Musikreviews

Hier sind unsere Reviews zu JACK ROSE, THE STICKS, DUM DUM GIRLS und THE BUNDLES

THE BUNDLES
S/T
K Records/Cargo Records

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Das Konzept „Supergroup” hat sich mir nie so Recht erschlossen. Die Idee, Talent oder Erfolg einfach zu addieren, um einen höheren Grad an Sättigung zu erreichen, ist irgendwie suspekt, so als ob man zwei Genies mit den Köpfen aneinander schlägt, um ihre Intelligenz zu steigern. Auch Kimya Dawson und Jeffrey Lewis haben zwar eine Menge guter Ideen, bestehen jedoch darauf, sie alle auf einmal und durcheinander vorzutragen. Das erinnert dann mitunter etwas an die morgendliche Tobestunde in einem schrulligen Öko-Kindergarten, die erst dann vorbei ist, wenn mindestens eine/r heult. Vielleicht hätten sie erst noch mal bei Karen O anrufen sollen?

LUX FLUX

DUM DUM GIRLS

I Will Be

Sub Pop

Kaum hat sie die sich anbahnenden Hype-Welle lässig übersprungen, da ist die Dame, in die wir uns schon unmittelbar nach Erscheinen ihres grandiosen G. G. Allin-Covers „Don’t Talk to Me” verliebt haben, auch schon zu einer echten Anwärterin für das Album des Jahres geworden. I Will Be vereint all die guten Ansätze von Labels wie Woodsist, Captured Tracks, Art Fag, Hozac, etc. ad infinitum zu einem echten Slacker-Pop-Punk-Meisterwerk.

KEVIN GERT

THE STICKS
S/Tl
Upset the Rhythm

Endlich hat Brightons schnoderrigste und kaputteste Lo-Fi-Band eine LP aufgenommen. OK, genau genommen ist es keine LP, sondern es sind zwei 7-Inches, aber in diesem Fall muss man wohl nehmen was man kriegt, denn viel näher wird England nicht mehr an seine eigene Version der Hospitals herankommen.

RIP TORN

JACK ROSE
Luck in the Valley
Thrill Jockey

Diese Neo-Pre-War-Bluegrass-Jugband-Music-Instrumentals machen mir mehr Freude als das ganze letzte Jahrzehnt zusammen. Warum? Keine Ahnung. Ich vermute, es hat damit zu tun, dass sie sich einen Dreck um alles scheren, was uns derzeit so umgibt.  So zu tun, als hätte es die letzten 80,90 Jahre nicht gegeben, hat etwas Befreiendes. Nennt mich ruhig einen kulturpessimistischen, zivilisationsmüden Penner, aber zu meiner Verteidigung will ich sagen, dass das nicht weniger Augenverschließen und Weltflucht ist als jedes Wochenende auf Zeuchs zum Abfeiern in den Läden unterwegs zu sein.

GRANDSON GARCIA

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