr im Olympiastadion: Junge Messdiener aus allen Bundesländern wurden zusammengezogen, um der religiösen Meute Wein und Brot auszuteilen. Was danach mit ihnen geschieht, steht noch in den Sternen, wir beten aber für sie, dass die katholischen Würdenträger ihre Gelüste im Zaum halten.

17:30 auf der Demonstration am Potsdamer Platz: Keine neuen Informationen von der Demonstration. Die Netze sind durch Überlastung zusammengebrochen. Vielleicht ist es aber doch das Ende der Welt?

17:19 Uhr im Olympiastadion: Auf der Suche nach unseren Plätzen, was wahrscheinlich noch das Spannendste sein wird, bevor unfassbare Langweile gepredigt wird. Die Frage, die wahrscheinlich jeden zur Zeit beschäftigt: Gibt es neben den versprochenen 80.000 Hostien auch 80.000 Schlücke Wein für umsonst? Kriegen wir mehr Wein als nur einen Schluck?

17:10 Uhr in der VICE-Redaktion: Ein recht dröger Vortrag des Papstes. Uns fehlte ein wenig der barocke Bombast, den die katholische Kirche eigentlich ganz gut beherrscht. Norbert Lammert reibt sich nun während seiner Rede den kleinen Finger, Benedikt nickt entrückt. Ich gehe noch einmal kurz auf die Toilette und dann schalten auch wir gleich wieder ins Olympiastadion.

16:50 Uhr im Olympiastadion: Wir sind drinnen! Es ist ein furchtbares Geschiebe und Gedränge. Die Musik dröhnt und sie spielen alles durcheinander. Niemand will so richtig mit sich reden lassen, denn was nun kommt, kann man wohl nicht in Worte fassen. Das meinen die Menschen dort zumindest.

16:40 in der VICE-Redaktion: Der Stream aus dem Bundestag läuft und Bene nuschelt vor sich hin (Die Korona um seinen Kopf ist nur der Blitz. Kein göttliches Zeichen … ). Ich nutze die Zeit mal um eine Zigarette zu rauchen.

16:30 auf der Demonstration am Potsdamer Platz: Obwohl knapp 5000 Leute anwesend sind, ist die Stimmung ist sehr ruhig. Alle scheinen auf irgendwas zu warten, ohne wirklich zu wissen, auf was. Vielleicht das Ende der Welt? Eine Seitensprungbörse lässt hübsche Frauen durch die Menge laufen und Kondome verteilen. Die Presse fotografiert unterdessen den Pöbel vom Dach eines Busses aus, und obwohl die Wahlen vorbei sind, haben sich ein paar Grüne hierher verirrt und machen noch immer Wahlkampf.

16:15 Uhr beinahe im Olympiastadion: Die Schlange vor dem Einlass ist noch immer zum Kotzen lang. Genügend Zeit also für ein Interview.

VICE: Warum bist du hier?

Weil ich ja katholisch bin und ich hab mir als Lebensziel gesetzt, ihn einmal zu sehen. Und da er jetzt in Berlin ist, habe ich die Chance genutzt und bin heute hergekommen. Das war es eigentlich.

Und was erwartest du nun von dem Spektakel da drin?

Na ja, jetzt hält er ja die Messe für uns. Jetzt hab ich halt mal einen Gottesdienst mit dem Papst direkt und nicht mit irgendeinem Priester. Also, nicht mit irgendeinem Priester, sondern direkt mit dem Papst.

16:05 Uhr auf der Demonstration am Potsdamer Platz: Auch hier geht es langsam los. Die übliche Mischpoke aus Demonstrante, Reportern und Polizisten warten nur darauf, irgendwas zu tun.

16:00 Uhr beinahe im Olympiastadion: Es herrscht mehr Andrang als bei Herthas Aufstieg in der vergangenen Saison.

16:00 Uhr vor dem Olympiastadion: Mit Hasenohren und Techno geht es weiter. Sie beten nun ein großes Hasenplakat an. Alle stimmen einen “Ich will nicht denken, du sollst nicht lenken.”-Sprechchor an. Vereinzelt betrinkt man sich.

15:45 Uhr vor dem Olympiastadion: Man fiebert ekstatisch dem Höhepunkt des Tages entgegen. Nicht alle scheinen die gleichen Hostien genommen zu haben, die die Kirche ausgibt.

15:30 Uhr vor dem Olympiastadion: Text im Flyer der Legion der Hingabe: “Unser Ordensvater Adam Weisshaupt hatte während einer Jungferntaufe eine Erscheinung. Ihm erschien eine Horde wilder Tiere, die sich dann in sanfte Häschen verwandelten.” Das ist so bescheuert, dass es beinahe schon wieder ernst gemeint sein könnte. Päpstin Rosa ist weiter zum Potsdamer Platz. Halleluja!

15:15 Uhr auf dem Weg ins Olympiastadion: Wir sind nun von der “Legion der Hingabe” umringt. Es wird eifrig diskutiert und bekehrt. Bittere Veraschung verarscht bittere Verarschung.

15:10 Uhr auf dem Weg ins Olympiastadion: Das rosa Banner wird entfaltet. Schnell werden wir von gläubigen Christen umringt. Diskussionen finden statt. Ein 60-Jähriger zeigt uns den Mittelfinger.

15:07 Uhr auf dem Weg ins Olympiastadion: Noch drei Stationen, doch dann kommt die Bahnhofsdurchsage “Bitte halten sie Ihre Eintrittskarten bereit. Die Polizei wird keinen Durchlass ohne Karten gewähren.” Auf einmal stehen wir ganz alleine auf dem Bahnsteig …

15:06 Uhr auf dem Weg ins Olympiastadion:  Der Cheforganisator der Demonstration vom Cafe Calle überlegt, die ganze Sache noch kurz als Spontandemo anzumelden. Er ist eh schon fast per Du mit den zuständigen Behörden. Aber sowas braucht mindestens 24 Stunden Vorlaufzeit. Die drei Nonnen neben uns in der Bahn haben uns noch nicht bemerkt und es wird gemunkelt, dass 16.000 Polizisten vor dem Stadion sein sollen … (Das ist die Zahl für ganz Berlin—Anm. der Redaktion)

14:26 Uhr vor der VICE-Redaktion: Der Papst gab vor unserem Büro Gummi (kein Scherz).

14:26 Uhr vor der VICE-Redaktion:  Der Papst brauste in einer schwarzen Limousine mit getönten Scheiben vorbei. Kollegen melden aus der Mittagspause: “Die absolute Enttäuschung. Die Leute stehen wie immer nur dumm herum. Kein Papamobil. Einfach nur Fuck.”

14:06 Uhr in Berlin Mitte: Auf einmal ist die Hölle los.

14:06 Uhr im Cafe Cralle: Nachrichten von Verbündeten kommen rein. Anscheinend “stürmen” Polizisten die Häuser an der Strecke um Plakate aus den Fenstern zu entfernen. Überlegungen laufen, ob man irgendwo 100 Plakate herbekommt. “Um die Jungs ein wenig zu beschäftigen”. Die Päpstin ist auch endlich ausgeruht aus ihrem Vatikan gekommen.

14:06 Uhr in der VICE-Redaktion: Der Papst düst wohl bald die Torstraße entlang. Scharfschützen sollen auf den Dächern postiert sein, der Verkehr ist zum erliegen gekommen. Endlich mal Ruhe und Ordnung vor unserem Büro.

13:50 Uhr in der VICE-Redaktion:Ein Leser schickte uns eben die Anklageschrift gegen Dr. Joseph Ratzinger, Papst der röm.-kath. Kirche aufgrund von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ihr könnt sie euch hier als PDF herunterladen. Eine nette Lektüre während der alte Mann noch diniert.  

13:42 Uhr in der VICE-Redaktion: Konnten bislang nicht eruieren, was dem Papst zu Mittag aufgetischt wird (und ob es vegan ist). Google verweist bei “Papst Essen” jedoch nur auf den Messdiener Winfried Fesselmann, der während einer Ferienfreizeit in Essen sexuell missbraucht wurde.

Update: Es gibt Vichy Saibling und Amalfizitrone mit Mandelstaub, anschließend Confierte Rinderbrust und Rosmarin, Gartenbohnen und als Dessert halbflüssiger Frankfurter Pudding mit Haselnuss, Sauerampfereis.

13:23 Uhr in der Katholischen Akademie und im Cafe Cralle: Der Papst sitzt am Mittagstisch und auch im Cafe Cralle schließt sich langsam das Zeitfenster für ein veganes Frühstück.

13:10 Uhr im Cafe Cralle: Nun werden die ersten Stadtpläne mit Treffpunkten ausgegeben. Taktiken werden besprochen. “Wie gut seid ihr mit den anderen Blöcken vernetzt?”  “Naja. Eigentlich ist uns der Ansatz vom LSVD zu breit. Wir als linksradikaler Block wollen es radikaler!” Mal sehen, wie groß oder klein die einzelnen Gruppen dann wirklich sind …

13:00 Uhr im Cafe Cralle: Die Stimmung ist etwas gemischt. Es wird versucht, mehr Leute für später zu rekrutieren. Einige haben ein wenig Hummeln im Arsch, einige sind noch sehr gemütlich. Vor 14 Uhr passiert nichts, meint Päpstin Rosa und muss nochmal kurz nach Hause, um ihr Megafon zu holen. Sie ist verständlicherweise ein wenig erschöpft von den monatelangen Vorbereitungen, doch heute soll “Gas gegeben werden”. Vielleicht ein unglücklich gewähltes Zitat  …

12:50 Uhr irgendwo vor der Katholischen Akademie: Der Papst ist angekommen, die Papst-Groupies sind schon ganz aufgeregt und haben uns ein kurzes Interview gegeben.

VICE: Was wird der heutige Tag noch bringen?

Frau ohne Schild: Ganz allgemein ist eine Heilige Messe eine liturgische Feier der katholischen Kirche, der katholischen Gläubigen, in der das Leiden und Sterben Jesu Christi live gefeiert wird. Und es ist für uns mit dem Papst ein riesiges Fest des Glaubens, was wir da feiern dürfen. Und wir sind einfach sehr froh darüber, dass er ins Olympiastadion kommt und dass wir in dieser großen Schar der Gläubigen zusammen sein dürfen.

Und erwartet uns hier vor Ort noch?

Frau ohne Schild: Hier kommt er gleich mit seiner Limousine an. Hoffentlich. Und wir hoffen, dass wir einfach einen Blick erhaschen können auf die Papstlimousine und ihm zuwinken können und auch damit unserer Freude einen Ausdruck verleihen können.

Andere Frau (mit Schild): Genau. Ich hab ihn schonmal gesehen, ich muss ihn jetzt nicht nochmal sehen. Es geht einfach darum, dass ich ihn begrüßen will. Ich weiß ja, dass es viele Anti-Demos gibt, deswegen ist mir das wichtig, dass er auch sieht, ihr sind auch ein paar Leute, die sich echt freuen, wenn er kommt. Deswegen hab ich auch hier mein Plakat gemacht, auf dem steht “DANKE HEILIGER VATER !”. Hab ich vorhin gemalt. Falls er das sieht.

12:45 im Cafe Cralle: Es wird Irre. Rosa die Päpstin fabuliert: “Ich wurde von der Göttin ernannt. Leider sind die Steintafeln vom Tempelhofer Feld mit dem Auftrag verloren gegangen. Es wird überlegt, ob eine Gruppe zum Olympiastadion geschickt wird. Aber es herrscht Angst, dass die Polizei sie direkt abführt. Wir heften uns nun an die Fersen von Rosa und ihrer Gang, da sie auf uns einen erfrischend geisteskranken Eindruck macht.

12:38 in der VICE-Redaktion: Ein Leser ließ uns dieses Bild ohne Kommentar und Kontext zukommen. Wir suchen nun fieberhaft nach einem zugehörigen Manifest im Netz.

12:30 Uhr im Cafe Cralle: Es ist langweilig, die Menschen fressen. Die Zeitschriftenauswahl im Hauptquartier der linken Papstgegner ist monothematisch. Kurdistan Report, die Verlagsvorschau vom Verbrecherverlag, Der Wedding, Brigitte, feministische Blätter. Die veganen Aufstriche sehen unappetitlich aus, sollen aber super-duper schmecken. Wenigstens gibt es Milch von der Kuh.

12:25 Uhr irgendwo vor der Katholischen Akademie: Der Papst hat Groupies und Stalker. Nicht schlecht für einen so alten Mann.

12:19 Uhr irgendwo vor der Katholischen Akademie: Er soll sehr bald auftauchen. Bei Kamps kann man gratis sein Telefon aufladen.

12:10 Uhr irgendwo vor der Katholischen Akademie: Weiträumige Absperrungen, die Polizei macht alles dicht. Die Leute scheinen sich langsam bewusst zu werden, wer heute in der Stadt ist. Wenn aus Vorfreude Angst wird …

12:00 Uhr am Schloß Bellevue: Die erste von insgesamt 17 Reden läuft. Uns wird bewusst, wie endlos langweilig und zäh das alles noch werden könnte. Kein Wort über die katholischen All-Time-Favourites, das Fegefeuer, die Hölle oder ewige Verdammnis. Stattdessen die Betonung, dass “Freiheit eine höhere Instanz benötigt und Verantwortung gegenüber Gott und miteinander.” Ein gestöhntes “Oh Gott” ist so angebracht wie sonst kaum …

11:40 Uhr am Schloß Bellevue: Der Papst richtet sich anscheinend häuslich ein. Seine nächste Station wird dann die Katholische Akademie in der Hannoverschen Straße 5 sein, wo er dann der Kanzlerin in die Arme fallen wird.

11:24 Uhr noch immer am Fluhafen Berlin-Tegel: Die Meinung lautet unisono “Scheiß Papst”. Von Jubel-Katholiken keine Spur.

11:14 Uhr am Flughafen Berlin-Tegel: Das Konfetti wird aufgefegt, der Papst ist in Berlin und der Pulk der Papsthasser zieht zum Frühstück und zur weiteren Planung des Tages ins Cafe Cralle in der Hochstädter Straße 10. Dort findet momentan die Antiklerikale Woche statt. Das heutige Thema lautet: “Ratze am Flughafen bespotten, mit der U6 bis Leopoldplatz und im Cralle frühstücken, dann nach Mitte, Ratze bepöbeln!”

11:01 Uhr am Flughafen Berlin-Tegel: Noch immer werden Ansprachen gehalten. Bis auf ein Bild von Amy Winehouse, die auf dem Slutwalk von der Päpstin selig gesprochen wurde, gibt es keine Reliquienverehrung. Die Atheisten lauschen gespannt, die Polizei auch.

10:45 Uhr am Flughafen Berlin-Tegel: Rosa, die heimliche Päpstin, wird unter Konfettischauern und begleitet von Trance-Musik auf ein Podium aus Bierkästen gebeten! “Liebe Bitches! Heute wird der Krieg gegen den Katholizismus seinen ersten Höhepunkt erreichen!”

10:35 Uhr am Flughafen Berlin-Tegel: Der Marsch in Richtung Terminal beginnt.

10.33 Uhr am Flughafen Berlin-Tegel: Die Demo hat sich eingefunden. Knapp 25 Atheisten, die den Papst in Empfang nehmen wollen.

10:21 Uhr am Flughafen Berlin-Tegel:Niemand hat eine Ahnung, wo Benedikt nun steckt. Nonnen irren orientierungslos durch das Terminal, die Gegendemo besteht aus einem einzigen schwulen Pärchen.

10.14 Uhr am Flughafen Berlin-Tegel: Vom Papst noch keine Spur, dafür kontrolliert die Polizei zielgerichtet Leute, die zur Gegendemonstration kommen.

10.11 Uhr am Flughafen Berlin-Tegel: Noch eine Minute, dann landet der alte Mann Gottes mit etwas Verspätung in Berlin.

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