BFW — Oh Gott

Samstag war endlich der letzte Tag der Fashion Week und ich bin sehr glücklich noch am Leben sein zu dürfen.
Damit ihr euch ein Bild meines körperlichen Zustandes und des nicht vorhandenen Essens bei Modenschauen machen könnt, hab ich euch hier zusammengestellt, was ich in vier Tagen zu mir genommen habe. Ach ja, normalerweise esse ich das alles schon zum Frühstück.

TAG 1
— eine handvoll Erdnüsse und zwei kleine Quadrate Focaccia bei Joop
— ein Spiegelei und zwei Schokoladenkekse, die meine Mitbewohnerin mir nach der Dieselparty ans Bett gestellt hat, damit ich nicht sterbe.

Videos by VICE

TAG 2
— ein Minidöner abends vor der Adidasparty in einem Imbiss, Mini wohlgemerkt, weil ich mir nicht sicher war, ob mein Magen bei einem großen nicht auseinanderbrechen würde.

TAG 3


— eine alte Scheibe Toast mit Pesto zum Frühstück oder das einzige, was wir noch im Kühlschrank hatten, da ich auch keine Zeit für Einkäufe hatte.

— ein Miniminifleischsalat, eine Miniminisuppe und ein Minifleischbällchen bei Michalsky

TAG 4
— drei Surimi


Dazu hatte ich ungefähr acht Liter Wodka plus den ganzen anderen Quatsch und drei Stunden Schlaf pro Nacht. Oben auf dem Foto seht ihr das Verhältnis Alkohol zu Essen noch mal verbildlicht.

Nachdem ihr jetzt also Bescheid wisst, in welchem Dämmerzustand aus verhungert und immer noch schwer betrunken ich mich am Samstag befand, könnt ihr euch vielleicht denken, dass ich keine Ahnung hatte, was um mich herum passierte, als ich bei der Stine Goya Show abends im Fashion Week Zelt saß. Ich war stattdessen einfach nur zufrieden damit, in einem warmen, dunklen Raum zu sitzen und an dem Mineralwasser nippen zu dürfen, das man mir gegeben hatte.

Glücklicherweise habe ich es allerdings noch hinbekommen, Fotos von den Sachen auf dem Laufsteg zu machen, so dass wir uns die jetzt hier alle zusammen angucken können:

Aus irgendeinem Grund hatte sich Stine dazu entschlossen, auch die Sommerkollektion 2010 zu zeigen, was mich ein wenig gewundert hat. Die Sachen waren nichtsdestotrotz ziemlich super und gerade die Batiksachen haben mir gut gefallen.

Die Winterkollektion hatte vor allem tolle Hüte. Wie ihr seht, war ich also ausgerechnet bei der besten Schau der Fashion Week in ein Halbkoma gefallen.

Von Stine Goya aus gings jedenfalls in den Showroom von Nils Dunkel in die projektGalerie.

Auf der Fahrt dorthin muss ich kurzzeitig im Shuttle eingeschlafen sein, aber nach einem Tritt meiner Fashion Redakteurin war ich dann wieder bereit und schaute mir Dunkels Sachen an.

Nils Dunkel malt Tierköpfe auf T-Shirts, hat jetzt aber auch damit angefangen, welche auf Hosen zu drucken. Er ist so etwas wie der kleine Mozart der Berliner Modeszene, weil er seine T-Shirts schon mit 17 im Quartier 206 auf der Friedrichstraße (googelt es, falls es euch nichts sagt) verkauft hat.

Weil ich nicht auf einer der vielen Fashion-Week-Closing-Parties bewusstlos auf irgendeinem ranzigen Sofa einschlafen wollte, bin ich dann so schnell wie möglich nach Hause gefahren und habe das Essen meiner Mitbewohnerin geklaut.
Die Fashion Week ist zwar jetzt endlich vorbei, aber wir bringen ich euch die nächsten Tage noch einige Videos und Extras der letzten Woche.

Thank for your puchase!
You have successfully purchased.