Sex

Der VICE Wrong Boner Blog

Es gibt eine Wahrheit, die ich erst seit gestern kenne, und sie lautet: Ich will Justin Bieber nicht kotzen sehen. Eigentlich will ich ihn ja nicht mal nicht kotzen sehen. Und das liegt nicht etwa daran, dass ich an Mysophobie leide (das ist die Angst vor ekligem Scheiß) oder seine Songs für das akustische Äquivalent zu Saw halte. Tatsächlich können kleine Grauslichkeiten das Schönste sein, was ein Star in seinem Hochglanzleben produziert. Ich denke zum Beispiel heute noch an die Szene in Pulp Fiction, wo Mia Wallace bei Jack Rabbit Slim’s an ihrer Cocktailkirsche herum nuckelt und plötzlich einen (selbst prä-HD gut sichtbaren!) Speichelfaden beim Reden zieht. Das war damals eine Sensation, zumindest, wenn man gerade dreizehn war und seine Pornos noch aus dem Tintenstrahldruck bezogen hat. Es war aber auch das Maximum an Grind, das man in Videos zu sehen bekam, also vielleicht haben sich einfach nur die Grenzen verschoben und heute rubbeln sich Mädchen am ganzen Erdenrund zu Justin Biebers Erbrochenem den Kitzler wund. Könnte ja sein. Der Grund, warum ich ihn so gut wie gar nicht sehen will, ist jedenfalls, dass sich mein Leben nur nach Bonern und Wrestling ausrichtet und Justin Bieber keinen meiner zwei Soft Spots bedient. Aber vielleicht, habe ich mir gestern gedacht, müsste er sich auch einfach nur was anderes anziehen. Aufblasbare SM-Outfits, zum Beispiel.

 BACKGROUND

Videos by VICE

Das ist also das Video, das seit Sonntag die Web-Wutbürger auf den Plan ruft und Sachen sagen lässt wie “We all knew he was pregnant”, “he probably sucked too much cock” und “I too wanna puke, when I listen to that music”. Nur ein einsamer YouTuber, der sicher runde Brillen trägt und beim Scharfstellen seiner Schweinchenaugen die Oberlippe hochzieht, kämpft gegen den siruppigen Strom und merkt an, dass Singen und Erbrechen gleichzeitig gar keine so einfache Aufgabe ist. Vielleicht sind die Menschen auch nur sauer, weil zuerst mal zwei Minuten lang nichts passiert, bevor dann 10 Sekunden nur ganz wenig passiert. Immerhin bricht Bieber keinen Shining-mäßigen Blutschwall auf die Bühne, sondern lässt quasi nur ein paar angedaute Brocken Biobrei aus dem Mundraum fallen. Skandale sehen anders aus. Und gute Outfits auch.

BONER

Es ist definitiv nicht nur schlecht, dass die Action im Bieber-Clip gerade mal 10 Sekunden dauert. Während der nach einer unrasierten Fut benannte Sänger nämlich zweimal würgte, musste ich unmittelbar daran denken, dass ihm das mit einem aufblasbaren SM-Outfit, wie es die Briten scheinbar gerne haben, nicht passiert wäre. Also, gekotzt hätte er wohl schon, aber zumindest wären wir von diesem Vorfall durch einen Schutzwall aus Latex abgeschirmt gewesen. Als das Video nach 10 Sekunden Brechreiz zu Ende war, konnte ich sofort wieder an etwas anderes denken, als an Justin Bieber in einem knallroten, aufblasbaren Gummianzug für angehende Serienmörder:

Nicht, dass ich sadomasochistisch besonders engagiert wäre, aber da ich nun mal kein Freund von halben Dingen bin, verstehe ich schon ein bisschen, was einen daran anturnen könnte. Immerhin sind solche Anzüge die ultimative Unfreiheit und Demütigung: Die Unterwerfung durch gepresste LUFT. Wie arg ist das denn bitte. Ich stelle mir jedenfalls vor, dass sich der Hochdruck rund um einen zirka so anfühlt wie Poppers und Gewürgtwerden auf einmal. Und solange man sich das nicht zu oft vorstellt (oder sich gleichzeitig in Justin Bieber hineindenkt), ist das schon ein ganz okayer Boner fürs nächste Left-Hand-Date. Mahalo!


ALMOSEN FÜR DIE HOSENLOSEN:

Der Live-Boner aus Bidens Kopf! Push-Up-Höschen für Penisse, Cupcakes für das Gefickt-Gefühl Das Internet ist ein luzider Traum voller Menschenmelkmaschinen
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