Ich liebe mein Macbook Pro. Ich muss mir keine Gedanken über diese ganzen Viren machen, die ständig den Dell von meinem Vater abschießen, wenn er sich die Elvis-Slideshow auf Life.com anschaut. Und im Vergleich zu dem alten Acer, den ich vorher hatte, hat mir das schnelle Hochfahren des Macs mindestens sechs Wochen mehr Lebenszeit gebracht. Die Einfachheit des Designs ist ebenfalls großartig, ein willkommener Kontrast zu den Entwürfen, mit denen uns andere PC-Hersteller quälen. Aber Apple fängt an, mich auf eine Art zu nerven, wie es andere Konzerne gar nicht erst können.
Es gibt Gerüchte, dass Apple an einer Technik arbeitet, die es erlaubt ein iPhone abzuschalten, das dazu benutzt wird ein Konzert ‘illegal’ zu filmen. Ich erspare euch die Details, aber lasst es mich mal so sagen, keine weitere Barry Manilow-Konzerte werden es mehr auf Youtube schaffen. Und das ist doof.
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Wenn ich anfangen muss, mir Gedanken darüber zu machen, wann und wo ich mein Gerät einsetzen kann, nicht mal abhängig von Gesetzen oder dem Copyright von Inhalten (was ja sowieso eine ganz andere Geschichte ist), sondern wegen des Größenwahns eines Herstellers, dann habe ich ein Problem damit. Seit dem 11. September haben wir in dieser post-orwellschen Gesellschaft einen ganz neues Niveau der Paranoia erreicht. Wenn der Staat paranoid wird und mich überwachen will, nun gut. Aber wenn private Unternehmen anfangen, mich vom Klauen abzuhalten, dann bin ich wirklich angepisst.
Dem Marktwert nach zu urteilen ist Apple die momentan zweitwertvollste Firma der ganzen Welt, hinter Exxon. Eigentlich vermarkten und verkaufen sie den Leuten ja Kommunikation, was bedeutet, dass sie uns dazu bringen wollen, soviel wie möglich von unserem Privatleben zu teilen und dazu brauchen wir natürlich Werkzeuge, und verdammt, ihre Produkte sind denen der anderen Hersteller einfach überlegen. Das ist mit den Kommunikatiosnmitteln ist trotzdem etwas paradox, wenn man bedenkt, dass Apple auch bekannt dafür sind, dass man sich gerne in absoluter Verschwiegenheit übt, was die internen Vorgänge angeht.
Wenn die Gerüchte nun stimmen sollten, dann wird Apple aber auch leider damit durchkommen. Warum? Weil sie eine Gefolgschaft haben wie eine Sekte. Hätte Steve Jobs den Weltuntergang für den 21. Mai vorhergesagt, wäre Bunkerbau mit Sicherheit zu einem lukrativen Geschäft geworden.
Einer der Vorraussetzungen dafür ein Arschloch zu sein ist, dass man glaubt alle anderen wären die Arschlöcher und Apple erfüllt diese Vorraussetzung. Apple ist ein Arschloch, weil sie uns suggerieren, das unsere kleinen, unerfüllten Leben, die in einem Zeitalter voll Kommodifizierung stattfinden, ohne ihre Produkte weniger wert wären. Apple ist ein Arschloch, weil sie praktisch jeden Aspekten unserer Leben monopolisieren und digitalisieren. Aber hauptsächlich, weil das Gerücht, dass Apple vielleicht bald damit anfängt unser Leben noch ein bisschen mehr zu regulieren, keine wirkliche Überraschung ist, sind sie das Arschloch der Woche.
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Photo by Paras Griffin/Getty Images for iHeartRadio -

Beats Solo 4 – Credit: Beats -

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