Free Music Friday

Kostet nichts, keinen Cent und ihr habt damit soviel Freude wie dieser Typ. Sowas Gefällt euch doch.

Gauntlet Hair – Top Bunk

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Mit dem Song „I Was Thinking“ schlugen Andy und Craig alias Gauntlet Hair aus Denver Anfang 2010 kurzfristig gewaltige Wellen im Blog-Universum, doch seitdem ist größtenteils Warten angesagt. Dass sich dies am Ende gelohnt haben könnte, darauf deutet das brandneue „Top Bunk“ hin. Der Sound hat sich seit der ersten Single nicht großartig weiterentwickelt, aber warum auch, solange dieser einigermaßen originell klingt und allein dasteht: Eher Geschrei als Gesang, mehr Hall als die O2-World und ein leicht verzerrter, unwiderstehlicher Beat. Es kann so einfach sein. Das selbstbetitelte Album erscheint am 18. Oktober auf Dead Oceans.

Mikal Cronin – Get Along

Genau dies hier kann der Kalifornier an sich noch immer am besten: schlichten aber schlicht genialen, sonnendurchtränkten Gitarrenpop, der sofort im Kopf hängen bleibt, eigentlich immer ungefähr gleich klingt und von dem wir trotzdem niemals genug haben werden. Mikal Cronin (http://www.myspace.com/mikalcroninmusic), sonst Mitglied der wundervollen Moonhearts – die sich übrigens auf sonnendurchtränkten Gitarrenpop spezialisiert haben – wird bald sein Solodebüt veröffentlichen. Es trägt seinen eigenen Namen und erscheint am 20. September bei Trouble In Mind. Produziert wurde es übrigens von Mikals Kumpel Ty Segall, dessen eigene Musik…ja doch, genau.

Xander Harris – Redemption in Blood

Seit einiger Zeit schon gehört der Ein-Mann-Betrieb Moon Glyph aus Minneapolis zum spannendsten weil innovativsten, was der amerikanische Underground zu bieten hat. Wer hier noch ahnungslos ist, der möge sich den großartigen und kostenlosen digitalen Sampler herunterladen, der mit einer Reihe von alten und neuen Mitgliedern der Moon Glyph-Familie aufwartet, die allesamt exklusive und unveröffentlichte Tracks zur Verfügung gestellt haben. Als kleiner Vorgeschmack möge hier der grandiose Cold Wave des Texaners Xander Harris dienen, der in diesem Jahr bereits ein Album bei Not Not Fun veröffentlicht hat, das wir nur wärmstens empfehlen können.

Speculator – Jenny Says

Durch eine Reihe recht unglücklicher Zufälle ist Speculator im letzten Jahr in diesen unseligen Mahlstrom des Chillwave/Glo-Fi/Hypnagogic Pop-Hypes geraten, nur weil auch er irgendwie nostalgisch klang und auf seinem fantastischen Debüt „Lifestyle“ – als Kassette bei Leaving Records erschienen (natürlich längst ausverkauft, aber hier kostenlos und digital erhältlich) – verwaschene 80er-Pop-Samples verwurstete. Selbst schuld! könnte man anmerken, wir aber nehmen zur Kenntnis, dass man für den Vinyl-Erstling „Nice“ auf Samples verzichtete und sich stattdessen auf die anderen beiden Merkmale beschränkte, namentlich Wände aus verzerrten Gitarren und durch fünf Filter gejagte Drums. Da nicken wir wohlmeinend und weisen darauf hin, dass „Nice“ am 30. August bei Underwater Peoples erscheint.

Disclosure – I Love… That You Know (Purity Ring Remix)

Wenn man heutzutage einen einigermaßen unverwechselbaren Sound gefunden hat, dann dauert es normalerweise keine zwei Tage, bis man von allen möglichen Künstlern und Labels angehauen wird, einen Remix für sie zu erstellen. Das ist zwar langweilig, muss aber nicht zwangsläufig im kreativen Desaster enden. Dieser Song möge als Beispiel dienen: Das grandiose „Future Pop“-Duo Purity Ring (diese Beschreibung stammt nicht von uns) haben wir ja bereits im April vorgestellt. Hier haben die beiden einen Track der Elektroniker Disclosure solange durch die Mangel gedreht, bis er klang wie…ein Song von Purity Ring! Urteilt selbst, das sehr englisch klingende Original gibt es hier. Die aktuellen Singles beider Duos sind bei Transparent als 7“ erschienen.

HENNING LAHMANN

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