Musikreviews

Hier sind unsere Reviews zu MEN AMONG ANIMALS, THE RETALIATION PROCESS, BUNNY LAKE und SAMBASSADEUR

MEN AMONG ANIMALS
Run Ego
Tapete/Indigo

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Men Among Animals haben schon im Vorfeld bekannt gegeben, dass es sich bei Run Ego um ihr „Meisterwerk” handelt. Das ist freilich eine etwas vermessene Behauptung, wenn man zuvor erst eine Platte veröffentlicht hat. Ich für meinen Teil habe gewisse Zweifel, ob dieses Album zukünftig in einem Atemzug mit Pet Sounds, Revolver, oder The Dark Side of the Moon genannt wird, zumal das Cover aussieht, als wäre Photoshop in einem schimmeligen Ententeich explodiert. Sollte mich übrigens mal ein Literaturkritiker fragen, ob diese Rezension mein Meisterwerk sei, dann werde ich bescheiden antworten: „Es ist an anderen, dies zu entscheiden.”

J.J SEIBELINGER

THE RETALIATION PROCESS

Downfall

Silverwolf Productions/Intergroove

Als ich als Teenager selbst in einer Metalband war, konnten wir uns nie auf einen Stil einigen. Unser Sänger stand auf Machine Head, unser Bassist auf Sepultura und unser Schlagzeuger hörte nur Iron Maiden. Ich persönlich mochte überhaupt keinen Metal, aber es gab nicht so viele Bands bei uns in der Gegend und hässliche Groupies waren besser als gar keine. Irgendwann jedoch flog der Schwindel auf und ich musste ins Zeugenschutzprogramm. Es geht mir soweit gut, aber wenn mir langhaarige Ungetüme mit Schlüsselketten und grimmiger Visage begegnen, läuft mir manchmal noch ein kurzer Schauer über den Rücken.

TONY PUTTANA

BUNNY LAKE
The Beautiful Fall
Universal

Wir leben ja in einer Welt, in der nur das Ergebnis zählt. Von daher können sich Promobeilagenzettelschreiber eigentlich ellenlange Schönfärbereien und hochtrabende Vergleiche sparen, das macht den Rezensenten misstrauisch. Der für diesen Tonträger abberufene Universalsklave (halt nein es war ein alter Söldner, eigens abberufen von einer renommierten Wiener Stadtzeitung) hat offenbar den Auftrag bekommen, diese Musik für den neuen Golf von Papas Tochter auch der Mama schmackhaft zu machen, gekonnt am Kundensegment vorbeigeschrieben, würde ich mal sagen. Und das Cover, eine öde Mädchen-räkelt-sich-auf-Pferd-Pseudo-Anstößigkeit, ist auch immerhin diese eine Erwähnung mehr wert als ihr  Bürotussen-by-Nature-Synthiepop. So, jetzt ist es raus.

PRO 7 LASZIV

SAMBASSADEUR
European
Labrador Records

Langsam aber sicher sind die Schweden an dem Punkt angekommen, an dem ihre eingängige, solide und bodenständige Popmusik etwas anfängt zu langweilen. Beinahe wünscht man sich, sie würden einmal, nur einmal, eine so extrem verkackte Platte rausbringen, dass die Musikqualitätskontrollbehörde (sie existiert nicht…noch nicht) einschreiten und eine zweijährige Produktionssperre verhängen könnte.

INGRID BERGMANN

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