Sex

Die Dominaschule

Mistress Dee belohnt ihren Sklavenhund mit Hundekeksen, nachdem er ihrem Strap-on einen erstklassigen Blowjob verpasst hat.
Ich spiele schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, eine professionelle Domina zu werden. In der Vergangenheit hatte ich schon ein paar Sklaven: ein britisches „Cash Pig“, das mir für ein paar erniedrigende E-Mails meine Miete zahlte—irgendein Sissy-Anwalt, der mich um Erlaubnis fragen musste, bevor er abspritzte. Ich hatte sogar kurz einen Hobbysklaven, der rüberkam, um bei mir zu putzen. Er schrubbte die Toilette, während ich und meine Freundinnen ihn beschimpften, ihm in den Mund spuckten oder ihn zwangen, unsere Unterwäsche zu tragen und solche Sachen. Aber diese Beziehungen verliefen immer schnell im Sand, weil ich Schiss bekam, wenn die Situation über das hinausging, was man sich als unbedarfte Blümchen-Domina zumuten will.

Vor ein paar Monaten gab mir ein fetischistischer Freund die Nummer von Mistress Dee, einer bekannten New Yorker Domina. Er meinte, dass ich, wenn ich eine wirklich erfolgreiche Domme werden wolle, ein paar schöne Stunden mit ihr verbringen solle, und fügte hinzu, dass Mistress Dee „New Yorks amtierende Zwangs-bi-Königin“ sei. Zwangs-bi bedeutet, Heterotypen zu erniedrigen, indem man sie Schwänze lutschen lässt, und da das nicht alle Dominas machen, ist es eine ziemlich große Sache. Ich beschloss, die Mistress anzurufen und zu fragen, ob ich sie ein paar Tage begleiten dürfte. Zu meiner Überraschung sagte sie, dass ich gern zu ihr kommen könne. Eine ganze Reihe ihrer Klienten stehen darauf, bei ihren Sitzungen „Zivilisten“ als Zuschauer dabei zu haben—ich schätze, es steigert den Demütigungsfaktor—also hätte sie selbst auch etwas davon. Mein erster Besuch in Dees Haus findet an einem Dienstag um drei Uhr nachmittags statt, wo ich laut ihrer E-Mail einer „einstündigen persönlichen Sitzung mit männlichem Sub“ beiwohnen soll. Sie öffnet die Tür splitternackt bis auf einen roten Tanga. Sie hat gewelltes kastanienbraunes Haar, Porzellanhaut und riesige Titten für eine so zierliche Person. „Cool, du bist nicht hässlich“, sagt sie und winkt mich herein.

Als es klingelt, weist mich Mistress Dee an, mich im Badezimmer zu verstecken und nicht herauszukommen, bis sie mir Bescheid gibt. Ich höre dumpf Dees Stimme, die sagt: „Gestern Abend hatte ich eine dreistündige Sitzung im Dungeon und meine Stiefel sind ziemlich dreckig geworden. Sei ein guter Junge und bring sie zum Glänzen.“ Nach ein paar Minuten ruft sie meinen Namen, ich verlasse das Badezimmer und fühle mich wie eine Stripperin, die aus der Geburtstagstorte springt. Der Sklave ist nackt und auf allen Vieren und leckt gierig die unzähligen verkrusteten Körperflüssigkeiten von Dees Stiefeln. „Oh, ich habe ganz vergessen zu sagen, dass ich gerade Besuch habe“, kichert sie. „Du darfst sie begrüßen.“ Er kriecht keuchend, zitternd, schwitzend und sabbernd zu mir herüber und küsst sanft meine bloßen Füße. Ich schaffe es nicht, mir das Lachen zu verkneifen.


Dee bringt ihrem Sklaven Deepthroating bei. Jedes Mal, wenn er würgt, zieht sie ihm mit einem schmerzhaften Ruck die Unterhose zwischen den Arschbacken hoch.
Dee holt aus ihrem Nachttisch ein Instrument mit zwei parallelen Metallstäben, die jeweils am Ende zusammengeschraubt sind. (Später erklärt sie mir, dass es als „Humbler“ bezeichnet ist, da er „demütigen soll“.) „Das hier wird dir schon zeigen, wo du hingehörst“, grinst sie, während sie den Sklaven bei den Eiern packt, diese zu seinem Arsch zieht und den Ansatz seines Hodensacks mit den Stäben umklammert, sodass der Humbler horizontal hinter seinen Schenkeln sitzt. „Jetzt versuch mal aufzustehen“, reizt sie ihn. Er versucht zaghaft, seine Beine zu strecken und bricht unter Schmerzen auf dem Boden zusammen. Die Szene wiederholt sich noch ein paar Mal, wobei jeder Zusammenbruch von einem „Danke, Herrin“ gefolgt wird. Irgendwann reitet sie ihn eine Zeit lang wie ein Pferd, wobei sie die meiste Zeit abwesend ihre Nägel betrachtet. Phasen, in denen sie wirklich „drin“ ist, wechseln sich mit offensichtlicher Langeweile ab. Einmal versohlt sie ihm mit der einen Hand die Eier und schreibt tatsächlich mit der anderen eine SMS.

Danach führt Dee den Sklaven ins Badezimmer und befiehlt ihm, sich in der Dusche auf den Rücken zu legen. Ich setze mich auf die Toilette und beobachte, wie sie sich über seinen schrumpeligen Körper hockt und anfängt, ihm in den offenen Mund zu pissen. Es ist unglaublich, wie gut sie ihre Blase im Griff hat. Sie schafft es, ihm den Mund randvoll mit Urin zu füllen, zu unterbrechen und zu warten, bis er alles geschluckt hat, und es dann einfach weiterlaufen zu lassen. Es ist ein beeindruckendes Schauspiel. Nur einmal läuft ihm ein winziges Rinnsal Pisse aus dem Mund und über die Wange, was Dee zu einem Wutausbruch verleitet: „VERGEUDE MEINEN WERTVOLLEN URIN NICHT!“ Der Sklave entschuldigt sich wortreich.

Irgendwann ertappe ich mich bei dem Gedanken: „Moment mal, ist das nicht seltsam oder eklig oder so?“ Dann überzeuge ich mich schnell davon, dass es das nicht ist und spiele weiter mit dem Klopapier. Dee schiebt dem Typen ihren Fuß weit in den Rachen und sagt: „Braver Junge, du bist eine gute kleine Toilette, nicht wahr?“ Er nickt, ja, ja, bin ich.

Danach teilen Dee und ich uns im Schlafzimmer eine Schachtel Godiva Pralinen auf ihrem Bett. Der Sklave kriecht zu uns und postiert sich als Fußbank, aber wegen seinem komischen Buckel gerät die Bank etwas sehr rund. „Oh mein Gott, zieh deinen Buckel ein!“, ruft sie angeekelt. „Wir müssen ja unsere Beine verrenken, um sie auf dir abzulegen! Igitt.“ Dann rollt sie mit den Augen, lacht und schiebt sich eine Praline in den Mund, als wäre nichts gewesen.

„Also, einmal“, leckt sie sich ihre roten glänzenden Lippen, „bot mir so ein Typ 10.000 Dollar für eine zweitägige Sitzung an. Das war echt krank. Er wollte, dass ich ihn im Rahmen einer Art vorgetäuschten Geschlechtsumwandlung in mich verwandle. Aber er wollte es so authentisch wie möglich haben, in einem Krankenzimmer mit falschen Spritzen, Pillen, Implantaten, einer Maskenbildnerin und Perücke, das ganze Programm. Am Ende wollte er dann lebendig einbetoniert werden, mit Atemschlauch und dem ganzen Scheiß.“

„Krass …“

„Ja, oder? Die Sache ist, dass es bei der ganzen Geschichte—BDSM, Demütigungen, Erniedrigungen, Reizentzug—darum geht, seinen Körper zu verlassen. Einige Leute wollen die Realität soweit hinter sich lassen, dass sie praktisch aufhören zu existieren. Ich schätze, die vorgetäuschte Geschlechtsumwandlung hat das nur ein Stück weiter getrieben.“

„Aber du hast abgelehnt?“

„Das musste ich. Ich hatte einfach nicht das Gefühl, so eine Situation kontrollieren zu können. Was wäre, wenn der Typ wirklich sterben wollte? In so was möchte ich nicht reingezogen werden. Bei einer Domme geht’s immer um Kontrolle. Ich sage, wo’s langgeht.“

Irgendwann während der Sitzung zwingt Dee ihren Sklaven auch, auf einen Regenbogen-Penis-Lutscher abzuspritzen. Lecker!
Nachdem wir alle Pralinen aufgegessen haben, befiehlt Dee dem Sklaven, auf einen Papierteller abzuspritzen, und löffelt ihm dann seine eigene Wichse in den Mund, wobei sie den Löffel jedes Mal wie ein Flugzeug herumkreisen lässt, bevor sie ihn in seinen Mund stopft. Als der Teller leer ist, entschuldigt er sich leise, macht sich frisch und zieht sich an. Er ist wieder normal. Bevor er geht, kniet er vor Dee nieder und dankt ihr. Dieses Mal ist es anders—weniger Rollenspiel, mehr Ehrlichkeit. Seine feuchten Augen verraten, dass er es ernst meint. Einen Moment lang denkt man, dass er sie liebt.

Am nächsten Morgen wache ich nach fiebrigen Träumen auf, in denen ich nackt mit meinem Bruder in einer riesigen Toilette herumschwimme. Merkwürdigerweise ist mehr klebriges Zeug in meiner Unterhose als sonst. Ich beschließe, mich heute etwas angemessener anzuziehen, deshalb krame ich das beste Fetisch-Outfit raus, das ich habe: ein schwarzer Lederrock aus der Highschool, für den ich inzwischen zu fett bin, und ein schwarzes Tanktop mit massenweise Reißverschlüssen, das allerdings weniger nach Bondage als nach H&M aussieht.

Ich komme gegen Mittag bei Dee an. Sie ist mitten in einer Sitzung mit einem chassidischen Juden mittleren Alters, der auf öffentliche Demütigung und Keuschhaltung steht. Er ist bis auf eine Zebraprint-Unterhose und beschlagene Lederhandschellen völlig nackt. Dee sitzt am Rand ihres Betts, schminkt seine gespitzten Lippen rot und sagt immer wieder: „Was bist du nur für eine hübsche kleine Schlampe!“ Als ich mich neben sie setze, schaut sie mir in die Augen und lächelt süß. Obwohl wir uns erst einmal gesehen haben, habe ich das Gefühl, das wir beste Freundinnen sind. Sie ist ganz anders, als ich dachte, überhaupt nicht gemein oder voll Männerhass. Sie ist eher … keine Ahnung … Nett? Lustig? In sich ruhend? Irgendwas davon. „Komm, Schlampe“, tätschelt sie dem Sklaven den Kopf, „zeig meiner Freundin deine Muschi.“ Der Sklave zieht seine Unterhose herunter und zeigt seinen Schwanz, der in einem Keuschheitsgürtel aus Plastik steckt. Dessen Druck verleiht seinen Eiern die Farbe von rohem Fleisch. „Ich nenne es meine Mumu“, lächelt er und entblößt seine lippenstiftbeschmierten Zähne.

„Ooch“, denke ich, „wie niedlich.“

Dieser Sklave ist mir auf Anhieb sympathischer als der von gestern. Er ist total unbeholfen und freundlich, wie ein zu groß geratener Muppet. Er könnte problemlos ein netter Physiklehrer an der Highschool sein. Ich kann es nicht erklären, aber als ich hier sitze und ihm dabei zusehe, wie er sich Dees knallgrünen Strap-on tief in den Rachen schiebt, möchte ich ihn am liebsten umarmen.

Wir drei verlassen Dees Wohnung und gehen zum nächsten Sexshop. Drinnen befiehlt Dee dem Sklaven, seinen Mantel auszuziehen und kritzelt ihm mit rotem Lippenstift das Wort SCHLAMPE auf die Brust. Sie entscheiden sich für ein Paar schenkelhohe Netzstrümpfe und einen regenbogenfarbenen Lutscher in Penisform. An der Kasse wirft ihm Dee einen vielsagenden Blick zu und er fängt ohne zu Zögern an ein Lied zu trällern, das wohl zu diesem Zweck komponiert wurde.


Ich hab Löcher zu jedem Zweck
Benutzt mich, missbraucht mich und schmeißt mich weg
Eine schlampige Schwuchtel mit Löchern zu jedem Zweck



Der Sklave wiederholt das Lied ein paar Mal und sieht aus, als würde er sich schämen, während ihm gleichzeitig einer abgeht. Ich muss mich an der Wand festhalten, um nicht vor Lachen umzufallen. Der Kassierer—ein fetter schwarzer Kerl mit Goldzähnen—lässt sich davon nicht beeindrucken. So was hat er schon tausendmal gesehen.

Wieder in der Wohnung zieht der Sklave seine neuen Strümpfe an und führt sie uns vor, indem er wie eine Ballerina durchs Zimmer wirbelt. Ich liege auf dem Bett und sehe zu, wie Dee seinen Keuschheitsgürtel aufschließt und anfängt, ihn mit dem Penislolli hart in den Arsch zu ficken. Er holt sich einen runter. Am Ende spritzt er auf den Lutscher ab, den Dee ihn dann aufzuessen zwingt. Während ich dort sitze und beobachte, wie der Chassid nachlässig an seinem Regenbogenschwanz lutscht, wobei ihm Wichse- und Scheißeblasen um die Lippen schäumen, ist mein einziger Gedanke: „Noch nie hat sich etwas für mich so richtig angefühlt.“

Erst Haue, dann Knuddeln!
Für meinen letzten Tag bei Dee war ursprünglich geplant, zu einem Dungeon im Stadtzentrum zu fahren, den sie manchmal anmietet, um einen Polizisten windelweich zu prügeln. Allerdings ist der Dungeon wegen eines nächtlichen Schneesturms geschlossen, sodass Dee die Sitzung in ihr Haus verlegt. Ich bin etwas enttäuscht, weil ich mich auf eine Sitzung in einem echten BDSM-Dungeon mit Folterbänken, Krankenzimmern und dergleichen gefreut hatte.

Als ich in Dees Wohnung ankomme, sitzt dort ein etwa 30-jähriger Typ in Windeln auf dem Boden, der an einem Schnuller nuckelt und weint (oder so tut als ob). Dee stellt ihn mir als ihren unartigen kleinen Jungen vor und warnt mich, dass er gleich böse den Hintern versohlt bekommt. Ich zucke mit den Schultern—von mir aus—und lege ich mich auf Dees Bett und lese meine E-Mails, während sie ihn wiederholt mit einem Holzpaddel züchtigt. Kurz darauf geht er, worauf Dee mir einen Leder-BH und einen dazu passenden Rock zuwirft und sagt: „Zieh das hier an. Der Cop kommt gleich und du arbeitest heute.“ Ich schlucke hörbar.

„Es ist völlig in Ordnung, nervös zu sein“, beruhigt sie mich, während sie in Hotpants aus Elastan schlüpft. „Vor meiner ersten Sitzung hatte ich auch total Schiss. Aber glaub mir, du wirst dich wundern, wie schnell dich das alles kalt lässt. Ich war am Anfang als Domse in einem Dungeon in Uptown. So fangen die meisten Mädels an. Zuerst musste ich eine Desensibilisierungsphase durchmachen. Weißt du, wie lange die gedauert hat? Drei Tage! Du hattest jetzt drei Tage, also zieh dir schon den verdammten BH an.“

Es ist kein Wunder, dass Dee so erfolgreich ist—sie hat eine instinktive sexuelle Macht. Seltsamerweise schafft sie es, komplett dominant und dabei zu 100 Prozent feminin zu sein. Und ich schätze, dass diese beiden Eigenschaften leider sehr selten Hand in Hand gehen. In diesem Moment bin ich ihr jedenfalls hörig. Ich würde alles tun, was sie will.

„Wir machen jetzt ein sogenanntes ,Beat down‘, erklärt sie aufgeregt. „Kannst du ordentlich zuschlagen?“

„Nein.“

„Mach einfach eine Faust und hau zu. Aber nicht ins Gesicht schlagen, konzentriere dich auf den Bauch und Arsch. Wir dürfen keine Spuren hinterlassen, er ist verheiratet.“

„OK.“

„Und fang an, Wasser zu trinken, er kriegt nämlich eine Golden Shower von uns.“

„Oh, äh …“, stottere ich. „Ich weiß nicht … Was ist, wenn ich nicht muss, wenn ich soll?“

„Oh, keine Sorge“, sie zuckt mit den Schultern, „ich pinkel zuerst und wenn du das hörst, musst du bestimmt auch pinkeln.“ Ich nicke und sie wirft mir eine Flasche Evian zu. Und während ich dort mit weichen Knien stehe und das Wasser runterstürze, wird mir plötzlich klar, dass ich keine Angst vor dem Pinkeln und Prügeln usw. habe. Wovor ich wirklich Angst habe, ist, sie zu enttäuschen.

Ach, nur ein Sklave, der Wichse aus einem Napf schleckt. Nix besonderes.
Als der Cop auftaucht, habe ich vor lauter Nervosität schon so viel Wasser getrunken, dass ich das Gefühl habe, mir gleich in die Hose zu machen. Er ist ungefähr 40 und hat einen roten Kopf, der direkt auf seinen breiten Schultern zu sitzen scheint. Der Kerl ist riesengroß. Sobald er durch die Tür gegangen ist, fängt Dee an, ihm die Klamotten vom Leib zu reißen und ihn gleichzeitig zu schlagen. Erst stehe ich wie angewachsen da, aber als Dee mir einen Blick zuwirft, der zu sagen scheint: „Äh, hallo, hilf mit!“, fange ich auch an ihn zu schlagen. Wir reißen seine Hose herunter und ich halte ihm die Arme hinter dem Rücken fest, während Dee ihm mit einer Schere die Unterwäsche zerschneidet. Er fährt total drauf ab. Zwischen den Schlägen schreit er übertrieben dramatisch: „Oh Gott, helft mir!“ und „Diese Frauen misshandeln mich!“ Ich fühle mich, als würde ich in einem echt miesen Porno mitspielen. Das ist ziemlich cool.

Nach ungefähr 15 Minuten ununterbrochener Prügel befiehlt Dee dem Sklaven, ins Badezimmer zu gehen. Erstaunlicherweise bin ich eher erleichtert als nervös. Wir quetschen uns zu dritt in die Dusche—der Sklave legt sich auf den Rücken, Dee grätscht über sein Gesicht und ich hocke über seinem Bauch. Ich ziehe meine Unterhose zur Seite und pinkel sofort los, worauf Dee mit leuchtenden Augen zu mir hoch sieht—sie ist beeindruckt. Sie ist wirklich unglaublich hübsch, wie eine nuttigere Version von Audrey aus Twin Peaks. Ich verspüre plötzlich den Drang, sie zu küssen, aber dann wird mir klar, dass immer noch Pisse aus mir rausläuft, was ein spontanes Rummachen etwas seltsam oder unprofessionell erscheinen lassen könnte. Konzentrier dich, denke ich. Kurz darauf beginnt auch Dee zu pinkeln, und als der Sklave mit unserer Pisse gurgelt, geben wir uns einen heimlichen High Five. Ich bin stolz.

Der Rest der Sitzung ist verschwommen. Ich habe solche Adrenalinschübe, dass ich immer erst weiß, was ich getan habe, wenn es schon vorbei ist. Der Sklave beschäftigt sich damit, wie ein Hund zu bellen und zu hecheln und mit seinem unsichtbaren Schwanz zu wedeln. Wenn er brav ist, füttern wir ihn mit Hundekeksen. Wenn er unartig ist, muss er an unseren Strap-ons lutschen. Für das Finale spritzt er in einen Hundenapf ab, den er dann sauber leckt (natürlich).

Während sich der Cop anzieht, kommentiert er scherzhaft, wie er jetzt die zerrissenen Klamotten vor seiner Frau verstecken müsse. Sie würde nie ahnen, was er hier täte und dächte, dass er gerade „Schnee schaufelt“. Dee nickt nur lächelnd und lässt ihn reden. Während er Dampf ablässt und in so einer Art kathartischer Explosion losplappert, wird mir plötzlich klar, wie unglaublich wichtig Dee diesen ganzen Leuten ist. Sie ist nicht nur bloß eine heiße Mieze, die dafür bezahlt wird, dass sie Leute herumkommandiert; sie ist ihre einzige Zuflucht. Sie sieht sie, wenn sie am verletzbarsten sind, sie weiß Dinge über sie, die ihre Frauen, Mitarbeiter und Freunde nie wissen werden, nie wissen dürften. Sie brauchen Dee dringend. Es ist, als ob sie Gott wäre oder so. Jedenfalls wenn Gott eine Latexmieze wäre.

„Hat’s dir gefallen?“, fragt sie, als wir wieder alleine sind.

„Ja“, lächle ich, „es hat mich nicht wirklich angetörnt. Ich war einfach, keine Ahnung, high, schätze ich.“

„Ich weiß, was du meinst“, sagt sie und zieht ihre normalen Klamotten an—Jeans und T-Shirt. „Ich finde es auch nicht sexuell erregend. Es ist eher eine mentale Erregung—eine Erregung des Egos. Ich stehe drauf, Männer zu erniedrigen.“

Sie greift mit jeder Hand eine Brust und knetet sie. „Es ist besser als ein verdammter Orgasmus. Weibliche Überlegenheit vom Feinsten.“

„Ja …“, sage ich und starre auf die Hundekekse in meiner Hand, „ich würde es am liebsten gleich noch mal machen. Aber ich schätze, dass ich in meinem Inneren noch ein bisschen, keine Ahnung, Schiss habe. Aber auf eine gute Art.“

„Die Sache ist, dass ich mein Leben lang die Dominante in Beziehungen war—das Alphaweibchen. Also war es nur ein kleiner Schritt zur Domina. Und ja, ich hatte auch erst Schiss, aber dann dachte ich: ,Scheiß drauf, habe schon gruseligere Sachen für umsonst gemacht!‘ Im Grunde finde ich, dass jeder das tun sollte, was er am Besten kann—und ich kann das hier am Besten. Und du auch“, sagt sie und legt mir die Hand aufs Knie, „du bist ein Naturtalent.“ Und für den Bruchteil einer Sekunde liebe ich sie.


Kleines Domina-ABC:

BDSM
setzt sich aus den Anfangsbuch­staben der englischen Begriffe Bondage & Discipline (B&D), Dominance & Submission (D&S) und Sadism & Masochism (S&M) zusammen und be­schreibt die Praxis einvernehmlicher erotischer Machtspiele.

DOMINA, DOMME ODER DOMINATRIX
eine dominante Frau, die bei sadomasochistischen sexuellen Aktivitäten die sadistische Rolle einnimmt. Wird auch als Herrin oder Mistress bezeichnet.

PRODOMME
eine Domina, die im Gegensatz zur Femdom oder Domse Geld damit verdient, ihre Klienten zu dominieren   SUB
eine Person, die sich freiwillig in die Position des Machtlosen begibt und eine andere Person ihn oder sie kontrollieren lässt.

SISSY
ein männlicher Sub, der sich verweiblichen lässt, indem er zum Beispiel Frauenkleidung tragen muss usw.

CASH PIG
ein Geldsklave; jemand, der seiner oder ihrer Domme als Zeichen finanzieller Unterwürfigkeit Geld überreicht.

KEUSCHHALTUNG
das Verbot jeglicher sexueller Aktivität des Sklaven durch eine Domina, zum Beispiel mit Hilfe eines Keuschheitsgürtels um den   Penis des Subs.

SKLAVE
ein Sub, der einer Domina freiwillig auf unbestimmte Zeit dient.

LIFESTYLE-SKLAVE
ein Sklave, der seiner Domina auf Wunsch zu Diensten steht, aber nicht dafür bezahlt. Ein Livestyle-Sklave kann von seiner Domina zu allem Möglichen herangezogen werden—von einer Fußmassage bis hin zum Installieren der Klimaanlage oder der Erledigung von nervigem Papierkram, wie zum Beispiel der Steuererklärung.

GOLDEN SHOWER ODER NATURSEKT
jemanden bepinkeln. (Nicht auf die BDSM-Szene beschränkt.)

 
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