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„Das, was er macht, ist gut, aber meine Angst bleibt“

Wir hatten ihren Sohn an der nordsyrischen Front getroffen. Und haben jetzt mit der Mutter des deutschen YPG-Kämpfers über IS-Terror, Stolz und diese ganz andere Angst vor dem Krieg gesprochen.

Stefan Lauer

Stefan Lauer

Gestern ist auf VICE eine Doku über die internationalen Kämpfer erschienen, die zusammen mit kurdischen YPG-Einheiten an vorderster Front gegen den IS kämpfen. Darunter ist auch ein Deutscher mit Kampfnamen Cihan Kendal (sein richtiger Name ist der Redaktion bekannt), der im Norden Syriens einen eigenen Frontabschnitt befehligt. Cihan ist 25 und im Saarland aufgewachsen. Lange war er dort und in Hamburg in der Antifa und der autonomen Szene unterwegs, bis er sich 2012 entschloss, nach Kurdistan zu gehen und für seine und die Ideale der YPG und damit auch die der PKK in den Krieg zu ziehen. Während sich der Westen, erschüttert über die Gräueltaten des IS, extrem schwertut, eine effektive Strategie gegen den Terror zu entwickeln, haben Cihan und die anderen internationalen Kämpfer eine kompromisslose Entscheidung getroffen. Cihan spricht in der VICE-Reportage davon, dass das Leben „in den Widersprüchen des Systems" für ihn keinen Sinn hat. Er lebt seine Interpretation von Adornos These darüber, dass es kein richtiges Leben im Falschen geben könne bis zur letzten Konsequenz. Was an der Front eben den Tod bedeuten kann. Was bedeutet das alles für die Menschen, die er in Deutschland verlassen hat?

Ich habe mit Cihans Mutter am Telefon darüber gesprochen, was es bedeutet, wenn der eigene Sohn zur Zielscheibe des IS wird und wie sich ihr Leben in den letzten drei Jahren verändert hat.

Seine Mutter will anonym bleiben.

VICE: Cihan ist seit mehr als drei Jahren in Kurdistan. Seitdem habt ihr euch auch nicht mehr gesehen. Steht ihr irgendwie in Kontakt?
Cihans Mutter: Ja, über Briefe und ein Video, das er mir geschickt hat.

Kannst du ihm schreiben?
Ja, das war am Anfang etwas problematisch. Aber es gibt eine Stelle, wo die Briefe runtergeschickt werden. Ob die immer ankommen, ist natürlich die Frage. Aber es ist auch schon einiges angekommen.

Wie hast du erfahren, dass er nach Kurdistan will?
Er ist nach dem Abitur nach Hamburg gezogen, hat angefangen zu studieren, und dort hat das alles seinen Lauf genommen. Er ist natürlich nicht morgens wachgeworden und hat gesagt, ich gehe jetzt nach Kurdistan. Im März 2012 war er dort zum Newroz-Fest, damals organisiert von einer linken Abgeordneten im Bundestag. Er ist mit seiner Freundin mitgereist.

Anfang September ist er mit kurdischen Jugendlichen von Straßburg nach Mannheim gelaufen und anschließend gab es dort ein Fest. Er hatte mir von dem Marsch erzählt. Mannheim ist in der Nähe und wir wollten ihn besuchen. Wir waren ganz begeistert, weil das alles eine neue Erfahrung war. Wir haben ihn getroffen, er war mit ganz vielen jungen Leuten zusammen. Ich weiß nicht, ob es das Mama-Gen war, aber ich hatte das Gefühl, dass irgendwas nicht ganz stimmt. Dann habe ich ihn mir geschnappt und nachgefragt und er hat mir, genauso wie wir immer miteinander geredet haben, offen gesagt, dass er weg will. Ich habe gefragt: „Wie, weg?" Und er dann: „Nach Kurdistan." Was passiert hier? Das geht überhaupt nicht, habe ich ihm dann gesagt. „Du fährst jetzt mit nach Hause."

Und dann wart ihr erstmal in Saarbrücken?
Als wir hier waren, muss ich ganz ehrlich zugeben, habe ich alles versucht, gedroht, die Polizei zu informieren. Ich hatte einfach nur Angst, dass er nicht mehr da ist. Das war Verzweiflung. Nach einer Zeit habe ich mich beruhigt und ihm einen langen Brief geschrieben und ihm den gegeben. Danach war das Eis gebrochen und wir konnten normal reden. Nach einer gewissen Zeit habe ich die Entschlossenheit bemerkt, den Blick, den er hatte. Ich konnte, auch als Mutter, nicht dagegenhalten. Ich habe ihm dann gesagt, dass er diesen Weg gehen soll, wenn er glaubt, damit glücklich zu werden. Ich glaube, es war für ihn ganz wichtig, nochmal mit mir darüber zu reden, damit er von mir seinen Segen bekommt. Andere sind einfach gegangen und haben niemandem was gesagt und so ist er nicht. Mein Gefühl war, dass er das gebraucht hat. Und was will man machen, wenn jemand so entschlossen ist? Und das hat man ihm angesehen. Ich habe heute noch Gänsehaut, wenn ich an seinen Blick denke.

Nach zwei Tagen hab ich ihm dann gesagt: „Dann fahr jetzt und sitz hier nicht noch Wochen rum. Deine Entscheidung ist gefallen." Ich habe ihn zum Zug gebracht, er ist nochmal nach Hamburg zurück und drei, vier Tage später bekam ich den ersten Anruf aus Kurdistan.

Wissen deine Freunde und eure Familie, was er macht?
Mit meinen Eltern kann ich darüber nicht mehr reden, weil sie einfach zu alt und zu gebrechlich sind. Am Anfang habe ich versucht, im Freundes- und Bekanntenkreis darüber zu sprechen, weil ich mich letztendlich sehr hilflos gefühlt habe. Da habe ich aber eher negative Erfahrungen gemacht, weil keiner meinen Schmerz verstanden hat. Es war immer nur: „Das ist ein erwachsener Mensch, den muss man gehen lassen" Oder: ‚„Warum macht er sowas?" Ich hatte auf Verständnis gehofft, aber eigentlich nur negative Erfahrungen gemacht. Vor allem in den ersten Monaten, in denen ich keinen Kontakt zu meinem Sohn hatte und keine Post bekam, habe ich mich sehr zurückgezogen. Es war das Ungewisse, weil ich auch keine Zeit hatte, mich lang genug darauf vorzubereiten. Ich wusste damals nicht viel über das Thema und musste mich erstmal einarbeiten. Mir hat es einfach nicht gut getan, was andere gesagt haben. Immerhin geht es um mein Kind und das ist mir zu kostbar. Ich musste mir Dinge wie „Ist er ein Selbstmordattentäter?" anhören. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich mich rechtfertigen muss. Auch deswegen habe ich mich irgendwann zurückgezogen und mir hier eine eigene kleinere Welt aufgebaut, in der ich meine Traurigkeit leben darf, ohne dass mich jemand seltsam anschaut.

Du bist wahrscheinlich nicht begeistert von seiner Entscheidung, aber hast du Verständnis dafür?
Natürlich. Ich habe mich in der langen Zeit, jetzt im vierten Jahr, oft gefragt „Warum?". Die politische Situation war ganz oben, aber auch der Mensch. Warum geht ein junger Mann diesen Weg? Ich hatte mich bis dahin überhaupt nicht mit dem Thema auseinandergesetzt, erst durch ihn. Nach seinem Weggehen habe ich mir Wege gesucht. Ich habe viel gelesen und recherchiert, aber letztendlich hat mir am meisten geholfen, dass ich Kontakt zu Kurden aufgenommen habe.

Wie lief das?
Es war manchmal nicht einfach, weil die Kurden hier bei uns gar nicht wussten, was ich von ihnen will. Ich glaube, viele hatten auch erstmal Angst, dass ich vom Verfassungsschutz oder vom Geheimdienst bin. Aber nachdem der erste Brief ankam, der ging über zwei Kurden, haben sie gesehen, dass ich einfach nur eine Mutter bin, die Angst um ihr Kind hat und nach so langer Zeit einfach froh ist, Post zu bekommen. Am Ende saßen wir alle an einem Tisch und haben geweint. Und da war das Eis gebrochen und alle wussten, dass keine Gefahr von mir ausgeht. Danach haben sie mir vertraut und ich bin seitdem oft dort und gehe auch zu Veranstaltungen und Demos. Ich habe viel über die Kultur und die Menschen selbst gelernt. Man muss auch sagen, dass nicht alle Kurden zufrieden sind, wenn ihre Frau mal was sagt, aber ich habe immer meinen Standpunkt vertreten und Kritik geäußert. Wenn in meinem Beisein ein kurdischer Mann denkt, er müsste mit seiner Frau ruppig umgehen, und ich das gesehen habe, sage ich: „Lass das!" Das kommt natürlich nicht immer gut an.

Cihan kommandiert eine Einheit, die direkt an der Front zum IS in einem ehemaligen Getreidesilo stationiert ist

Aber hast du dann auch mehr über seine Beweggründe rausgefunden?
Er hat immer gesagt: „Wenn jeder mal aufsteht und mal sagt, es geht so nicht weiter, dann passiert auch mal was in unserem Land." Er kam da nicht weiter und hat keinen Weg mehr gefunden. In Hamburg hat er einen Guerilla-Kämpfer kennengelernt und das hat ihn fasziniert. Das habe ich in meinen Recherchen rausbekommen. Ich wollte Informationen haben, weil er mich einfach im Regen hat stehen lassen. Ich hab ganz schnell herausgefunden, dass es auch mit seiner Persönlichkeit zu tun hatte, wie er sich sieht, in unserer Gesellschafft und in unserem System. Ich glaube, dass da einige Punkte zusammenkamen, die bei ihm Zweifel geweckt haben, wo er sich als Mann sieht in unserer Gesellschafft. Die Ideologie von Öcalan dreht sich ja auch um die freie Frau und das Machtverhältnis zwischen Männern und Frauen. Ich glaube, da hat er sich selbst gesehen, weil er privat etwas erlebt hat, was ihn ziemlich aus der Bahn geworfen hat. Natürlich auch das Politische und diese Freiheit, aber ich weiß nicht, ob ihm das damals so bewusst war. Heute, nach dieser langen Zeit schon.

Er hat in Hamburg im Kindergarten sein FSJ gemacht und da in sozialen Projekten gearbeitet, Kindern aus sozial schwachen Familien Krav Maga beigebracht. Er hat auch viel mit seinem Bruder gemacht, der ihn auch sehr vermisst. Politisch kam er in Hamburg aber nicht weiter durch seine Geradlinigkeit und dann hat er vermutlich angefangen, seine Persönlichkeit zu hinterfragen. Ich habe ihm immer gesagt: „Sei nicht so überheblich! Behandle die Menschen auf Augenhöhe." Er ist sehr intelligent, aber er hat manchmal auch eine sehr große Arroganz an den Tag gelegt. Er hat mich mal als „Opfer der Bild-Zeitung und von RTL" bezeichnet. So sehe ich ihn noch vor mir. Und ich bin wirklich kein Opfer von RTL und der Bild-Zeitung.

Wie hat sich dein Leben verändert?
Es fehlt was. Am Anfang wusste ich eigentlich gar nicht, was passiert. Dann habe ich angefangen zu recherchieren, nach vier Monaten kam der erste Brief und damit dann auch ein paar Antworten auf meine Fragen. Ich habe aber trotzdem nicht mehr diese Unbeschwertheit. Ich bin eigentlich ein sehr sozial eingestellter Mensch und gehe mit offenen Augen durch die Welt. Aber seit er weg ist, fehlt was, es gibt viel Traurigkeit und es ist nicht mehr so unbeschwert wie früher. Und was mir immer wieder zu schaffen macht, ist die große Angst.

Was sagen die Kurden in Deutschland dazu, was dein Sohn macht?
Die sind stolz. Ich gehe damit aber ganz bescheiden um. Letztes Jahr in Bonn ist jemand zu mir gekommen und hat gesagt: „Danke für dieses Kind, das du geboren hast." Das mochte ich nicht. Das ist mein Kind. Und wenn er stirbt, dann stirbt auch ein Teil von mir. Das ist leider die andere Seite. Deswegen habe ich auch nicht lange gezögert, als ihr mich gefragt habt, ob ich mit euch sprechen will, weil man so vielleicht einen Einblick erhält, wie es einer Mama geht.

Jetzt wo du mehr weißt und mit mehr Menschen gesprochen hast: Wie siehst du ihn mittlerweile?
Ich bin sehr stolz auf ihn. Sein letzter Brief hat mich sehr berührt, weil er nochmal geschrieben hat, dass ich ihm Respekt und Wertschätzung beigebracht habe und dass er das auf diesem Weg auch erst verstanden hat. Das zu ergründen, was ich ihm immer gesagt habe. Er war auch vor seinem Weggang sehr politisch engagiert, hat sich sehr gegen die Ungerechtigkeit in unserem System engagiert und hat sich deswegen auch Schwierigkeiten eingehandelt, aber er hat immer gesagt: „Mama, wenn keiner was macht, was passiert dann mit unserer Welt?" Aber da ist auch die Angst. Vor allem, weil ich nicht in Kontakt mit ihm treten kann. Klar, man schreibt Briefe, aber man würde ach gerne mal zum Telefon greifen oder Kontakt über das Internet herstellen und einfach nur sagen: „Hallo, wie geht's?" Aber das funktioniert einfach nicht. Diese Briefe sind monatelang unterwegs und das macht mir alles viel zu schaffen.

Cihan lebt ja jetzt ein ziemlich kompromissloses Leben, wie war er früher?
Dass er nicht irgendwann hinter einem Bankschalter steht, das war mir klar. Ich habe mir immer vorgestellt, dass ich irgendwann die Tagesschau anschalte und er ist bei Greenpeace und kettet sich an irgendwas. Dass er jetzt diesen Weg gegangen ist, liegt an der Ideologie der PKK, aber eben auch an seiner persönlichen Geschichte mit einer Freundin. Zuerst war es vielleicht auch eine Art Flucht.

Er war ein sehr aufgewecktes und wissbegieriges Kind. Als er fünf war, hat das Schicksal schwer zugeschlagen, weil sein Vater tödlich verunglückt ist. Das war eine sehr schwere Zeit für ihn und für mich. Ich musste viel arbeiten und sehen, dass wir alleine durchkommen, und habe versucht, ihm viel zu ermöglichen. Er hat schon immer diskutiert und war schon immer gegen Ungerechtigkeit. Einmal hat er einen Klassenkameraden verprügelt, weil der einen kleinen Vogel auf dem Schulhof töten wollte. Später hat er zu mir gesagt: „Mama, du musstest jetzt zwar in die Schule kommen, aber ich kann doch nicht zusehen, wie der so einen kleinen, hilflosen Vogel tötet." Er war immer schon sehr sozial engagiert, für die Gerechtigkeit hat er sich immer eingesetzt, bei Lehrern ist er angeeckt, weil er immer diskutiert hat. Während die anderen die Bravo gelesen haben, hatte er immer Spiegel und Stern. Er hat sich wirklich schon sehr früh politisch interessiert. Hier hat er dann auch Demos besucht, einige Veranstaltungen gemacht, er war bei der Antifa. Sein Gerechtigkeitssinn und sein Sozialverhalten waren schon als Kind sehr ausgeprägt. Er war im Teenageralter ein Revoluzzer vor dem Herren. Hat sich nichts sagen lassen und wollte immer mit dem Kopf durch die Wand. Ich musste das eine oder andere Mal ein bisschen stärker sein als die Wand. Das hat er dann auch zu spüren bekommen, es war keine einfache Zeit, aber wir waren uns nie böse. Wir haben viel diskutiert, es wurde auch mal laut. Aber wir haben uns immer respektiert.

Was denkst du über den Terror, der vom IS ausgeht?
Ich weiß ja viel aus Briefen von ihm. Der Terror ist das eine, aber man muss ja auch das Grundproblem erkennen, also warum wird der IS so groß? Was ist mit der Türkei und mit Syrien. Wenn das so weiter läuft, wird es hier noch die eine oder andere schwere Katastrophe geben. Paris hat mich sehr erschüttert, auch was in der Silvesternacht in Köln passiert ist. Ich weiß nicht, ob man das zusammen betrachten kann, aber ich glaube schon, dass das vielleicht ein Angriff, gerade auf Frauen war. Da geht es vielleicht auch darum, Angst zu verbreiten. „Ihr wollt frei sein und mit den Männern auf einer Stufe stehen. Wir sind aber groß und zeigen euch, dass das nicht funktioniert." Es muss wahrscheinlich noch viel passieren, bis Deutschland sagt: Es reicht jetzt. Unsere Regierung toleriert die Vorgehensweise von Erdoğan, jeder weiß und liest, dass er gezielt Kurden tötet und dass er die PKK vernichten will. Das wird ihm nicht gelingen. Aber Deutschland schaut zu. Es werden noch viele Menschen sterben, was mir Angst macht. Ich möchte manchmal gar keine Nachrichten mehr sehen.

Dieser Krieg, in dem er lebt, ist ja für uns eher abstrakt. Aber Cihan ist Kommandant einer Einheit und direkt an der Front, das heißt, er ist direkt in Kämpfe verwickelt und tötet eben auch Gegner. Wie bedeutet das für dich?
Es sind alles Menschen, auch die IS-Kämpfer, auch wenn sie Schlächter sind. Ich habe viel darüber nachgedacht, weil er mir geschrieben hat, dass er sich verteidigen muss. Was wäre gewesen, wenn er bei der Bundeswehr wäre und er wäre im Einsatz und müsste in Afghanistan kämpfen. Das ist alles nicht einfach. Es ist schwer zu verstehen, dass man einem anderen Menschen das Leben nimmt. Aber was machen die? Die Gefahr besteht, dass er jeden Tag, jede Stunde, auch jetzt, während wir telefonieren, sein Leben verliert. Es ist für mich viel schlimmer, darüber nachzudenken und mich damit auseinanderzusetzen, was dann passiert. Die IS-Kämpfer tun mir nicht leid. Sie haben unendliches Leid über Menschen gebracht. Und es tut mir leid, wenn ich das so sagen muss, aber wer für den IS kämpft und Menschen so unwürdig behandelt, ich weiß nicht, ob der überhaupt das Recht hat, ein schönes Leben zu fühlen.

Haben dich sein Bewusstsein für Politik und sein Aktivismus verändert?
Ich gehe auch zu Demos und habe auch mal in einer Nacht- und Nebelaktion NPD-Plakate abgenommen. Was die da machen, geht einfach nicht. Das hat ihm natürlich sehr gut gefallen.

Was wünscht du dir?
Ich würde mir als Allererstes Frieden wünschen. Mein größter Wunsch ist, ihn zu sehen. Ich hatte fast die Gelegenheit letzten August, aber da hat die Türkei ja angefangen, Krieg zu führen. Man musste soviel organisieren und vorbereiten und letztlich hatte es fast funktioniert, aber dann leider doch nicht. Danach war ich erstmal in einem Loch, weil ich mich so gefreut hatte, ihn nach drei Jahren wiederzusehen. Ich will ihn einfach sehen und spüren, wie es ihm geht und wie er lebt. Wie er guckt, wie er redet, wie seine Gestik ist, das alles, das sauge ich ja auf, um es noch besser zu verstehen. Das, was er macht, ist gut, aber meine Angst bleibt.

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