Rostbratwürste und Tailwhips


Die erste Section war der „Drop”, bei dem die Fahrer aus mehreren Metern aus der Nürnberger Burg geflogen kamen.

Es gibt zwei Sachen, die immer und immer wieder in einem Atemzug mit Andrea Rosso genannt werden. Eine davon ist, dass er haufenweise Kollaborationen herausbringt, eine nach der anderen. Vor ein paar Monaten haben wir uns deshalb bereits mit ihm über die

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Zusammenarbeit mit dem Fotografen Alex Fakso unterhalten und die Panini-Kollektion vorgestellt. Neben Fotografen und Sammelbildchen umfasst das Portfolio von 55DSL auch Künstler, Getränke, Kopfhörer, Tätowiererinnen, andere Modelabels, die Firma, die die Zelte für die italienische Armee produziert u.v.m.
Die aktuellste Kollaboration fand gerade mit dem Red Bull District Ride in Nürnberg statt, einem Wettbewerb, bei dem Typen auf Fahrrädern an Rostbratwurstständen und Zehntausenden Zuschauern die Nürnberger Altstadt  runterrasen und zwischendrin Backflips, doppelte Backflips, Frontflips, Tailwhips, Supermans etc. machen.
Da Andrea so freundlich, offen und auf dem Boden geblieben ist, haben wir dieses Event zum Anlass genommen, um mit ihm über seine Lieblingsbeschäftigung, das Kollaborieren, gesprochen.
Ach so ja, die andere Sache hat mit seinem Vater zu tun.


Andrea Rosso schaut sich einen Run auf seiner eigenen 55DSL-Section an.

VICE: Kollaborationen sind für dich sehr wichtig. Warum?

Andrea Rosso: Ich habe gemerkt, dass ich gerne mit anderen Menschen zusammenarbeite. Zuerst haben wir mit Kollaborationen herumexperimentiert und es war zu Beginn nicht einfach, weil man nie weiß, was für Probleme auftauchen, wenn man mit einem anderen Unternehmen zusammenarbeitet. Ich verbinde 55DSL auch mit dem Lifestyle von anderen. Deswegen machen wir das und lieben es. Es entstehen ständig neue Ideen.

Sind dir Künstler und Fotografen lieber oder doch eher die großen Unternehmen?

Das hängt ganz davon ab, was man macht und wo. Wenn wir etwas mit Künstlern machen, bevorzuge ich z.B. eher junge, aufstrebende Leute abseits vom Mainstream. Wir haben auch schon mit sehr großen Unternehmen wie Panini zusammengearbeitet oder mit der Firma, die die Zelte für die italienische Armee herstellt. Das war schon etwas merkwürdig.

Wo liegen die Unterschiede in der kreativen Arbeit?

Bei den großen Unternehmen muss man viel Verständnis aufbringen, weil sie immer wenig Zeit haben. Wenn man das aber beachtet, kann man eigentlich alles machen. Und bei kleineren, unbekannteren Künstler ist es bemerkenswert ist, wie viel Leidenschaft jemand in seine Arbeit stecken kann. Man sieht die Hingabe einer einzelnen Person.
Das eine ist komplizierter, man muss also viel investieren und der Geschäftsanteil ist höher. Im anderen Fall muss der Künstler die Firma verstehen und ihre Sprache erkennen und lernen.

Wie machen sich solche Kollaborationen hinterher bemerkbar?

Gelegentlich denkt man, dass bestimmte Dinge besser hätten laufen können. Einige Arbeiten kann man eher als Marketing ansehen, einige als Übung oder Experiment und manchmal ist es einfach eine gute Möglichkeit, ein Geschäft zu machen. Es überwiegt also mal dies und mal das.

Seht ihr euch bei diesem Event also eher als Sponsoren?
Nicht nur. Wir mussten ja auch unseren Teil der Strecke entwickeln und gestalten. Wie sollen die Rampen aufgebaut sein und aussehen, wo das Publikum stehen? Da sind auch viele kreative Entscheidungen getroffen worden. Das war eine neue Erfahrung. Ich komme eigentlich vom Skateboarden und nicht nicht vom Mouintainbiken und Motorcross, deswegen hatten wir auch Experten mit an Bord.

Hier seht ihr nochmal die Highlights des Red Bull District Rides:

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