We hearted Haiti

Ich habe fast den ganzen Oktober in Haiti damit verbracht für VICE einen Beitrag über Drogen zu filmen, die in Voodoo-Ritualen zur Zombifikation verwendet werden. Das Montana, ein Hotel in dem ich mal leicht überkochte Spaghetti Carbonara gegessen habe und mich darüber beschwert habe, dass der Flan „annehmbar, aber wirklich nicht so toll war,” ist jetzt ein rauchender, mit etwa 200 Leichen gefüllter Trümmerhaufen.

In den Bildern der Zerstörung habe ich ein Bild meines Guides  Alex gesehen, er war voll mit Blut. Er wurde lebendig begraben und hat sich selbst aus den Überresten seines Hauses ausgegraben. Die Chancen, dass er im Fotoblog der NY Times auftaucht und dass ich ihn sehe, sind wahrscheinlich eins zu einer Million. Wir haben bisher sonst noch niemanden erreicht, der bei der Nzambi Produktion mitgemacht hat, es ist gut möglich, dass die anderen tot sind.

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Haiti ist ein Land, dass schon vorher am Rande des totalen Chaos stand, wo du nicht alleine auf die Straße konntest (nicht mal tagsüber) und es manchmal sogar unter den besten Umständen nicht möglich war, an Benzin zu kommen. Unser Bodyguard drohte regelmäßig irgendwelchen Leuten damit sie in Ziegen zu verwandeln und diese Leute hatten regelmäßig Angst, dass er das wirklich machen würde. Ich kann mir eigentlich keinen Ort vorstellen, der weniger gut auf eine solche Katastrophe vorbereitet ist.

Hier sind ein paar Bilder von unserem Trip, falls ihr sehen wollt, wie es ausgesehen hat bevor es die Hölle auf Erden wurde. Deane Lavoie hat sie gemacht und auch die Texte dazu geschrieben.

Ich bin normalerweise nicht jemand, der sagt du sollst dich an irgendwas beteiligen,  aber vielleicht solltest du diesmal drüber nachdenken. Schau dir nur genau an, wofür du spendest, nicht dass es nachher für den Tourbus der Fugees Reunion ist, oder sowas.

HAMILTON MORRIS

Wir haben den größten Teil vom Oktober auf Haiti verbracht und einen Beitrag über Voodoo-Drogen gemacht. Hier sind ein paar Schnappschüsse davon wie es vor dem Beben ausgesehen hat. Wir wollen gar nicht wissen wie es da heute aussieht. (Wir wünschen uns auch, wir könnten ein paar von den Witzen zurücknehmen, die wir darüber gemacht haben, wie beschissen Haiti ist. Sorry Haiti.)

Das hier ist Alex, unser Guide.

Alex mit seinem Voodoopriester-Freund.  Etwas früher an dem Abend hat er uns erzählt, er könnte eine Geister-Posse zusammenrufen und Glas essen. Wir haben nichts davon gesehen.

Diese Plastikflaschen sammeln sich bei Regen immer an der gleichen Stelle.

Das  schöne Port-au-Prince.

Das Geisterzimmer von Baron Samedi.

Das ist vermutlich Gang Graffiti.

Ein Detail einer Wandzeichnung auf der Wand in einem Voodoo Tempel.

Hamilton Morris und Fritzner, unser haitianischer Kameramann, im Montana Hotel, das jetzt in Trümmern liegt.

VBS Produzent Santiago Stelley tanzt mit einer Einheimischen. Am Ende des Abends musste er ihr 20$ zahlen, weil er drei Mal mit ihr getanzt hat. Die Bar hatte kein Dach.

Hamilton im Montana Hotel mit zwei neuen Freundinnen, die er etwas früher in der selben Nacht in der Bar kennengelernt hat.

Das hier ist alles, was Hamilton nach Haiti mitgenommen hat. Immerhin mehr, als er zum Amazonas dabei hatte.

Hamilton nach seiner ersten Voodoo-Zeremonie.

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