Literary Special — David Cross

David Cross ist unserer Meinung nach einer der witzigsten Menschen der Welt. Deswegen haben wir ihn nach China geschickt (ihr findet die Episode im Bonusmaterial unserer Vice Guide To Travel DVD) und lassen ihn ab und an Kolumnen für uns verfassen. Wahrscheinlich wurden wir ihm aber zu langweilig, oder wir haben ihn nicht voll ausgelastet, denn er hat sein erstes Buch geschrieben und es ist der große amerikanische Roman.

Es ist drei Uhr nachts, während ich diese Zeilen schreibe und gerade habe ich die ersten zwölf Seiten von David Cross’ Buch „I Drink for a Reason“ gelesen. Das Buch ist bislang nur in englischer Sprache erhältlich, aber wer David Cross aus der Serie Arrested Development kennt, wird mir rechtgeben, dass das Original dieser Serie ebenfalls tausendmal besser ist als diese billige Comedy Central-Übersetzung.
Nun, wie kann man also ein Buch nach nur zwölf Seiten rezensieren, werden die Pharisäer unter euch fragen und ich habe selbst keine Ahnung, aber was soll’s, denn schon geht’s los.

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Die Handlung, nach drei Seiten (9 Seiten umfasst das Vorwort), lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: David Cross erwacht eines Morgens und beginnt mit der Arbeit an einem Buch, dass seiner Karriere den nötigen Anstoß geben soll, doch bevor er überhaupt dazu kommt (der Roman hat das Zeug zu einem Klassiker des Genres der Digression zu werden, erhält Cross einen mysteriösen Anruf einer Firma namens […], hier endeten die drei Seiten, die ich gelesen habe.
Aber ich lasse euch natürlich nicht im Dunkeln stolpern, sondern habe nur für euch das Buch an verschiedenen wahllos ausgewählten Stellen aufgeschlagen um die rudimentäre Story zu erfassen.
Auf Seite 33 feiert Cross seinen Geburtstag, schreibt seinen Roman und befindet sich ein paar Seiten weiter plötzlich in der Welt des Erfolges wieder, in der gut und schlecht auf den Kopf gestellt sind. Wieder ein paar Seiten weitergeblättert hat er nur noch 25 Stunden um irgendetwas fertig zu stellen, oder wie man ein paar Seiten später vermuten könnte aus dem Gefängnis zu befreien.

Irgendwann, im im zweiten Drittel trifft er dann schließlich eine Frau, die diese lächerlichen, schwarzglänzenden Leggins von American Apparel trägt und wie es dann weitergeht, solltet ihr selbst lesen. Ich habe danach auch das Buch wegelegt und nicht mehr weitergelesen, da ich wirklich müde bin, und vor allem, da ich mir das lesen nicht vollends verderben wollte, dann was ich sagen kann ist, dass ich auf diesen ersten zwölf Seiten (inklusive Vorwort!) so lauthals und befreiend gelacht habe, wie seit Jahren nicht mehr. Ein Krebskind in Patch Adams hätte nicht lauter brüllen können. Es bleibt mir also nichts mehr anderes übrig, als zu zitieren, was andere über diese wunderbare Buch geschrieben haben.

„This Book is a Literary „Development“ from David that I found truly „Arresting“. I „Dev“oured every word and had to take „a rest“ after reading as I realized this book was „meant“ [sic] to be a comedy classic. This „arresting“ comedian has „developed“ into an amazing insightful writer.“

So liest es sich, wenn Mitchel Horrowitz, der Produzent der TV-Serie Golden Girls versucht ironisch-witzig zu sein. Das Buch ist jedenfalls um einiges besser und witziger. zumindest die ersten zwölf Seiten und die darauffolgenden 324 Seiten wahrscheinlich auch.

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