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Wir schreiben den 20. April—und damit nicht nur den Geburtstag von Adolf Hitler, in den gestern bei der Pegida-Kundgebung in Wien einige hineingefeiert haben und der immer noch zu Problemen mit dem ehemaligen Wohnhaus des Diktators in Braunau geführt hat, sondern auch den allerhöchsten Feiertag im Kiffer-Kalender.
4/20 ist bereits seit den 70ern eine Art Code für Weed. Das geht angeblich zurück auf eine kalifornische Hippie-Gruppe namens Waldos, die sich tagtäglich um 16:20 Uhr an einer Statue von Louis Pasteur traf, um anschließend einer versteckten Hanfpflanze zu huldigen. Diese Treffen fixierte man mit einem kurzen „4/20 Louis”, was irgendwann nur noch zu „4/20″ und letztendlich zu einem Synonym für Gras im Generellen wurde. Gleichzeitig war damit ein Feiertag geboren. Diesen feiert man ordnungsgemäß damit, ihn täglich zu feiern.
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Persönlichkeiten pro Cannabis

Zahlreiche Politiker, Schriftsteller und Moneyboy sprechen sich für eine Entkriminalisierung von Cannabis aus. Weil jeder selbst entscheiden sollte ob er Weed smoked oder nicht.
Kifferfilme, die gar keine sind

Dass Wayne’s World und Napoleon Dynamite eigentlich die ärgsten Trips sind und somit nur getarnte Stoner Movies, dürfte mittlerweile auch klar sein. Wie sonst erklärt man sich Zeitreisen, Aerosmith und Durchbrechungen der vierten Wand mit Bubenwitzen?
Wiener Weed ist besser als sein Ruf

In unserer Kolumne „Jeden Tag 4/20” haben wir euch außerdem alles rund um Legalisierung, E-Joints, Diät-Weed und kiffende Priester vorgestellt. Wir haben sogar ekliges, dunkel-gräuliches Zwitter-Gras mit Holzkohle-Aroma geraucht, nur um uns von der angeblich miesen Qualität von Wiener Straßen-Weed zu überzeugen.
Jesus, Hitler, Rihanna

Foto: Mardi Grass | Flickr | CC BY 2.0
Im letzten Jahr fiel 4/20 mit Ostern zusammen—und schon damals haben wir uns gefragt, was Hitler, Jesus und Rihanna eigentlich mit Gras zu tun haben. Für Letztere muss der heutige Tag wohl besser als Weihnachten und Geburtstag zusammen sein.
Anti-Gras, um vom Kiffen wegzukommen

Von dem grasähnlichen Gras, das kein Gras ist, und dir helfen soll, vom Gras wegzukommen, fangen wir gar nicht erst an. Wir empfehlen bei Problemen diesbezüglich eher die Suchthilfe aufzusuchen anstatt faulige Teeblätter zu rauchen.
Während also in den USA der 20. April ein weitgehend etablierter Gegenkultur-Feiertag ist und mit riesigen Treffen beziehungsweise Massen-Kiffen zelebriert wird, überlegen wir weiterhin, ob das Ganze vielleicht doch irgendwas mit Hitler zu tun hat—nicht nur wegen der geografischen Nähe, sondern auch wegen dem anhaltenden Rechtsruck, der international gerade abgeht und anscheinend kein Ende nimmt. Vielleicht täte ja vielen Menschen ein Joint gut. Happy 4/20!
Mit Franz auf Twitter rauchen: @FranzLicht