Also, ihr wisst ja, dass ich echt alles esse. Ich habe euch sogar mal gezeigt, wie man eine Schokoladenpizza macht, verdammt. Aber vor Meeresfrüchten habe ich Angst. Alles begann mit einer Fischplatte, die zu viel Sonne getankt hatte. Danach habe ich eine Stunde ununterbrochenen in einem vollen Zug gekotzt, während fremde Menschen für mich ein Kette bildeten und mir Behältnisse reichten, in die ich reihern konnte. Ich keuchte nur: „MACHT, DASS ES AUFHÖRT!“ Habt ihr euch jemals mit einer angeschwollenen Zungen völlig unkontrolliert übergeben müssen? Es funktioniert nicht.
Auch wenn ich durch die nächsten 24 Stunden Würgerei großartige Bauchmuskeln bekommen habe, bin ich seit diesem Tag in bester pawlowscher Manier konditioniert, und schon beim bloßen Gedanken an Meeresfrüchte kommt mir die Galle hoch.
Abgesehen von von diesem Gericht, das da heißt:
Blobfisch-Durcheinander
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Das Rezept habe ich aus einem Restaurant in Amerika geklaut, in dem es Pflicht war, ein Lätzchen zu tragen—das erste gute Zeichen. Es sah aus wie ein wundervolles Mischmasch aus Fisch und Kartoffel, obwohl sich darin in Wahrheit ein Haufen gefährlicher Meeresfrüchte versteckte. Zum Glück war es so verbrannt, dass es auch dann noch essbar gewesen wäre, wenn die Zutaten aus der Mülltone hinter dem Restaurant gekommen wären. Auch wenn es unglaublich eklig nach Meerestier aussieht, musste ich dem Verzehr noch nie schurzen.
Zutaten
1 Tasse Garnelen, gekocht oder roh (je nachdem, was ihr verantworten könnt)
Ein paar Muscheln (FRISCH UND SAUBER)
1 Tintenfischringe
1 Teelöffel Petersilie
1 Teelöffel Knoblauchsalz
1 Seezungenfilet
1 Teelöffel Paprika
Mehr Salz
Viele pürierte Kartoffeln
1 Teelöffel Garnelenpaste
1 gute Portion Sahne
1 Tüte Krabbenchips
1 Ei
Schitt 1.
Hackt und würzt die Meeresfrüchte. Besorgt euch das Zeug um Himmels Willen in einem Fischgeschäft (vielleicht kochen sie den Fisch auch schon vor). Meiner Erfahrung nach ist jedes Meerestier, das im Supermarkt verkauft wird, vorher in E.coli gebadet worden.
Schritt 2.
Salzt und würzt die Seezunge und schmiert sie mit Öl ein. Ich habe Paprikapulver benutzt, damit das ganze einen rauchigen Geschmack bekommt und möglichst wenig nach Fisch aussieht.
Schritt 3.
Jetzt bratet ihr das Meeresfrüchte-Durcheinander in Butter. Ich wollte eigentlich was davon erzählen, wie man so die Aromen verstärken kann, aber um ehrlich zu sein, will ich nur so viele Bakterien tot braten, wie geht. Ihr dürft wirklich nicht unterschätzen, wie viel Angst ich vor allem, was unter Wasser überleben kann, habe.
Schritt 4.
Als zusätzlichen Kick habe ich noch einen Teelöffel „Bagoong“ reingekippt, eine asiatische Gewürzpaste aus fermentierten Garnelen. Es riecht nach billigen Makrelen, die in besagter Mülltonner hinter dem Restaurant vor sich hin gammeln. Aber in geringen Dosen sorgt es irgendwie dafür, dass Fischgerichte leckerer schmecken.
Schritt 5.
Die Füllmasse besteht aus eher halbgarem Kartoffelpüree. Es muss fest genug sein, damit es beim Backen nicht als wabbelnder Haufen endet. Ordentlich rühren.
Schritt 6.
Ich habe ein bisschen Schlagsahne (mit extra viel Fett) dazugegeben. Schlagsahne macht alles besser.
Schritt 7.
Um das Zeug zu binden, braucht ihr das Zement der Hausmannskost; zerbröselte Chips und Ei.
Schritt 8.
Wenn alles zusammengemischt wurde, haut ihr einen Klumpen vom Meeresfrüchte-Mischmasch auf den gewürzten Fisch. Hautseite nach oben.
Schritt 9.
Versucht bloß nicht, den Blobfisch, den ihr gerade erschaffen habt, anzusehen.
Schritt 10.
Dann gebt etwas Butter darauf und backt es eine halbe Stunde bei 200 Grad.
Wenn die 30 Minuten vorbei sind, habt ihr ein besonders gut durchgekochtes, extra sauberes Meeresfrüchtevergnügen, das euch nicht über der Kloschüssel enden lassen wird (wahrscheinlich).
Bone-appetite!
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Photo by Gie Knaeps/Getty Images

