Es ist die neuste Verteidigung gegen Spionage und so leicht in der Anwendung: Es ist Glitzernagellack! Via Flickr/Jennifer A.
Nagellack ist die vielleicht neueste Waffe zur Verteidigung deiner Online-Sicherheit—zumindest wenn es nach den beiden Online-Sicherheitsexperten Eric Michaud und Ryan Lackey und ihrem Vortrag auf dem Chaos Communication Congress in Hamburg geht. Aber wie nützlich ist das Cosmopolitan Must-Have wirklich, wenn es darum geht, deinen Computer zu schützen?
Videos by VICE
Lass dich nicht von der viel versprechenden Überschrift in die Irre führen. Auch wenn die von Michaud und Lackey vorgeschlagene Methode durchaus ihren Nutzen in der Praxis haben könnte, heißt das noch lange nicht, dass sie dich vor den immer neueren Tricks in Sachen Datendiebstahl, Virenbefall und Spionage vollständig schützen wird. Aber dafür ist es ja auch gar nicht gedacht. Mit der funkelnden Schutzfunktion kannst du prüfen, ob sich jemand an deinen Laptop oder Tablet zu schaffen gemacht hat—verhindern kannst du damit also rein gar nichts.
In ihrem Vortrag—mit dem einladenden Titel „Thwarting an Evil Maid Attack“—konzentrierten sich die beiden Experten auf die Gefahr des bedrohlichen Charakters des „bösen Dienstmädchens.“ In diesem Szenario spielen Eindringlinge mit Geräten von Hotelgästen herum, während sich diese am Strand amüsieren. Anstelle des Dienstmädchens kannst du dir natürlich auch die Grenzpolizei vorstellen, die anfängt in deinen privaten Daten herumzuschnüffeln. Erst kürzlich hat der Cyber-Dissident Jacob Applebaum davon berichtet, wie immer wieder Eindringle versuchen, an Daten in seiner Berliner Wohnung zu kommen. Und ein US-Richter hat vor wenigen Tagen wieder einmal geurteilt, dass es völlig ok ist, wenn sich die Grenzpolizei deinen Laptop oder Telefon ohne begründeten Verdacht genauer ansieht . Und auch in Großbritannien nimmt sich der Staat das Recht, alle Daten die du bei der Ein- oder Ausreise bei dir trägst, für seine eigenen Zwecke zu speichern.
Mehr über Glitzernagellack als Waffe gegen Überwachung gibt es auf Motherboard.