Hier sind unsere Reviews zu THE GREEN APPLE SEA, SHANG-A-LANG, DEVILS BRIGADE und AXEL WOLPH
THE GREEN APPLE SEA
Northern Sky, Southern Sky
K&F/Broken Silence
Videos by VICE
Seit geraumer Zeit warte ich auf den Tag, an dem Brian Wilson mit einer schweren Depression in eine Psychoklinik eingeliefert wird. Wenn man sein ganzes Leben nur in so einem verstrahlten Sunnyboy-Modus unterwegs ist, wird sich das zweifellos irgendwann rächen. The Green Apple Sea haben nun tatsächlich ein Album vorgelegt, das klingt, als ob ein depressiver Wilson in der Psychoklinik ein paar Songs aufgenommen hat. Offenbar ist man nirgends vor diesem Typen sicher.
PIT COMMANDER
SHANG-A-LANG
Collection
Silver Sprocket/Facepalm
Der Winter steht langsam vor der Tür und eins ist klar: Er wird lang, kalt und menschenverachtend. Höchste Zeit also, sich Shang-a-Langs Best-Of Platte zu besorgen und sich zu freuen, dass es irgendwo auf der Welt immer noch jemanden gibt, der noch viel beschissener dran ist. Oder anders gesagt: So viel Rotz wie diese vier Südstaatenpunks in ihrer baufälligen Garage versprühen, kann sich in deinen erkälteten Nebenhöhlen gar nicht ansammeln.
MASTER PUH
DEVILS BRIGADE
Devils Brigade
Hellcat Records
Ich kann mir nicht helfen, aber bei diesem Psychobilly-Projekt von Rancid-Bassist Matt Freeman fühle ich mich umgehend in eine Zeit versetzt, als meine Eltern mich zwangen auf irgendwelche Pfadfinderzeltlager zu fahren, wo ungewaschene Filzhippies ihren Mittelalter-Fetisch auslebten und abends bei einer Wurzelsuppe und einem Grog am Lagerfeuer irische Volkslieder grölten. Natürlich ist es eine Kunst, wenn Musik solch intensive Erinnerungen wachrufen kann, aber andererseits war das eine ziemlich seltsame Zeit und ich bin froh, dass sie vorbei ist.
PIG EMPLOYER
AXEL WOLPH
…Feeltank
United Indies
Was für eine seltsame Platte. Ein Songwriter, Familienvater und Pendler, der mit einem Gemisch aus Stadionpop a la Coldplay mit einer Prise Spiritualized und Americana aufwartet, dazu eine XXL-Portion große Gefühle und Beziehungsaufarbeitung. Das klingt auf dem Papier ganz fürchterlich, und auf Platte auch, aber nur manchmal. Manchmal klingt es auch so, als wäre die Zeit gerade eine andere geworden und du wirst hinein gesogen in den Bann der sonderbaren Wolph’schen Welt. Weil, Lieder machen, das kann er wirklich. Eventuell ein paar Jahre zu spät, aber er ist ja auch aus Österreich.
STEIERMARK RADIO ONE BLUES
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