Hier sind unsere Reviews zu PHILIPP QUEHENBERGE, ELECTRIC PRESIDENT, QUASI und VEX’D.
PHILIPP QUEHENBERGE
Hazard
Laton
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Es ist allgemein bekannt, dass jeder, also auch du, mit einem Rechner allerlei elektronischen Krach fabrizieren kann, der sich, bestimmte Bewusstseinszustände vorausgesetzt, dann absolut genial anhört. Zumindest für den ausführenden Produzenten. Für den Zuhörer mag das mitunter anstrengend oder langweilig sein, aber über derlei Kulturbanausentum muss jeder aufrechte unverstandene Künstler natürlich geflissentlich hinwegsehen. Die werden schon sehen, eines Tages, da bin ich größer als Merzbow, Throbbing Gristle und Ornette Coleman zusammen. Aber zurück zu Philipp: Sein Gekröse funktioniert dann doch erstaunlich gut. Na, wieder einer für die Sammlung.
FEED MY BACK
ELECTRIC PRESIDENT
The Violet Blue
Fake Four Inc./Cargo Records
Wow. Electric President haben geschafft, woran alle anderen scheitern: Das ist ein trauriges Popalbum, und es geht einem nicht auf den Sack! Ok, traurig ist Definitionssache, es ist eher so: Natürlich ist alles vergeblich, aber mit vorzeigbarem Drive, die Gitarren sind verzerrt und Ben Cooper kann tatsächlich Songs schreiben, ohne Klischees zu bedienen. Du könntest sie deiner neuen Flamme schicken und es wäre kein Klischee. Du könntest mit dieser Musik in den Ohren am ersten warmen Tag des Jahres im Park liegen und in die Sonne blinzeln und es wäre, als hätte das nie vor dir jemand getan. DU KÖNNTEST ZU DIESER MUSIK SOGAR NACHTS AUTOBAHNFAHREN (OHNE DIR TOTAL DÄMLICH VORZUKOMMEN)!! Verstehst du?
FRAGEN ZU PUNICA
Gut gemacht, aber todlangweilig. Selbst die experimentellen Teile wirken gepost bzw. von SY und Konsorten abgepaust. Weiß gar nicht, was ich weiter dazu sagen soll. Entscheidet selbst: entweder der menschliche Geist braucht das Unvollkommene, Selbstzerstörerische, der Untergang ist unvermeidlich und American Gong ist das Ding, oder die CD hier ist echt nur sterbenslangweilig und für die Menschheit besteht noch Hoffnung. (Ich enthalte mich meiner Stimme.)
FRAGEN DER PHILOSOPHIE
Cloud Seed mäandert in urbanem Schattendasein vor sich hin wie ein verlorener Tag in der großen Stadt, einer von denen, die man größtenteils in der U-Bahn und auf den Straßen zwischen den Stationen verbringt, ohne eigentlich irgendetwas auf dem Zettel zu haben. Gedanken, existentialistische Flausen und lyrisch-versonnene Kurzweil allesamt, kommen und gehen wie die Menschen, die alle bestimmt unglaublich viel zu tun haben. Na gut: Die meisten müssen einfach nur zur Arbeit oder haben Pause, man könnte auch Ausgang dazu sagen. Völlig abstrakte Sache, das. Deswegen lieber einfach planlos durch die Stadt driften, ein kleiner Akt der Subversion, immerhin.
ALL EMPLOYEES ARE PRISONERS
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