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So sieht eine bipolare affektive Störung in Höchstform aus

Was manische Depression für dich und dein Umfeld bedeutet, zeigt die Geschichte von Sebastian Schlösser.

von Paul Garbulski
23 Dezember 2014, 10:35am

Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, wie sich psychische Erkrankungen auf euer Leben auswirken können, lest hier, wie sich akute Shizophrenie wirklich anfühlt.

Van Gogh, Mozart, Woolf, Plath oder Hemingway: All diesen Geistern wird eine bipolare affektive Störung nachgesagt, im Volksmund auch manische Depression genannt. Und weil diese Krankheit so gerne kreative Köpfe und Genies befällt, ist es mittlerweile fast schon en vogue, bei dem kleinsten Stimmungstief auf „die eigene" manische Depression zu verweisen. Was es aber wirklich für dich und dein gesamtes Umfeld heißt, wenn du bipolar erkrankt bist, zeigt dir die Geschichte von Sebastian Schlösser.

„Es ist schlimm für Leute, wenn man seine Rolle nicht mehr spielt. Nicht mehr mitmacht. Der Schmerzpunkt war längst überschritten." Mit dem Schmerzpunkt ist der eigene gemeint, für die Einsicht aber, dass er überschritten war, hat Sebastian lange gebraucht. Auf dem Weg dorthin hat seine bipolare Störung gewütet und ihn Freundschaften, den Ruf, Unmengen an Geld und fast die Familie gekostet.

Darf ich vorstellen: Sebastian Schlösser. Foto:Peter Rosos

„Bipolar" meint das Pendeln zwischen zwei Extremen: Zutiefst niedergeschlagene Phasen der Depression werden zu euphorisch-rauschhaften Episoden der Manie—und umgekehrt. Wie oft der Switch passiert, wie lange und wie intensiv die jeweiligen Phasen dauern, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. In 15 bis 30% der Fälle endet die Krankheit tödlich. Die Depression reißt die Leidenden derart runter, dass sie sich das Leben nehmen. Das ist die düstere Seite.

Dann gibt es noch die Manie: „Anfangs ist das fast so, als wenn man frisch verliebt ist. Du musst auch weniger schlafen, bist risikofreudiger, spendabler und kreativer. Demut, Scham, das alles fällt wie eine schwere Kette ab und du hast dieses Gefühl einer hundertprozentigen Gewissheit: Ich kann alles schaffen, was ich mir vornehme!"

Sein erstes manisches Feuerwerk hatte Sebastian genau zu den Abiklausuren. Da hat er ordentlich versagt. Eigen- und Fremdwahrnehmung driften in der Manie weit auseinander, Genialität gibt es nicht auf K(n)opfdruck. Aber damals waren die manisch-depressiven Ausschläge auch nicht derart gewaltig, wie sie beim zweiten Ausbruch—mehrere Jahre später in Berlin—werden sollten. Das war eine Explosion. Trotzdem reichte bereits der erste Absturz aus, um Sebastian einen kurzen Aufenthalt im Krankenhaus zu bescheren. Das war in der Zivildiener-Zeit. Er wurde genäht. Als er die Notaufnahme mit zwei Freunden verlässt, trägt er einen Verband ums Handgelenk: „Ein weißes Zeichen meines Versagens", wie er es später nennt. Erkannt wurde die Krankheit damals nicht. „Aber die Meise nistet sich ein. Ich schwimme weiter. Bis zur nächsten Welle."

Sebastian hat Glück. Er hat kaum Ausschläge nach unten, eher viele kleine Wellen, die ihn nach oben treiben. Hypomanien nennt sich das. Von denen kommen so einige, vor allem als er nach dem Zivildienst die Welt des Theaters für sich entdeckt. Zu Beginn hospitiert er am Altoner Theater in Hamburg. Assistent vom Regieassistenten. Ganz unten sozusagen. Kein Geld, aber darum geht es auch nicht. Endlich ein lebendiges Umfeld, Originalität, facettenreiche Menschen. Nach einiger Zeit beschließt er, selbst Schauspieler zu werden: „Am Anfang war alles sehr aufregend. Sprech- und Tanztraining, Singen, Fechten und Improvisation." Aber nach einiger Zeit stellte er fest, dass die meisten Absolventen nicht auf den großen Bühnen spielten, sondern kämpften und, wenn überhaupt, nur an kleinen Häusern in der Provinz auftraten. „Als ich dann im Improvisationsunterricht auch noch eine Teekanne und einen Mixer ,spielen' sollte, war für mich die Sache mit der Schauspielerei erst mal abgehakt."

Sebastian wollte wieder hospitieren und bewarb sich beim großen Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Dort waren sie alle: Seine Helden, die er aus den Aufführungen und dem Fernsehen kannte. Zum Greifen nah, er wurde tatsächlich Teil der Familie. Sie gaben ihm die Stelle und er gab dem Theater alles: „Die Tage waren dann so gestaltet, dass man sein früheres soziales Umfeld komplett vergessen konnte. Theater von 09:00 bis 02:00 oder 03:00 Uhr nachts, das war normal. Und das jahrelang."

Das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. Foto: KMJ | Wikimedia | CC BY-SA 3.0

Aber genau das wollte Sebastian; weg vom Gewöhnlichen. Und immer wurde getrunken, Unmengen von Alkohol: „So ganz nebenbei und selbstverständlich. Ich fand das stark, weil auch ich so große Mengen trinken konnte mittlerweile." Sebastians Leben und seine Manie nahmen allmählich Fahrt auf. Bereits nach einem halben Jahr erhielt er einen Vertrag als Regieassistent. Kurz darauf inszenierte er sein erstes Stück ( Nicht Nichts) und dann noch eins. „Die Premiere war ein großer Erfolg. Die Leute haben hinter der Bühne gar nicht aufgehört zu klatschen, und wir haben alle vor Freude und Erschöpfung geweint. Man wird süchtig nach diesem Gefühl. Aber dieses Gefühl lässt sich nicht festhalten. Ich war mir sicher, dass es mir immer wieder gelingen würde. Ich habe mich überschätzt. Das weiß ich jetzt."

Schließlich durfte er sich auf der großen Bühne ausprobieren, danach wurden andere Häuser auf ihn aufmerksam. Die Manie und die Arbeitswut befeuerten einander, aber keinem fiel das auf. Wie denn auch? „Was die am Theater da machen, ist im Grunde selbst ein manisch-depressives Arbeiten", erzählt er mir im Interview. Man gibt sich in kürzester Zeit einem literarischen Stoff vollkommen hin und lotet ihn auf alle emotionalen Höhen und Tiefen aus: „Und genau das durchleben alle, die an einem Stück beteiligt sind. Das ist ein bisschen wie doppelt zu Hause sein." Im Theater also hat seine Manie ihren Schutzraum gefunden. Sie ist aufgehoben und wird befördert zugleich. „Das hast du als Sparkassen-Angestellter nicht."

Und noch ein „Zuhause" fand Sebastian am Theater. Diesmal ein wirkliches. Seine heutige Ehefrau Aki. Sie war damals Maskenbildnerin und verließ das Theater, als er gerade anfing. Das machte aber nichts. Er brauchte bloß Momente, um Eindruck zu machen. Seinem Elan, dem Eifer und Charme konnte sich kaum jemand erwehren, alle waren überzeugt, dass aus ihm ein wirklich Großer werden würde.

Wieder so ein kreativer und genialer Kopf. Wo aber genau die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn verläuft, können selbst Ärzte nur raten, ebenso wo die Persönlichkeit eines Menschen aufhört und die Krankheit anfängt. Als Aki im neunten Monat kurz vor der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes stand, da ging es mit Sebastian noch, irgendwie. Er inszeniert das Stück Späte Wut in Heidelberg, hat es gerade so zur Entbindung geschafft, zwei Tage später musste er wieder zurück. Das Theater wartet nicht und die Manie gedeiht.

Weizenfeld mit Raben. Eins der letzten Bilder Van Goghs. Foto: Wikimedia

Nach Heidelberg kam La Strada in Frankfurt, dann Sein oder Nicht sein in Hamburg (endlich wieder ein Heimspiel), dazwischen Vorbereitungen in Mainz für Halb & Halb, wo die Manie richtig zu wüten beginnt. Die Wirtin in seiner Pension beschimpft er und bringt sie zum Weinen, weil das Essen am Morgen unzumutbar ist: „Eine Frühstücksruine ist das!" Sebastian verfällt in einen Kaufwahn, erfüllt sich einen Kindheitswunsch und holt sich eine Bomberjacke: „Wie ein Hahn stolziere ich umher. Ich bin ein Prinz. Ein König bin ich. Lauter Untertanen um mich herum." Untertanen oder Amateure. Das war nämlich eine seiner genialen Ideen; dass die Welt nur aus Profis oder Amateuren besteht. Klar, zu wem er sich zählte. Zum Profi-Dasein gehört auch, dass man nicht mit der Bahn reist, sondern fliegt. Völlig unwichtig, dass der ICE von Mainz nach Hamburg viel schneller als jeder Flug ist. Profis machen das so.

Und gerade als Freunde, Verwandte und Familie glauben, dass Sebastians Limit erreicht ist, kommt Berlin. Diese Stadt ohne Limit. Er soll das Stück Wenn wir Toten erwachen inszenieren. An einem Off-Theater. Das sind Häuser, die ohne staatliche Förderungen auskommen müssen, aber gleichzeitig auch geringerer Kontrolle obliegen. Kein Druck, freie Entfaltung, perfekte Bedingungen für den Wahn. Bei den Leseproben passierte, was passieren musste. Die Manie verliebte sich in eine Schauspielerin. „Das war wohl der Startschuss. Oder noch ein weiterer Startschuss. Das ist genau wie diese kleinen Vitasprint-Flaschen. Knopf drücken, schütteln und los! Irgendwas in meinem Kopf hat den Knopf gedrückt."

Ständig wurden Nächte durchzecht, zwei oder drei Tage ohne Schlaf waren keine Seltenheit mehr und wenn geschlafen wurde, dann nur ein paar Stunden und immer zu wenig; und in den Müdigkeitszuständen läuft die Gehirnmaschinerie trotzdem weiter—das Gedankenfeuerwerk kriegt man nur schwer abgestellt: „Das ist in der Depression übrigens genauso. Da leidet man auch darunter. Nur da kommt man nicht aus dieser Spirale des Negativen heraus. In der Manie ist es eher so: Ich will das noch machen, und das noch, und den noch, und das noch und das noch ..."

Die schrecklichsten Stunden sind jene einsamen Nächte, zum Glück hat Berlin nur wenige davon. „In der Manie findest du immer irgendjemanden. Es gibt so so viele schlaflose Menschen und so viele, die auf einem ähnlichen Energie-Level abgehen." In zwei Wochen über hundert Visitenkarten zu sammeln, war damals kein Kunststück. In drei Wochen zwei Paar Schuhe durchzulaufen auch nicht. Sebastian wollte die Stadt erkunden, U-Bahn fahren war ohnehin für Amateure. Ansonsten fuhr er nur noch Taxi mit Stern und residierte in der Präsidentensuite. Schweizer Hof am Ku'damm, eingekauft wurde im KaDeWe, vorzugsweise Armani-Anzüge. Profi eben. Er rief seine Frau an und erzählte ihr von der neuen Liebe. Aki sollte nach Berlin ziehen und sich damit arrangieren. Oder auch nicht, auch egal: „Große Menschen kann man nunmal nicht für sich behalten, Profis kann man nur teilen", wird Sebastian später schreiben, aber so weit sind wir noch nicht.

Das KaDeWe hat eine lange Tradition im Umgang mit Profis. Foto: Wikimedia

Vorher dreht die Manie noch mal richtig auf. „Das ist wie ein Zwang, du musst partout weitermachen. Man hat nie das Gefühl, besoffen zu sein—auf jeden Fall nicht so besoffen wie die Anderen. Und man hat immer noch genug Energie, um jeden niederzulabern." Leute, die es wissen, vergleichen den Zustand mit einem staatlichen Koks-Trip. Nur dass hier der Kopf Droge und Rezeptor zugleich ist. Befeuert wird ohne Unterlass: „Die Überheblichkeit ist so drin, dass man gar nicht mehr diesen Ausstiegsmoment und das kurze Innehalten hat."

Genau das ist gefährlich: Die Manie lässt dich nicht aus deinem Film raus, nicht für den kürzesten Augenblick. Man ist überzeugt von sich selbst und der Rolle, die gerade abläuft. Sebastians Rolle war klar: Er wird Berlin revolutionieren! In Mitte soll ein neues Theater entstehen, unter seiner Leitung! Dazu fährt er zum Roten Rathaus und will die Sache mit Wowereit besprechen. Er trägt Bademantel und Schlappen, gefahren wird standesgemäß: Taxi mit Stern. Profi eben. Der Film läuft. Die Polizisten vor Ort erklären ihm, dass der Chef nicht da sei, kassieren Sebastian trotzdem nicht ein: „Paul, in der Manie bist du so überzeugend! Ich bin durch die Gegend gelatscht und hätte alles gekriegt! Ich hätte Autos kaufen können, Wohnungen und wenn Wowereit da gewesen wäre, hätte ich es auch geschafft, im Bademantel zu ihm vorzudringen! Gar kein Zweifel!"

Das Rote Rathaus. Wowereits damaliges Büro. Foto: Zairon | Wikimedia | CC0 1.0

Berlin, die Stadt ohne Limit, hat offensichtlich doch eins. Er wird in einer Einkaufspassage aufgegriffen, wo er bloß mit einer Badehose bekleidet sich mit Eiswürfeln abzukühlen versucht. Der Zenit war erreicht.

Trotzdem hat es noch eine Weile gedauert, bis er unter ärztliche Aufsicht kam. Über Umwege bekam er schließlich einen Platz in der psychiatrischen Abteilung des Eppendorfer Klinikums. Dort wurde er medikamentös behandelt.

Er hatte Angst, dass ihm das Lithium die Höhen und Tiefen weghaut und er apathisch in der Gegend vegetiert, wie so viele „Als-ob-Menschen" in der Klinik. Aber Sebastian hat Glück. Ungefähr ein Drittel der Personen steckt das Lithium gut weg und er gehört zu ihnen. Der Rest hat mit Konzentrationsschwierigkeiten, Gewichtszunahme, Krampfanfällen oder Sprachstörungen zu kämpfen, müde werden am Anfang alle. Lithium kann die Krankheit zwar nicht heilen, aber es hält die Ausbrüche wie kaum ein anderes Mittel in Schach. Einmal damit angefangen, ist das Absetzen keine wirkliche Option mehr. Egal wie viele Jahre lang man sich auch gut fühlt: Ohne läuft man Gefahr, von einem erneuten Ausbruch überrollt zu werden.

Das Paradoxe an Lithium ist, dass es bei Überdosierung tödlich ist. Man gibt Suizidgefährdeten eine tödliche Waffe in die Hand, die aber ihr Leben retten soll. Und es funktioniert. Als Sebastian in der Klinik wieder allmählich zu sich kommt, ist er gerade mal 28 Jahre alt. Gelebt hat er bereits für Zwei. Dann fängt gewissermaßen der Entzug an: „Das ist echt, wie von einem Rausch runterkommen. Im Gehirn ist das Belohnungszentrum gestört und man kann sich über normale Dinge gar nicht mehr richtig freuen, weil die Ausschläge vorher viel zu hoch waren. Du musst dich erstmal mit der Erkenntnis anfreunden, dass du mit einer begrenzten Realität wieder klarkommen musst."

Kurz vor dem Klinikaufenthalt nahm Sebastian aber noch einmal Reißaus. Mit dem eigenen Benz und Sohnemann. Kopf aus dem Fenster, Kirschkern spuckend auf der Autobahn. Bei 180 Km/h. Ging gut.

Der Anfang ist zäh, aber irgendwann kommen auch wieder bessere Tage. Schließlich hat Sebastian seine „Form" halbwegs wiedergefunden und verlässt die Klinik. Ein letztes Mal versucht er es mit dem Theater. Er nimmt die Arbeiten zum Stück Gebrüder Löwenherz auf, doch während der Proben ist die Einsicht da: „Der Schmelzpunkt ist längst überschritten." Sebastian bricht ab und will nur noch nach Hause. Aber wo ist sein Zuhause? Eine lange Zeit war es das Theater. Andere Freunde haben sich abgewandt und ja, da war doch noch Aki. Wieder hat er Glück. Das größte vermutlich. Sie erkennt, dass irgendwann die Manie das Ruder übernahm, und verzeiht ihm. Was Sebastian nicht wusste: So wirklich hat sie ihn nie verlassen. Die ganze Zeit hatte sie von Hamburg aus im Hintergrund die Fäden gezogen und dafür gesorgt, dass in Berlin immer jemand einen Blick auf ihn hat. Manische Raserei auf Stützrädern.

Vielfach also rettete Aki Sebastian den Arsch, wobei ihre Mühen eine eigene Geschichte wert wären—die es auch gibt, nachzulesen in einem wunderbaren Zeit-Artikel.

Zurück zu den Beiden. Sie nähern sich langsam wieder an und Sebastian schreibt sich die ganze Episode vom Leib. Nur so für sich. Später in Briefform als Erklärung an seinen Sohn. Sein Umfeld wird darauf aufmerksam und schließlich erscheinen die Briefe als Buch: Lieber Matz, dein Papa hat 'ne Meise. Alles schonungslos beschrieben. Als das Buch erscheint, ist der Sohn noch klein, doch die Jahre verfliegen. Jetzt ist Matz elf und hat noch eine Schwester. „Das Buch liegt bei uns rum, wir machen da kein Geheimnis draus. Beide wissen, dass es das gibt, sie wissen, dass ich die Krankheit habe, dass ich regelmäßig zum Meisendoktor gehe. Das Angebot, darüber zu sprechen, steht. Sie können entscheiden, wann sie sich dazu berufen fühlen."

Wie sieht es mit dem Theater aus? Eine Rückkehr ist unwahrscheinlich. Nicht, weil Sebastian gerne zurück möchte, aber den Lifestyle und einen Rückfall in alte Muster scheut, sondern weil es die Mühe einfach nicht wert ist. Wenn er Kollegen von damals trifft, kommt bei ihren Erzählungen immer der Punkt, an dem er froh ist, sich das Ganze nicht mehr geben zu müssen. Außerdem mag er die Abwechslung. In den letzten Jahren arbeitete er an Serienkonzepten fürs Fernsehen, schrieb einen Roman, gerade unterrichtet er Schauspiel, hält Lesungen, einwickelt zu dem Matz-Buch ein Drehbuch und arbeitet als Job-Profiler.

Klingt schon ein wenig manisch. Aber das ist es nicht. Das gehört zu seiner Persönlichkeit, nicht zur Krankheit. „In Wahrheit bin ich ein Amateur und probiere gern Neues aus. So habe ich mehrere Pferdchen, von denen eins auf jeden Fall ins Ziel läuft, anstatt alles von einer riesigen Sache abhängig zu machen. Meine Frau ist der Profi."

Sie arbeitet beim Film und hat sich selbstständig gemacht mit einem Studio für Perückenanfertigung: Sie macht Echthaarperücken für krebskranke Frauen. Wieder so eine Geschichte. Aber wir müssen allmählich Schluss machen. Die Kinder wollen mit ihrem Vater auf den Weihnachtsmarkt.