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Die Tage des Herrn

Greg Reynolds unterdrückte seine Homosexualität und seine Sehnsucht nach Liebe, um als Pastor für eine christlich-evangelikale Organisation zu arbeiten.

In den späten 1970ern und den frühen 80ern, als ich mich noch nicht geoutet hatte, habe ich als Universitätspastor für eine christlich-evangelikale Studentenorganisation gearbeitet, die sich InterVarsity Christian Fellowship nannte. Während dieser Jahre kämpfte ich mit meiner Homosexualität. Ich war vor Schmerz überwältigt und sah keine andere Möglichkeit als mein sexuelles Verlangen und meine Sehnsucht nach Liebe zu unterdrücken. 1978 gab mir eine befreundete Missionarin eine 35mm Pentax K1000, die sie nicht brauchte. Ich hatte kaum Ahnung von Fotografie, aber ich liebte es Bilder zu schießen. Es war nie meine Absicht, die amerikanische evangelikale Bewegung zu dokumentieren. Eher wollte ich die Leute und Orte fotografieren, die mir wichtig waren. Heute sehe ich, dass die Kamera mir erlaubte in Bildern das auszudrücken, was ich mit Worten nie hätte sagen können.
 
Da weder Therapie noch Gebet mich in einen glücklichen Hetero verwandeln konnten, outete ich mich schlussendlich und trat aus der Kirche aus. Meine alten Kodachrome-Bilder möchte ich bald als Buch mit dem Titel Jesus Days veröffentlichen. Ihr könnt mich bei der Realisierung meines Projekts über Kickstarter unterstützen. Meine Fotos bieten einen einmaligen Einblick in die bizarre Welt des IVCF, das damals 500 Ortsgruppen in säkularen Universitäten in ganz Amerika vorzuweisen hatte. Ich fotografierte meine Freunde aus der Bewegung beim Beten und bei der Studentenberatung. Ich hielt ihre Missionarstätigkeiten im Ausland fest und wie sie Bibelstunden und Gruppentreffen abhielten. Hier sehr ihr ein paar Fotografien aus meiner Sammlung. Viel Spaß!