Es gibt jenseits des Ketaminrauschs wohl kaum eine grössere Erleuchtung als plötzlich zu erkennen, wieviel eine aussterbende Bärenrasse wie der grosse Panda und das Adelsmetall Gold gemeinsam haben. Zweifellos handelt es sich um brisante Symptomatiken des globalen Spektakels, auch wenn es aus einer etwas rationaleren Perspektive vielleicht nach eher niedlichen Marginalitäten klingen mag.
Ominös auffallend ist zunächst der ständige (!) transatlantische Güterverkehr in gewaltigen Frachtschiffen, deren Sicherheitsvorkehrungen tendenziell denjenigen atomarer Sprengsätze entsprechen, obwohl die dahinterstehenden Transaktionen bestenfalls einem besseren Kuhhandel irgendeines nepalesischen Dorfbazars gleichkommen.
Videos by VICE
Mindestens so verdächtig ist weiterhin der mediale Hype, der die beiden Phänomene Panda und Gold in der öffentlichen Sphäre begleitet. Kaum weht irgendwo nur der leiseste Wind, dass eines dieser Dinge bald in einem mehr oder weniger legalen Etablissement zu sehen ist, lässt die Menschheit augenblicklich alles stehen und liegen, was ansatzweise mit sozialer Verantwortung zu tun hat. Kinder, Jobs, einfach Alles! Ist die Witterung erst einmal aufgenommen, werden sie wild dorthin stürmen wie ausgenüchterte Punks an ein Freibierkonzert.
Der absurde Höhepunkt der Parallelen besteht in der gemeinsamen Vergangenheit; nämlich die Geschichte wie der kosmische Geniestreich, die Spezies Homo Sapiens auf alle erdenklichen idiotischen Weisen versucht hat die beiden Dinge künstlich herzustellen.
Die Story der synthetischen Goldherstellung ist bereits einige hundert Jahre alt und erzählt von sozial verstossenen Narren, die sich mit den Künsten der Alchemie entweder auf den Scheiterhaufen gebracht haben oder an einer Bleivergiftung abgekratzt sind. Naja. Da tritt die Geschichte der Pandazucht schon etwas jugendlicher auf: Nachdem es den Zoologen (a.k.a verschmähte Amateur Porn Talente) im Chiang Mai Zoo in Thailand nicht gelungen ist, die laue Bärenlust mit mehrstündigen Pandapornos zu erregen, hat sich die Forschung auf die etwas orthodoxere Methode der künstlichen Befruchtung mit Tiefkühlsperma verlagert.
Wie dem auch sei, Gold hat eine blühende Zukunft, die Pandas wohl etwas weniger, aber beide treffen sich auf jeden Fall in der Zukunft, nämlich am nächsten Samstag um 23.00 Uhr an der Dienerstrasse 33 in Zürich, wenn der britische Musiker Gold Panda die Kellerwände des Klubs Zukunft mit seinen rauschenden Klangwelten leuchten lässt! Begleitet vom Berner Beattalent Dimlite wird der flauschige Panda im Rahmen des Life@Zukunft Festivals das Publikum zu einer magischen musikalischen Reise mitnehmen. Wir verlosen 3×2 Tickets. Schickt uns eine Email mit dem Betreff Pandsex und einer passenden Grimasse dazu an info@viceland.ch