Seit dem 17. Oktober sind die Straßen des Libanon voll mit Protestierenden. Bis zu vier Millionen Menschen sollen sich den Demonstrationen gegen die Regierung angeschlossen haben. Der Lebensstandard im Libanon ist niedrig, die Arbeitslosigkeit hoch, Korruption und Armut breiten sich aus. Vor Kurzem wollte die Regierung auch noch eine Steuer auf die Nutzung von WhatsApp erheben. Der Weltbank zufolge lebt ein Viertel der libanesischen Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Die aus dem Irak stammende Fotografin Tamara Abdul Hadi und ihr libanesischer Kollege Roï Saade sind auf die Straße gegangen, um die Atmosphäre der Demonstrationen einzufangen. Die Menschen fordern nicht weniger als die Entfernung des kompletten politischen Systems. Ihr Slogan: “Alle heißt alle.”
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“Die Energie auf den Straßen war ansteckend und hoffnungsfroh – und hatte sich vor allem lange aufgestaut”, sagten Abdul Hadi und Saade gegenüber VICE. “Menschen jeden Alters – Eltern mit ihren Kindern, Studierende, Großeltern – gehen auf die Straße, um gegen Korruption und Steuern zu protestieren. Sie wollen die Regierung aus dem Amt treiben und gehören selbst keiner bestimmten Partei oder religiösem Lager an. Zum ersten Mal in der modernen Geschichte des Libanon haben sich Menschen von jeglicher religiösen und politischen Verbindung gelöst, um Politiker zur Verantwortung zu ziehen.”
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