Grelle Forelle Tag 1

Im Vorfeld ist ja superviel drüber geredet – und weil wir in Wien sind – natürlich auch geschimpft worden. Von uralten Patenten bis hin zum schlechten Publikum und dem Gerücht, dass der Club bis zur Eröffnung letzten Freitag nicht fertig sein würde, war alles dabei. Jetzt, nach dem ersten Wochende sind die meisten nicht viel schlauer, weil sie nicht dort waren oder zwar dort waren, aber nicht reingekommen sind. Aber dafür habt ihr ja uns und den besten Fotografen der Welt: Piotr Sokul!

1. Alles notwendige steht.

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Die Lichtanlage ist noch nicht komplett (zum Beispiel fehlt die Lichttapete im superhellen Küchenvoraum) und die Gaderobe war zum Teil ins Freie ausgelagert, aber im großen und ganzen ist der Club fertig. Und wir reden hier von für Wiener Verhältnisse riesigen Dimensionen. Abgesehen von der Schlange vorm Eingang muss man hier nirgendwo lang anstehen und der Main-Floor hat seinen Namen wirklich verdient.

2. Strenge Tür und No Photos Politik: trifft so halb zu. Ja, es wurden einige Leute weggeschickt, wie man auch hier nachlesen kann. Und dass keine Kameras (mit Ausnahme unserer!!!) erlaubt sind, taugt uns natürlich. Überhaupt ging alles erstaunlich freundlich von statten. Übewältigend freundlich sogar. Weder am Eingang noch irgendwo im Club ist jemand gschissen aufgefallen – was auch auf die Bereiche zutrifft, in denen man gerne für sich sein möchte. Die Securitys, sonst oft ein Grund, Lokale zu meiden waren zwar da, haben nie gestört. Und was wir so von den Buben mitbekommen haben, die dort Chef sind, taugt uns sehr.

3. Das Publikum. Über das Publikum wurde bis jetzt am meisten geredet. Und ja, es war durchwegs aufgemascherlt und schnöselig. Aber erstens ist so etwas zwar ein bissi geschmacklos aber nicht ungeil und am wichtigsten NICHT UNGUT. Und zweitens hatte das nichts mit der Door Policy zu tun. Von den vielen traurigen WU und Juridicum Gesichtern vorm Eingang konnte man sogar eher auf das Gegenteil schließen. Kurz: Der Club ist vom Gefühl her keine Passage oder Volksgarten, im Gegenteil, es wollten leider nur überproportional viele Douches hin. Also liegt das vermutlich an euch und der Tatsache, dass ihr zu Faul wart, in einer Schlange zu stehen (was nicht unverständlich ist).

4. Die Getränkepreise. Ui, der einzige echte Kritikpunkt. Wir sind erstens zu arm und zweitens zu geizig um uns Seiterl um 4 Euro zu leisten, auch wenn es in der Flasche daher kommt. Aber dafür passt bei den Longdrinks alles. Und sein wir uns ehrlich, in Techno-Clubs wird entweder Vodka oder Wasser konsumiert, was das ganze schon wieder erträglich macht.

5. Der Rest: womit die Anlage, die Architektur und halt der restliche Scheiß gemeint ist, den wir hier nicht weiter punktuell aufzählen wollen, ist ziemlich leiwand. Es ist ganze einfach ein solider Technoclub, in dem man ganz ordentlich feiern kann, wenn man Motivation zum Spaßhaben mitbringt. Es ist dort weder besonders bochen noch abgefuckt ranzig, aber das passt schon so (bis auf Punkt 4!). Zumindest am Freitag war das einzige, was gezählt hat, der Wille zum Feiern. Und das ist nicht das verkehrteste.

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