Pure X – Dry Ice
Wir räumen ein, dass wir den schon länger anschwellenden Hype um die texanische Band Pure X anfangs nicht recht nachvollziehen konnten, schütten nun aber schon seit Tagen ununterbrochen Asche auf unser Haupt, denn was sich hier mit den kürzlich veröffentlichten Tracks „Twisted Mirror“ und vor allem „Dry Ice“ ankündigt, könnte eines der besten Gitarrenalben des Jahres werden. „Pleasure“ erscheint am 8. August bei Acéphale.
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Autre Ne Veut – Sweetheart
Obwohl es langsam ein wenig nervt, dass in letzter Zeit immer mehr Musiker dem Gedanken verfallen, sie würden irgendwie interessanter und künstlerisch wertvoller, wenn sie ihre wahre Identität nicht preisgeben, wollen wir bei Autre Ne Veut aus Brooklyn noch mal ein Auge zudrücken. Schließlich gehörte sein selbstbetiteltes Debütalbum auf Olde English Spelling Bee zu unseren absoluten Lieblingen des Jahrgangs 2010, und der neue Song „Sweetheart“ beweist, dass es der Kerl noch immer besser als irgendjemand sonst versteht, eigentlich völlig verkitschten, pseudo-romantischen Synthiepop in etwas unfassbar cooles zu verwandeln. Seine neue EP „Body“ erscheint am 19. Juli bei Hippos In Tanks.
Majical Cloudz – Dream World
Aus dem beschaulichen Montréal kommen seit gut einem Jahr immer mehr musikalische Merkwürdigkeiten, ziemlich verschroben-halbschattiger Pop, der mit zum Interessantesten gehört, was und zur Zeit so geboten wird. Maßgeblich mitverantwortlich für diesen Trend ist das kleine Label Arbutus Records, das uns schon mit Grimes, Sean Nicolas Savage und Blue Hawaii zu beglücken verstand. Auftritt Majical Cloudz mit diesem wunderbar dunklem Stück Dream Pop. Die zuckersüßen weiblichen Vocals kommen übrigens von Claire Boucher alias Grimes. All in the Family.
Tropic of Cancer – A Color
Bleiben wir noch ein wenig auf der dunklen Seite. Das Duo Tropic of Cancer darf man sich eher nicht als fröhlich-glückliches Paar vorstellen, jedenfalls lässt ihr minimalistischer Dark Wave nur sehr wenig Tageslicht an sich ran. Und das, obwohl die Sonne Südkaliforniens direkt vor der Haustür ihr ewig gleiches Werk verrichtet. Oder vielleicht ja auch gerade deswegen. Tropic of Cancers EP „From the Sorrow of Two Blooms“ ist auf dem Londoner Label Blackest Ever Black erschienen und über Boomkat erhältlich.
Total Babes – Like They Always Do
Zum Schluss wird es noch mal ein wenig erbaulicher. Neulich schrieb jemand „Fuck Indie Rock“ als Kommentar unter diese Kolumne, und weil wir wissen, dass unsere Leser alle ausnahmslos große Ironiker sind gibt es hier, extra für Euch, klassischen, melodiösen, simplen Gitarrenpop. Total Babes ist das neue Nebenprojekt der Cloud Nothings aus Cleveland, und selbst wenn man diese Art von Musik wirklich hasst und sich ganz viel Mühe gibt, macht „Like They Always Do“ trotzdem sofort für den Rest des Tages fröhlich. Und dieser Dino! So süß. Oder? Das Album „Swimming Through Sunlight“ erscheint am 30. August auf Old Flame Records.
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